9. - 19. Juli 2020

Liebe Besucherinnen und Besucher des digitalen »Mannheimer Sommers«!

 

Natürlich: Theater ist eine zutiefst analoge Kunstform. Sie findet normalerweise als Ereignis in Raum und Zeit statt. Genau das ist aber derzeit nicht oder nur unter extrem einschränkenden Bedingungen möglich. Was schon für den normalen Theaterbetrieb gilt, gilt um so mehr für ein internationales Festival – besonders, wenn der Themenschwerpunkt »Orient und Okzident« lautet, wie bei uns in diesem Jahr. Ich freue mich deshalb umso mehr, dass wir es geschafft haben, das Programm des 2. »Mannheimer Sommers« in die digitale Sphäre zu versetzen und dadurch zu retten. Klicken Sie sich durch ein reichhaltiges Angebot von Streams, Videos, Fotos, Texten und mehrere speziell entwickelte Formate. Und freuen Sie sich mit uns auf ein leibhaftiges Wiedersehen in zwei Jahren!

 

Viel Spaß wünscht

Jan Dvořák

Künstlerischer Leiter »Mannheimer Sommer«

Hier finden Sie das Programm, das nie stattgefunden haben wird.

Die Broschüre zum Festival, wie es noch im März 2020 geplant war. 

 

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»WER SICH SELBST UND ANDERE KENNT / WIRD AUCH HIER ERKENNEN: / ORIENT UND OCCIDENT / SIND NICHT MEHR ZU TRENNEN.«

Johann Wolfgang v. Goethe: »West-östlicher Divan«

 

Man darf raten: Algerien, Ägypten, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Israel, Italien, Kroatien, Libanon, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Syrien, Tunesien, Türkei, Ukraine, Ungarn – was haben alle diese Länder gemeinsam? Die Antwort liegt in der Vergangenheit. Die genannten Länder waren vollständig oder zum Teil Provinzen des Römischen Reiches, das seine größte Ausdehnung im Jahr 127 nach Christus erlebte. Seither leben wir in einem transkulturellen Raum von Orient und Okzident, der über Jahrhunderte sowohl durch Konkurrenz und Krieg als auch durch Austausch und Bewunderung geformt wurde. In einer Zeit, in der Nationalisten, Terroristen und Rassisten versuchen, die Gesellschaft zu spalten und zu polarisieren, ist der Blick auf die gemeinsame Herkunft von entscheidender Bedeutung. Denn nur die Rekonstruktion der gemeinsamen Geschichte kann helfen, die Konfliktlinien unserer eigenen Zeit besser zu begreifen.1

 

Die belegbare Geschichte von Orient und Okzident beginnt im alten Griechenland und seinen Kolonien, mit den Perserkriegen, Alexanders Eroberungen und schließlich mit dem das ganze Mittelmeer umschließenden Römischen Reich. Die im Laufe dieser tausendjährigen Prozesse entstandene mittelmeerische Hochkultur kolonisierte zunehmend auch den nordeuropäischen Raum bis zum Limes und brachte die dortigen Bevölkerungen unter den Einfluss ihrer Politik, Religion und Kunst.2

Während aber im Westen nach dem Untergang Westroms zunächst mittelalterliche Dunkelheit ausbrach, führte das »goldene Zeitalter des Islam« vom 8. bis zum 13. Jahrhundert das Erbe der Antike auf wissenschaftlichem und künstlerischem Gebiet fort. Philosophie, Dichtung, und Wissenschaft brachten Denker wie Ibn Ruschd (Averroës), Ibn Sina (Avicenna), Rumi oder Hafis hervor und beeinflussten die europäische Geschichte maßgeblich, zumal Teile Europas von Serbien und Ungarn bis zur spanischen Halbinsel in den Machtbereich übergingen.

 

Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man postuliert, dass die Renaissance als Wiederentdeckung des Altertums ohne diese Sammel- und Vermittlungsfunktion des Orients nicht stattgefunden hätte – ganz zu schweigen davon, dass das abendländische Christentum im Kern eine orientalische Religion ist.3 Es spricht also sehr viel dafür, die Selbstauffassung Europas einer Revision zu unterziehen, wie es schon Johann Wolfgang v. Goethe in seinem »Westöstlichen Divan« 1819 hellsichtig gefordert hatte. Der unvoreingenommenen Betrachtung steht entgegen, dass die gemeinsame Geschichte seit der Niederlage des Osmanischen Reiches vor Wien 1683 zunehmend vom Macht- und Überlegenheitsanspruch Europas geprägt wurde. Nachdem sich die europäischen Eliten der Aufklärungsepoche in einem heroischen Kampf gegen Adel und Kirche aus der »selbstverschuldeten Unmündigkeit« herausgekämpft hatten, diente das wissenschaftlich, künstlerisch und technisch Erreichte oft dazu, die vermeintliche Überlegenheit anderen Kulturen, Völkern oder Hautfarben gegenüber zu beweisen.4 So müssen die gemeinsamen Wurzeln von Ost und West erst wieder freigelegt werden, bevor man sie in eine emanzipatorisch verstandene Zukunft fortschreiben kann.

