Schauspielhaus

Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe

von Heinrich von Kleist Premiere: 2021
Ein großes historisches Ritterschauspiel

Raubritter und Kaiserstöchter, Engel, brennende Burgen und eine verhinderte Hochzeit: »Das Käthchen von Heilbronn« ist Heinrich von Kleists wohl kuriosestes Stück, in dem die Grenzen von Traum und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen. Ein Traum ist Auslöser dafür, dass Käthchen dem Grafen Wetter vom Strahl auf Schritt und Tritt folgt, während dieser eine Ehe mit der geheimnisvollen Kunigunde von Turneck plant. Der Halbschlaf ist es, der auf utopische Weise alle gesellschaftlichen Unterschiede außer Kraft setzt und Käthchen dem Geliebten näherbringt. Als sie schließlich mit himmlischer Unterstützung die namensgebende Feuerprobe besteht, scheint alles möglich. Ein Traum ist es auch, der in Christian Weises Interpretation von Kleists Schwesternstück zur kriegerischen »Penthesilea«, die wie das »+ und das -« zusammengehören, den Abend in Gang setzt: Eine junge Frau erzählt die phantastische Geschichte - und wird nicht zur Prinzessin, sondern zum Ritter.

 

 

Möchten Sie diese Produktion mit einer Schulklasse oder Gruppe besuchen und wünschen sich ein Vermittlungsangebot, dann kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).  

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»Christian Weise, der Hausregisseur des Nationaltheaters Mannheim, hat sich einen guten Ruf als Demonteur von Klassikern der Literaturgeschichte erarbeitet. Nun hat er ihn gefestigt: mit einer Gaga-Variante von Heinrich von Kleists Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“.« (Die Rheinpfalz, 05.07.2021)

 

»Wenn man eine Liste aufstellen würde mit Möglichkeiten, die ein Regisseur hat, um einen literarischen Klassiker in die Moderne zu katapultieren, muss man sagen: Christian Weise hat sie alle genutzt.« (Die Rheinpfalz, 05.07.2021)

 

»Jana Findeklee, Joki Tewes und Mannheims Kostüm- und Bühnentechnik zeigen, was sie können. Das ist beeindruckend.« (Mannheimer Morgen, 05.07.2021)

 

»Christian Weise und seine Schauspielerinnen und Schauspieler feiern den Klamauk.« (Die Rheinpfalz, 05.07.2021)

 

»Die wunderbare Jessica Higgins als Graf vom Strahl sieht genauso aus wie der androgyne Sänger [David Bowie] in seinen „Ziggy Stardust“-Jahren. Er/Sie trägt einen weiß-goldenen Anzug und bis zu den Knien reichende weiße Lederstiefel mit Absatz und hat einen Hüftschwung wie eine Discoqueen.« (Die Rheinpfalz, 05.07.2021)

 

»Jessica Higgins spielt Käthchens Geliebten in einem spektakulären, eng anliegenden Ritter-Glamour-Show-Look, der an die Rocklegende Elvis Presley erinnert […]. Vassilissa Reznikoff in der Titelrolle zeichnet eine recht verhuschte Liebende, die trotz ihrer Träume zu wissen scheint, was sie wirklich will. Die Bösewichtin des Stücks, die Giftmischerin Kunigunde von Thurneck, stellt Christoph Bornmüller hingegen sehr schräg als macht- und besitzgeiles Monster dar. László Branko Breiding verkörpert Strahls urigen Knecht Gottschalk, und Robin Krakowski galoppiert per pedes als besonders breitschultriger Rheingraf vom Stein in einer Art Motorradmontur durch die Szenerie.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 05.07.2021)

 

»Das gesamte Testosteron des Abends versprüht Robin Krakowski als Rheingraf vom Stein – und als Hengstgorilla. Er tut es martialisch und erfolgreich. Romantisch-mystische Momente kennt der Abend durchaus, etwa in den anfänglichen Paarbegegnungen zwischen Graf und Käthchen, denen ein Zauber innewohnt, ist doch das somnambule Titelfigürchen bei Vassilissa Reznikoff in guten Schauspielerinnenhänden. Ihre träumerische Naivität belässt dem Käthchen jene Wesensreinheit, die sie im Kleistschen Damenkränzchen so einzigartig und irritierend anders macht.« (Mannheimer Morgen, 05.07.2021)

 

»Für Käthchen wie für ihren Grafen kehrt final zwar eine Ruhe nach dem Sturm ein, aber sie ist trügerisch. Denn die nächsten Schicksalsböen warten schon. Das Muster, dass nach dem Sturm oft vor dem Sturm ist, erinnert auch an die Corona-Pandemie, in der nach der Welle vor der Welle zu sein scheint. Wahrscheinlich sind Erfolge oder Glück dieser Erde immer vorläufig und vorübergehend. Dessen ungeachtet wurde der Abend genutzt, um das volle Theatererlebnis zu bieten und zu genießen.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 05.07.2021)