»Bleiben wir uns das, was wir uns sein können«


Ein Hörbuch über den Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel
Produziert am Nationaltheater Mannheim im April 2021 anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl am 9. Mai 2021

16 und 21 Jahre sind Sophie Scholl und Fritz Hartnagel jung, als sie sich 1937 ineinander verlieben. Hartnagel ist zu der Zeit in Augsburg als Leutnant stationiert, Sophie geht noch zur Schule. Zwischen 1937 und 1943 entwickelt sich die Beziehung der beiden sehr unterschiedlichen jungen Menschen von einer engen Freundschaft zu einer starken Liebesbeziehung. Vor dem Hintergrund des Krieges ist der Briefwechsel ihre einzige Verbindung. Er ist ein besonderes Zeugnis ihrer wachsenden Beziehung, ihrer Ängste, ihrer Zweifel, aber auch ihrer Zuversicht und Hoffnungen für die Zukunft. Sophie reift von einer fröhlichen, jungen, verliebten Schülerin zu einer ernsthaften Studentin heran, die an den politischen Verhältnissen zweifelt und sich zur Wehr setzt. In ihren Briefen führen sie einen regen Austausch über ihre unterschiedlichen Beziehungsvorstellungen, über Politik, über ihre Ängste, aber auch ihre Zuversicht und ihre Hoffnungen für die Zukunft.

Sophie Scholl wird am 9. Mai 1921 als viertes von sechs Kindern in Forchtenberg am Kocher geboren. 1934 tritt sie bei den Jungmädeln ein, steigt zur Scharführerin und später zur Gruppenführerin auf. Ab 1942 studiert sie Philosophie und Biologie in München. Von ihrem Bruder Hans wird sie dort in seinen Freundeskreis und die Widerstandsgruppe »Weiße Rose« eingeführt. Ende Mai 1942 beginnt die »Weiße Rose« in München mit Flugblättern zum Widerstand gegen die NS-Diktatur und zur Beendigung des Krieges aufzurufen. 1943 werden die Geschwister Scholl verhaftet, als sie beobachtet werden, wie sie Flugblätter von der Empore des Lichthofes der Münchner Universität werfen. Gemeinsam mit ihrem Freund und Mitstreiter Christoph Probst werden sie am 22. Februar 1943 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.

 

Anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl am 9. Mai 2021 lesen die Ensemblemitglieder Arash Nayebbandi und Sophie Arbeiter Ausschnitte aus den Briefen des Paares. Zusätzlich produziert das Nationaltheater Mannheim am 8. Mai 2021 eine Beilage für den Mannheimer Morgen, die an die Flugblattaktionen der »Weißen Rose« erinnert.

 

 

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Mit freundlicher Genehmigung des S. FISCHER Verlags 

 

 

Weitere Informationen zum Buch unter

https://www.fischerverlage.de/buch/sophie-scholl-fritz-hartnagel-damit-wir-uns-nicht-verlieren-9783596179398