Schauspielhaus

Rising

Premiere: Fr, 31. Dezember 2021
Choreografien von Emma Kate Tilson, Roberto Tedesco, Luis Tena Torres, Anat Oz, Michael Ostenrath und Sofia Nappi

Sechs aufstrebende Nachwuchschoreograf*innen präsentieren sich als Rising Stars der Tanzszene und reihen ihre Kreationen vom Solo über Duo, Trio, Quattro und Quintett bis zum energiegeladenen Gruppenstück aneinander – keine Handlung, dafür treibende Musik und Tanz pur! En detail darf man darauf gespannt sein, wie Emma Kate Tilson (Solistin des NTM Tanz), die bereits mehrfach mit raffinierten Tanz-Kurzfilmen im Rahmen der »Choreografischen Werkstatt« begeisterte, den Abend mit einem Solo eröffnet und damit ihr Debut einer live getanzten Choreografie gibt, gefolgt von dem Duo »Line-up« des italienischen Choreografen Roberto Tedesco. Wie Tedesco sind auch seine Landsmännin Sofia Nappi und die Israelin Anat Oz Preisträger*innen des renommierten Internationalen Wettbewerbs für Choreographie Hannover. Während Anat Oz’ Quattro zur Musik des Grand Pas de deux aus dem Ballett »Don Quixote« (Musik: Léon Minkus) den Drill und die Härte der tänzerischen Ausbildung aufs Korn nimmt, taucht Sofia Nappi tief ein ins Reich der Psyche. In übermütiger Ausgelassenheit kreist ihr Ensemblestück »Holelah« für elf Tänzer*innen um die Narrheit, Verrücktheit, den Wahnsinn, wie er in jedem von uns lauert. Dazu gesellen sich ein Funken postapokalyptischer Cyberpunk in der Form eines Quintetts aus der Feder Michael Ostenraths, vormals Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company, sowie – ähnlich unkonventionell – Luis Tena Torres’ »«, das bereits zur »Choreografischen Werkstatt« 2021 als Duo Aufsehen erregte und nun zu einem Trio erweitert wurde.

 

Dauer ca. 90 Minuten ohne Pause

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»So viele aufgehende Sterne am Himmel für Choreograf*innen – eine bessere Botschaft für das Jahr 2022 kann es für Tanzfans nicht geben.« (tanznetz.de, 02.01.2022)

 

»Mit dem großen Ensemblestück „Holelah“ legt Sofia Nappi buchstäblich ein Wahnsinnsstück hin. Dem biblischen Wort dafür widmet die Italienerin ihr fulminantes Finale und untersucht Wahn und Sinn als Motoren menschlichen Strebens. Da passt es, dass besonders zu Vivaldis „La Follia“ Funken fliegen. Nappi zeichnet ein barockes Wimmelbuch choreographischer Raffinesse und Üppigkeit. Am Schluss steht Harmonie – und sehr herzlicher Applaus für eine besondere Premiere.« (Mannheimer Morgen, 03.01.2022)

 

»Emma Kate Tilson gebührt das eindringliche Eröffnungssolo. (…) Der Fluss gelungener choreographischer Selbstbespiegelung ist weit in den öffentlichen (Bühnen)-Raum ausgreifend, dann wieder ganz körpernah bei sich selbst. (…) Sie liefert beeindruckende Motive – und bricht zu Klängen von Louis Oehl durch eine effektvolle Spiegelwand zu neuen Ufern oder gar zu sich selbst auf. Ein Starker Aufbruch, dieser Auftakt.« (Mannheimer Morgen, 03.01.2022)

 

»Im Geschehen auf der Bühne werden die Konventionen des klassischen Balletts höchst geistreich gegen den Strich gebürstet. Es ist eine pink kostümierte Vierergruppe, die da agiert, erst einmal vom Boden aus; klassische Kunststückchen werden höchstens angedeutet. Wenn die Choreografie Fahrt aufnimmt, wird den Protagonist*innen immer mehr individueller Spielraum eingeräumt, Flirts mit dem Publikum inbegriffen. (…) Das Mannheimer Tanz-Publikum weinte fehlenden Spitzentanz-Freuden keine Träne nach, sondern belohnte das choreografische Feuerwerk mit dem stärksten Applaus dieses Abends.« (tanznetz.de, 02.01.2022)

 

»Und dann war da noch die Clubszene 2050, gestaltet von Michael Ostenrath. (Er) wagt in „FSK2“ den Blick in die Zukunft, in der alles anders ist. (…) Eine nur auf den ersten Blick lässige Sportlerkluft in diversen Rottönen, höchst eigenwillige elektronische Klänge der Tibet-Schweizerin Aisha Devi und ein anti-konventioneller Tanzstil, den er selbst als Punkdance bezeichnet, sind die Zutaten für ein fünfköpfiges futuristisches Spektakel.« (tanznetz.de, 02.01.2022)

 

»„Holelah“ ist das hebräische Wort für Tollheit, und so durften elf Tänzerinnen und Tänzer in formlosem Anstaltsweiß so richtig schön durchdrehen. Unterstützt von diversen musikalischen Gassenhauern (von „Bella Chiao“ bis zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“) balanciert die Choreografie genüsslich auf dem schmalen Grad zwischen vermeintlicher Normalität und kollektiv aufgeladenem Verrücktsein.« (tanznetz.de, 02.01.2022)