Opernhaus

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart Premiere: Fr, 08. Juli 2011

Drei Knaben: Kindersolisten

Mozarts vorletztes Werk ist zugleich sein vielleicht rätselhaftestes. Es beginnt mit Flucht und Ohnmacht Taminos, der, als er wieder erwacht, auf einen wechselvollen und widersprüchlichen Initiationsweg geschickt wird. Begleitet von einer Zauberflöte und drei Knaben, die ihn schützen sollen, wandelt er zwischen Lebensbedrohung und Papagenos Gelächter auf schmalem Grat – immer auf der Suche nach der Liebe zur unbekannten Pamina. Hin und her geworfen zwischen der Extremwelt der Königin der Nacht und der tugendsamen Geheimbruderschaft Sarastros findet Tamino schließlich seinen Weg in die erhoffte Männlichkeit, allerdings um den Preis, dass die »sternflammende Königin« zerschmettert wird.

Als »Vexierbild« zwischen Aufklärung und Demagogie, als Gesellschaftsentwurf zwischen Revolution und Restauration oder als durch die Musik geeinte Collage aus humanistischem Manifest und Maschinen-Komödie fordert Mozarts »Zauberflöte« immer wieder neue szenische Deutungen heraus.

Der bedeutende Choreograph und Regisseur Joachim Schlömer erzählte 2011 am NTM die beliebteste Oper der Deutschen in einer abenteuerlichen Reihung unterschiedlichster Bilder und unter Verwendung spektakulärer Theatermittel. Die Musikalische Leitung hat der für seine dynamischen Interpretationen beliebte 1. Kapellmeister des Nationaltheaters, Benjamin Reiners.

 

Dauer: ca. 3 Stunden und 15 Minuten, inkl. einer Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Mit freundlicher Unterstützung von FUCHS PETROLUB SE und  Manfred und Lilo Fuchs

 

 

»Eine Meisterleistung erbrachte GMD Dan Ettinger am Pult. Zusammen mit dem hervorragend disponierten Orchester wartete er mit einer äußerst packenden Interpretation auf. […] Cornelia Ptassek brachte alle Vorzüge eines bestens sitzenden jugendlich-dramatischen Soprans in die Rolle der Pamina ein. Mit gut fokussierter, höhensicherer Stimme schleuderte Antje Bitterlich die blitzenden Koloraturen der Königin der Nacht in den Raum. Ein sowohl stimmlich als auch darstellerisch sehr versierter Papageno war Lars Møller. Mit kräftigem Bass gab Runi Brattaberg dem Sarastro Autorität.« (Allgemeine Zeitung Mainz, 12. Juli 2011)

 

»Musikalisch hatte die Premiere große Lichtblicke, wofür an vorderster Front Maximilian Schmitt, der Darsteller des Tamino zuständig war. Ein hochbegabter junger Tenor der Extraklasse, der seine Arien in wunderbar weich und warm tönender, herrlich biegsamer Lyrik gestaltete. […] Großen Schwung und Klangkraft brachte der Chor des Nationaltheaters in die Aufführung. GMD Dan Ettinger dirigierte einen erregenden, impulsstarken Mozart, der vom trefflich aufspielenden Nationaltheater-Orchester gleichfalls wunderbar differenziert umgesetzt wurde. Einhelliger Jubel am Ende.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 11. Juli 2011)

 

»Diese Neuproduktion von Mozarts Singspiel Die Zauberflöte besticht durch ihre großartige musikalische Präsentation. Denn Dan Ettinger, der beim Publikum sehr beliebte GMD und bislang sicherlich kein Klangflüsterer, ›zaubert‹ hier mit dem Nationaltheater-Orchester. Natürlich auch mit Biss und Präzision, aber viel auffälliger sind weich und elegant ausbalancierte Tempi, sowie eine agogische Differenziertheit und ein wunderbar pulsierender Atem, der diesen Premierenabend musikalisch herausragen ließ. Von dieser überlegenen Mozart-Sicht des Dirigenten profitierte vor allem Cornelia Ptassek als Pamina, deren jugendlich-dramatische Sopranstimme sich in Mannheim schon bei Wagner bewährte, hier aber in attraktiver Ausstrahlung die in dieser Partie erwartbare lyrische Geschmeidigkeit deutlich erweiterte: Zu großer sängerischer Gestaltung, die einhergeht mit einer Frische der Erscheinung, die ideal zur Pamina passt.« (Opernnetz, 11. Juli 2011)