 

Nicht nur Philosophie und Geschichtswissenschaften sollten sich dieser Aufgabe stellen, auch die Künste und besonders die Musik sind gefordert. Galt doch lange Zeit auch die polyphone, in Partituren festgehaltene Musik des Westens5 als ultimativer Beweis kultureller Überlegenheit gegenüber der monophonen, rhythmisch orientierten arabischen Musik.6

Tatsächlich profitierte auch die Musik von der Beziehung zum Orient: So wurde seit dem Mittelalter ein reiches Instrumentarium in die europäische Kunstmusik integriert. Von der Laute bis zur Fiedel, vom Becken bis zur Gran Cassa reichen die Übernahmen. Auch orientalische Kompositionstechniken wurden in stilisierter Form imitiert.

Allein in der Zeit von 1780 – 1850 wurden gut 250 mehr oder weniger orientalische Stoffe auf die Bühne gebracht. So bündeln sich in einem Werk wie Mozarts Singspiel »Die Entführung aus dem Serail«7 aus dem Jahr 1782 die Fragen nach dem Verhältnis zum Orient und seiner Repräsentanz in den westlichen Künsten wie in einem Brennglas. In stilisierter Form werden hier der grausame, der lächerliche und der weise »Orientale« vorgeführt: klischeehafte Denkfiguren, die bis heute die Auseinandersetzung des Westens mit dem Orient prägen.

Gerade durch diese Bezüge zum Orient – der im Theater bis nach Japan reicht – befindet sich die Oper in heikler Lage. Denn angesichts von Stücken wie der »Entführung« oder Puccinis »Madama Butterfly«8 bleibt ihr oft nichts anderes übrig, als die multikulturelle Gegenwart zu ignorieren, in der es nicht mehr um phantastische Fremde aus dem Morgenland gehen kann, sondern um Mitbürger, die mit ihren Steuern die Theater mitfinanzieren.

 

Höchste Zeit also, das monadische System »Oper« für diskursive Selbstkritik zu öffnen, die veränderte gesellschaftliche Situation als Chance zur Weiterentwicklung zu begreifen. Und in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion die Aufteilung in Ost und West, die im Zeitalter von Touristen- und Flüchtlingsströmen ihre Unschuld verloren hat, durch einen weiterblickenden Ansatz zu ersetzen.9

Nicht die Errungenschaften der Aufklärung sollen zur Disposition gestellt werden. Wissenschaftsfreiheit, Religionsfreiheit, Kunstfreiheit und besonders die politische Freiheit sind das wertvollste Erbe des 18. Jahrhunderts.10 Aber auch die Aufklärung und die ihr verbundenen Künste und Wissenschaften müssen, wenn sie ihren Ansprüchen gerecht werden wollen, verstärkt ihre blinden Flecken reflektieren, wozu insbesondere die Verwechslung des weißen, bürgerlichen Mannes mit dem »Menschen an sich« gehört.

Diese »Aufklärung der Aufklärung« über ihre eigenen nichtverstandenen Voraussetzungen und Vorurteile gehört zu den Aufgaben der Gegenwart – und zum unabgeschlossenen Projekt der Aufklärung selbst.

 

 

1 Der Tanzabend »Beytna« entsteht aus einer interdisziplinären und transnationalen Arbeitsweise.

 

2 Während die Skandinavier von den Römern unbehelligt blieben, was man bis heute an dem eigensinnigen Stil von Künstlergruppen wie »Hotel Pro Forma« aus Dänemark zu spüren meint.

 

3 Das Konzert »The Allegory of Desire« geht diesen Abhängigkeiten und Befruchtungen anlässlich von Salomos Hohelied aus dem Alten Testament nach.

 

4 Eine kritische Auseinandersetzung mit den Überlegenheitsfantasien der Europäer führt die Produktion »Phänomenologie des Verschwindens«.

 

5 Wie W. A. Mozarts »Requiem«, das aus barock-polyphonen und klassischen Elementen eine neue, überzeitliche Synthese bildet.

