Schauspielhaus

Das Floß der Medusa

nach dem gleichnamigen Roman von Franzobel Premiere: Fr, 03. Dezember 2021
Ein gemeinsamer Abend von Schauspiel und Tanz

»Schließlich gaben wir einem Bedürfnis nach, das stärker war als jegliche Menschlichkeit« – so berichtet es der Chirurg Henri Savigny, Überlebender der französischen Fregatte »Méduse«, die im Jahr 1816 vor der westafrikanischen Küste Schiffbruch erlitt. Das Unglück, das bereits zur damaligen Zeit großes Aufsehen erregte und von dem Maler Théodore Géricault in seinem weltberühmten Gemälde »Das Floß der Medusa« verarbeitet wurde, hat noch immer nichts von seinem Schrecken und seiner Faszination verloren. 2017 widmet sich der österreichische Schriftsteller Franzobel in seinem gleichnamigen Roman jenen 147 Menschen, von denen nach zwei Wochen auf hoher See lediglich 15 überleben – zu einem furchtbaren Preis. Hausregisseur Christian Weise und der Choreograf Alan Barnes erzählen die historische Irrfahrt neu und widmen sich in dieser Zusammenarbeit von Schauspiel und Tanz der Frage, wie brüchig das Gebilde der Zivilisation unter Extrembedingungen sein kann.