Schauspielhaus

Sick of Sickfried! Das letzte Lied der Nibelungen

Rap-Theater von Jaques Tabaques und Jaxxon Mehrzweck mit Musik von Jakob Hoff Premiere: Fr, 04. Februar 2022
Uraufführung

Das Nibelungenlied ist Heldenepik vom Allerfeinsten: der strahlende, tapfere Recke und Drachentöter Siegfried gewinnt die schöne, bisher alle Freier ablehnende Kriemhild. Kurz nach der Hochzeit wird er von ihren Brüdern und dem intriganten Hagen umgebracht. Darauf folgt ein sich über Jahrzehnte hinstreckender Racheplan von Kriemhild. Niemand, nicht einmal sie selbst, überlebt.

»Sick of Sickfried! Das letzte Lied der Nibelungen«, das mit Spannung erwartete Nachfolgeprojekt der Rap-Oper »Der Fluch der Tantaliden«, hinterfragt diese Motive und erzählt die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Held*innen. So ist laut Kriemhild ihre Verbindung mit Siegfried nur eine Scheinehe. Der leuchtende Held hat in der Hochzeitsnacht lieber zusammen mit König Gunther dessen zukünftige Frau Brunhild vergewaltigt. Für Siegfried ein reiner Freundschaftsdienst, für den er sich jetzt rechtfertigen soll? Die Stimmungen und Beats von Musiker Jakob Hoff erwecken das mittelalterliche Heldenepos zu einem modernen theatralen Live-Konzert.

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»Knalliges Rap-Theater.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 07.02.2022)

 

»Heldendämmerung par excellence.« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»Extravaganza mythischen Ausmaßes!« (Mannheimer Morgen, 07.02.2022)

 

»Dieses Theater lebt.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)

 

»Das Nationaltheater Mannheim bringt mit „Sick of Sickfried!“ das Nibelungenlied als wilden Mix aus Konzert, Talkshow und literarischer Dekonstruktion auf die Bühne. Dahinter stecken die Macher vom „Fluch der Tantaliden“, das Ergebnis ist der Hammer!« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»„Sick of Sickfried“ ist ein besonderer, kluger, vor allem sinnlicher Theaterabend. Das Publikum lebt im Moment, genießt Figuren, Reime, Bilder, originelle musikalische Motive und kann dabei Haltung einatmen.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)

 

»Ein vom ganzen Ensemble fulminant gerapptes und gesungenes, über 100-minütiges Musik-Theaterstück, das das zugrunde gelegte Nibelungenlied (erster Teil) ebenso sehr erzählt, wie es seine Demontage betreibt.« (Mannheimer Morgen, 07.02.2022)

 

»Bemerkenswerte Aufführung, die einerseits quietschbuntes Happening ist, andererseits originelle Reflexion über Formen, Mittel, Ästhetik und Haltung des Theaters in unserer Zeit.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)

 

»Eine Kritik des Heldentums, die mit sämtlichen Diskurswassern gewaschen und dabei herrlich ironisch und unterhaltsam ist.« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»Erstklassig geschmiedete Beats.« (Mannheimer Morgen, 07.02.2022)

 

»Jaques Tabaques und Jaxxon Mehrzweck, die dem Mannheimer Nationaltheater bereits mit „Der Fluch der Tantaliden“ einen Publikumsrenner bescherten, […] machen aus der deutschen Heldensaga ebenso witziges wie faszinierend intelligentes Rap-Theater.« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»Dabei ist es das Stück, bei aller Hip-Hop-Dominanz, stilistisch durchaus Zwischenton-reich aufgestellt und auch visuell schillernd in Szene gesetzt – mit Kathrin Krumbeins zwischen Neo-Rokoko, Froschkönig-Punk und Gothic-Papageno changierenden Kostümen und der von Julian Marbach eingerichteten Schauspielhausbühne, auf der fünf Plexiglasrampen kühn aufeinander zulaufen. Darüber thront ein riesenhafter Projektionskreis, auf dem Thorsten Hallscheidts und Micki Fröhlichs elaborierte Videoarbeiten und Filmsequenzen zu sehen sind.« (Mannheimer Morgen, 07.02.2022)

 

»Der Text strotzt nur so vor Anspielungen und kulturhistorischen Verweisen. Er jongliert kunstvoll mit Stil- und Spielebenen, mäandert zwischen dramatischer Bühnenillusion, soziologischer Analyse, literaturwissenschaftlichem Kommentar, musikalischer Interpretation und grotesker Parodie. Am Ende werden sogar „alternative Fakten“ zu Siegfrieds Tod durchgespielt.« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»Kathrin Krumbein hat echte Hingucker-Kostüme geschaffen, knallbunt, mit köstlichen Accessoires – ein sinnliches Vergnügen und ein tolles optisches Fundament für die Figuren.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)

 

»Julian Marbachs Bühne schafft mit ihren vier Rampen Popkonzert-Atmosphäre. Auf den schrägen Laufstegen laufen die vier Sänger-Darsteller in teils köstlich bizarren Kostümen (Kathrin Krumbein) zu Höchstform auf.« (Die Rheinpfalz, 07.02.2022)

 

»Was gekünstelt wirken könnte, bringen die Schauspieler gekonnt auf die Bühne. Ihr Spektrum reicht von Spoken-Word-Poetry über animalisches Dancehall-Gebrabbel bis hin zu Doubletime-Rap. Bevor sie Über-Gangsta Sickfried kennenlernt, darf Creamhild ihre Freier sogar mit Joan-Jett-artigem Punkrock zerfetzen.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 07.02.2022)

 

»Man mag sie auf Anhieb, diese Figuren. „Creamhild“ die sich in der Männerwelt ihrer Brüder zum Objekt gemacht sieht, ist bei Tala Al-Deen eine einzige Bühnenexplosion von sich bahnbrechender Lebenslust. Im Gegensatz dazu ist Annemarie Brüntjen eine gelassene, geradezu coole Brünhild, hier „LeBrun Hild“, es braucht schließlich Rapper-Namen. Auch König „Kunta“ bleibt davon nicht verschont. Arash Nayebbandi spielt ihn und Hagen, der seinen Namen behalten darf. Eddie Irle schließlich ist „Sickfreakd“, der Held.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)

 

»In einem großartig schizophrenen „inneren Dialog“ mit Kunta, berstend vor Energie und mit Witz gespielt von Arash Nayebbandi, behauptet er [Hagen] seine emotionale Nicht-Verstrickung und Emanzipation. Und der dreifach tote Held beklagt seine Gefangenheit in der Drachenhaut, seine geradezu zwanghafte Unsensibilität – und stirbt noch einmal, obwohl er nach wie vor sicher ist, dass es Helden braucht. Eddie Irle macht all das ohne jede Sentimentalität.« (Die Deutsche Bühne, 04.02.2022)