 

6 Diese Gegenüberstellung wird von Musikern wie dem »Trickster Orchestra« oder dem »Haz’art Trio« kreativ unterlaufen.

 

7 Dieser Exotismus wird Mozarts Singspiel »Die Entführung aus dem Serail« in der Neuinszenierung von Luk Perceval gründlich ausgetrieben.

 

8 Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Japanismus dieser Oper bietet »White Limozeen«.

 

9 »Crash Park« von Philippe Quesne zeigt humorvoll den Versuch eines Ausstiegs aus einer desaströsen Wirklichkeit.

 

10 Der »Paradiesgarten « und »Die außergewöhnlichen Reisen des Dr. La Mettrie« von KOMMANDO HIMMELFAHRT beschäftigen sich mit diesem kostbaren Erbe der Aufklärung.

Begrüßung
Begrüßung
von Jan Dvořák, Künstlerischer Leiter des »Mannheimer Sommer«

Termine und Karten

Do, 09.07.2020, 19.00 Uhr,
Termin Digital Ab genanntem Termin ist der Beitrag für die gesamte Festivalzeit auf dieser Seite frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Do, 09.07.2020, 19.00 Uhr,
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Disorient
Online-Vorstellung
Disorient
Im Spiegelkabinett der Projektionen
Norient (worldwide)

Termine und Karten

Do, 09.07.2020, 19.15 Uhr, Online-Vorstellung
Ab genanntem Termin ist die digitale Ausstellung für die gesamte Festivalzeit frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Do, 09.07.2020, 19.15 Uhr, Online-Vorstellung
Ab genanntem Termin ist die digitale Ausstellung für die gesamte Festivalzeit frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Freitagsküche
Online-Vorstellung
Freitagsküche
Kulinarisches Speed-Dating mit Festivalkünstlerinnen und Künstlern

Termine und Karten

Verschiedene Videobeiträge
Die Videos aus der Freitagsküche sind während der gesamten Festivalzeit auf den jeweiligen Produktionsseiten frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Verschiedene Videobeiträge
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Beytna
Online-Vorstellung
Beytna
Tanz
Maqamat | Omar Rajeh (Lyon - Beirut)

Termine und Karten

Do, 09.07.2020, 20.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
5 FRAGEN AN OMAR RAJEH | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Do, 09.07.2020, 20.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Schmuckeremitin
Schmuckeremitin
Devadasi – Edelpennerin – Hobby-Seelsorgerin
Anik Lazar (Hamburg)

Termine und Karten

Fr, 10.07.2020, 18.00 Uhr,
Die Schmuckeremitin erweitert während der gesamten Festivalzeit ihre nunmehr virtuelle Behausung. In der Rubrik »Festivalzentrum« zieren täglich neue Elemente die digitalen Flächen und wachsen so zum Abbild einer fantastischen Installation zusammen.
Fr, 10.07.2020, 18.00 Uhr,
Die Schmuckeremitin erweitert während der gesamten Festivalzeit ihre nunmehr virtuelle Behausung. In der Rubrik »Festivalzentrum« zieren täglich neue Elemente die digitalen Flächen und wachsen so zum Abbild einer fantastischen Installation zusammen.
Trickster Orchestra
Online-Vorstellung

Termine und Karten

Fr, 10.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 10.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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War Sum Up
Online-Vorstellung
War Sum Up
Musiktheater
Hotel Pro Forma (Kopenhagen) / Der lettische Rundfunkchor (Riga)

Termine und Karten

Fr, 10.07.2020, 19.30 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
4 FRAGEN AN KIRSTEN DEHLHOLM | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Fr, 10.07.2020, 19.30 Uhr, Online-Vorstellung
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Phänomenologie des Verschwindens
Online-Vorstellung
Phänomenologie des Verschwindens
Video-Performance
Ariel Efraim Ashbel and Friends (Berlin)
  • Konzept und Regie: Ariel Efraim Ashbel

Termine und Karten

Sa, 11.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Zusatzprogramm: Gespräch
Im Anschluss an die Online-Vorstellung zeigen wir ein aufgezeichnetes Gespräch zwischen Regisseur Ariel Efraim Ashbel und Dramaturg Romm Lewkowicz.
Weitere Videos
5 FRAGEN AN ARIEL EFRAIM ASHBEL | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Sa, 11.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Zusatzprogramm: Gespräch
Im Anschluss an die Online-Vorstellung zeigen wir ein aufgezeichnetes Gespräch zwischen Regisseur Ariel Efraim Ashbel und Dramaturg Romm Lewkowicz.
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Die Entführung aus dem Serail
Online-Vorstellung
Die Entführung aus dem Serail
Oper
Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart
  • Musikalische Leitung: Fabio Biondo
  • Dialogfassung: Luk Perceval / Asli Erdoğan
  • Regie: Luk Perceval
  • Bühne: Philip Bußmann
  • Kostüme: Ilse Vandenbussche
  • Licht: Mark Van Denesse
  • Choreografie: Ted Stoffer
  • Dramaturgie: Luc Joosten
  • Chor: Alan Woodbridge

