Schauspielhaus

Das Floß der Medusa

nach dem gleichnamigen Roman von Franzobel Premiere: Fr, 03. Dezember 2021

 

Sowie mit den Mitgliedern des Bewegungschores:

Elizaveta Borsuk

Laura Bratek

Urte Daugirdaite

Haristi Gaitantzi

Aynur Memioglu

Karolina Münch

Alexa Sperle

Maja Thomalla

»Schließlich gaben wir einem Bedürfnis nach, das stärker war als jegliche Menschlichkeit« – so berichtet es der Chirurg Henri Savigny, Überlebender der französischen Fregatte »Méduse«, die im Jahr 1816 vor der westafrikanischen Küste Schiffbruch erlitt. Das Unglück, das bereits zur damaligen Zeit großes Aufsehen erregte und von dem Maler Théodore Géricault in seinem weltberühmten Gemälde »Das Floß der Medusa« verarbeitet wurde, hat noch immer nichts von seinem Schrecken und seiner Faszination verloren. 2017 widmet sich der österreichische Schriftsteller Franzobel in seinem gleichnamigen Roman jenen 147 Menschen, von denen nach zwei Wochen auf hoher See lediglich 15 überleben – zu einem furchtbaren Preis. Hausregisseur Christian Weise erzählt die historische Irrfahrt neu und widmet sich der Frage, wie brüchig das Gebilde der Zivilisation unter Extrembedingungen sein kann.

 

Dauer: 1 Stunde und 50 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

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»Stylische Show.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 07.12.2021)

 

»Vollends an den schnellen Puls unserer aufgewühlten Zeit führt diese packende Mannheimer Inszenierung.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 07.12.2021)

 

»Die Botschaft ist klar: Die Schicht der Zivilisation ist dünn und sie bricht schon vor der Havarie. Regisseur Weise setzt das klug um mit seinen Darstellern.« (Nachtkritik, 04.12.2021)

 

»Regisseur Weise nutzt die Möglichkeiten des Mannheimer Bewegungschors nicht nur gesanglich. Er schafft mit ihm die Atmosphäre eines passiv-aggressiven Kreuzfahrttrips mit historischen Anleihen.« (Nachtkritik, 04.12.2021)

 

»Eine große Stärke des Abends liegt darin, dass in den Wogen dieser Katastrophe geradezu alles verfließt – und damit viele Assoziationen ineinander gespült werden. Man denkt an den legendären Untergang der Titanic 1912 oder an den Kapitän der 2012 verunglückten Costa Concordia; aber auch an die vielen Flüchtlinge, die bis in die Gegenwart auf dem Mittelmeer einen schlimmen Wassertod gestorben sind.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 07.12.2021)

 

»Jana Findeklee und Joki Tewes [haben] für Ausstattungserotiker Christian Weise kräftig in die Werkstatt-, und Klamottenkiste gelangt – und ein wahrlich beeindruckendes wie überbordendes Bühnenbild geschaffen.« (Mannheimer Morgen, 06.12.2021)

 

»Vom Schauspielensemble haben es Annemarie Brüntjen, Almut Henkel, Vassilissa Reznikoff und Christoph Bornmüller übernommen, sich die vielen Figuren mit offenen Kostümwechseln zu teilen. Als Alleinunterhalter an der Hammondorgel und Vergnügungsoffizier ist mit Jens Dohle ein weiterer Mann an Bord des Traumschiffs, ansonsten besteht die Crew noch aus acht Damen des Bewegungschores, die von Showtanz bis Neoklassik selbst im Haifischkostüm noch gekonnt ganze Arbeit leisten.« (Mannheimer Morgen, 06.12.2021)