Termine und Karten

Sa, 11.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weiteres Video
5 FRAGEN AN LUK PERCEVAL : Dieses Video finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Sa, 11.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Kalakuta Soul Radio
Online-Vorstellung
Kalakuta Soul Radio
Kommentiertes DJ-Set
Guy Dermosessian (Bochum)

Termine und Karten

Sa, 11.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Sa, 11.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Levée
Online-Vorstellung
Levée
Kunstfilm
Boris Charmatz und César Vayssié
  • Choreografie: Boris Charmatz
  • Kamera und Schnitt: César Vayssié

Termine und Karten

So, 12.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
5 FRAGEN AN BORIS CHARMATZ | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
So, 12.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
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The Allegory of Desire
Online-Vorstellung
The Allegory of Desire
Konzert
Zefiro Torna, Vocalconsort Berlin, Ghalia Benali
  • Musikalische Leitung: Jurgen de Bruyn

Termine und Karten

Di, 14.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Di, 14.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Crash Park – Das Leben einer Insel
Online-Vorstellung
Crash Park – Das Leben einer Insel
Musikalisches Bildertheater
Philippe Quesne (Hauts-de-France)

Termine und Karten

Di, 14.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Di, 14.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Maulwürfe
Online-Vorstellung
Maulwürfe
Konzert

Termine und Karten

Di, 14.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Di, 14.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Ecstatic Mozart
Online-Vorstellung
Ecstatic Mozart
Zoom-Performance
Daniel Cremer

Termine und Karten

Mi, 15.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Mi, 15.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Do, 16.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Do, 16.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 17.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 17.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Sa, 18.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Sa, 18.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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So, 19.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
So, 19.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Mi, 15.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Mi, 15.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Do, 16.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Do, 16.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 17.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 17.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Sa, 18.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Sa, 18.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
So, 19.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
So, 19.07.2020, 21.00 Uhr, Online-Vorstellung
Online-Live-Performance | Teilnahme über Zoom | Eintritt frei | Kostenlose Einlasskarten erhalten Sie über Klick auf »Karten«
Ghalia Benali
Online-Vorstellung
Ghalia Benali
Neuer Song

Termine und Karten

Mi, 15.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Mi, 15.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Beyond Borders
Online-Vorstellung
Beyond Borders
Musikfilm
Haz’art Trio (Mannheim, Tunis)

Termine und Karten

Mi, 15.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Mi, 15.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Machines of Enlightenment
Online-Vorstellung
Machines of Enlightenment
Multimediale Konzertinstallation
Musikmaschinen von gamut inc (Berlin)
  • Von und mit: gamut inc (Marion Wörle, Maciej Sledziecki) / Gerhard Kern

Termine und Karten

Do, 16.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Do, 16.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Felix Kubin
Online-Vorstellung
Felix Kubin
Konzert

Termine und Karten

Do, 16.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Do, 16.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Talk about race
Online-Vorstellung
Talk about race
Ein Interviewfilm zur Produktion »White Limozeen«
Philine Rinnert / Johannes Müller (Berlin)
  • Konzept und Recherche: Johannes Müller / Philine Rinnert
  • Regie: Johannes Müller
  • Ausstattung: Philine Rinnert

Termine und Karten

Fr, 17.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Exotismus in der Oper
Online-Vorstellung
Exotismus in der Oper
Impulsvortrag und Podiumsdikussion

Termine und Karten

Fr, 17.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Fr, 17.07.2020, 19.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Nächste Ausfahrt Lunar Plexus
Online-Vorstellung
Nächste Ausfahrt Lunar Plexus
Musiktheater für Kinder
Felix Kubin und Ensemble Resonanz

Termine und Karten

Sa, 18.07.2020, 15.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
5 FRAGEN AN FELIX KUBIN | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Sa, 18.07.2020, 15.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Weitere Videos
5 FRAGEN AN FELIX KUBIN | FREITAGSKÜCHE : Diese Videos finden Sie ab dem Zeitpunkt, zu dem der Hauptbeitrag online geht, auf der Stückseite.
Karaoke Playback
Online-Vorstellung
Karaoke Playback
Soundfile
Ein Gruß vom Alphabet-Chor (Mannheim)

Termine und Karten

Sa, 18.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
Termin Digital Ab genanntem Termin ist der Beitrag für die gesamte Festivalzeit auf dieser Seite frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Sa, 18.07.2020, 18.00 Uhr, Online-Vorstellung
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Basswald und Lichtung
Online-Vorstellung

Termine und Karten

Sa, 18.07.2020, 18.30 Uhr, Online-Vorstellung
Termin Digital Ab genanntem Termin ist der Beitrag für die gesamte Festivalzeit auf dieser Seite frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Sa, 18.07.2020, 18.30 Uhr, Online-Vorstellung
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Little Vintage Orchestra
Online-Vorstellung

Termine und Karten

So, 19.07.2020, 11.00 Uhr, Online-Vorstellung
Termin Digital Ab genanntem Termin ist der Beitrag für die gesamte Festivalzeit auf dieser Seite frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
So, 19.07.2020, 11.00 Uhr, Online-Vorstellung
Termin Digital Ab genanntem Termin ist der Beitrag für die gesamte Festivalzeit auf dieser Seite frei zugänglich und kostenlos abrufbar.

 

Festivalzentrum »PARADIESGARTEN«

 

Der »Paradiesgarten«, das geplante pseudo-orientalische Festivalzentrum auf dem Theatervorplatz, sollte eigentlich zu einem Garten der Lustbarkeiten werden, der die verschiedenen Erzählungen rund um das Festivalthema »Jenseits des Serails« visuell bündelt und uns fragen und staunen lässt. Darum wollen wir auf einen Spaziergang durch diesen Garten nicht verzichten, der eine Hommage an die Gartenkunst Persiens und ihren Nachklängen in Europa werden sollte.

Bühnenbildnerin Eylien König, die bereits 2018 die Gestaltung des Festivalzentrums als neo-barocker Parkanlage übernahm, hat darum das Modell des Gartens noch einmal aufgebaut und überarbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Carl-John Hoffmann wird dieses Modell mit dem Blick von Foto- und Videokamera durchschritten. So entsteht das Festivalzentrum vor unseren Augen, als könnte man es tatsächlich in Mannheim besuchen. Als Soundtrack hören wir einen Song unserer Band-in-Residence, dem Mannheimer Haz’art-Trio.

 

Mit: Eylien König (Entwurf und Modell) und Carl-John Hoffmann (Video), Haz’art-Trio

 

 

 

»Jenseits des Serails«

 

 

»Jenseits des Serails« – so nennt sich der diesjährige Themenschwerpunkt des Festivals. Natürlich verweist er auf Mozarts berühmtes Singspiel »Die Entführung aus dem Serail« aus dem Jahr 1782, das als Koproduktion mit der Oper Genf die zentrale Premiere des Festivals ist. 

Die Künstlergruppe KOMMANDO HIMMELFAHRT nimmt diese Premiere zum Anlass, ein ganzes Programm ins Leben zu rufen, das die naive und immer etwas sensationslüsterne Idee vom orientalischen Herrscherpalast, die sich im Wort Serail versteckt, in den Blick nimmt und die Zusammenhänge zwischen »Oper, Orient und Orientalismus« kritisch beleuchtet.

Neben der intellektuellen Auseinandersetzung sollte durch sinnliche, künstlerische Erfahrungen Lust auf die gegenseitige Begegnung und Durchdringung gemacht werden. Zu diesem Zweck sollte ein ganzes Bündel von Produktionen, Konzerten und Veranstaltungen die unterschiedlichen Perspektiven der Kulturkreise erlebbar machen. Geplant war ein Festivalzentrum, das aus dem »Salon des lumières« im Theatercafé und dem »Paradiesgarten« auf dem Vorplatz des NTM bestehen und bewusst zurück zum 18. Jahrhundert, dem Zeitalter der Reformen des Osmanischen Reiches, des wissenschaftlichen Orientalismus, der westlichen Aufklärung und der sogenannten »Türkenmode« gehen sollte. Doch auch wenn das Festivalzentrum nicht aufgebaut und durch Publikum belebt werden konnte, so kann man seinen digitalen Avatar auf dieser Seite besuchen.

 

Ebenso wie die digitalen Abbilder der Produktionen, die gemeinsam den Themenschwerpunkt »Jenseits des Serails« anreichern und einen Beitrag dazu leisten, die im Entstehen begriffene transkulturelle Gesellschaft historisch zu verorten und neue Traditionen zu schaffen:

 

Beytna

DisOrient

Machines of Enlightenment 

Phänomenologie des Verschwindens

Die Entführung aus dem Serail

Beyond Borders

Talk about Race 

The Allegory of Desire

 

 

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