Schauspielhaus

Lehrer*innen

von Björn Bicker Premiere: So, 11. Oktober 2020
In deutscher Sprache; ausgewählte Vorstellungen mit türkischen Übertiteln

Zwischen Klassenarbeit, Pausenbrot, Hausaufgaben und Freistunden sollen die Weichen für unsere Leben gestellt werden. Wenn es in der Schule nicht läuft, läuft später nichts mehr, heißt es. Von unseren Lehrer*innen verlangen wir, dass sie uns die richtige Bildung, die richtige Sprache, die richtige Einstellung vermitteln – nur was dieses »richtig« ist, darüber sind wir uneins. Der »Chor der glücklichen Lehrer*innen« fordert deshalb: Eine neue Sprache muss her, ein funkelnagelneues Alphabet, damit sie »sagen können, was sein soll. Wo es hingehen könnte«. Die junge Lehrerin Fatma stellt nach einer Gewalttat auf dem Schulhof ihren Beruf in Frage. Autor Björn Bicker hat für die Recherche zu »Lehrer*innen« Klassenzimmer und Schulhöfe aufgesucht und zahlreiche Gespräche mit den Menschen geführt, denen wir unsere Kinder und damit unsere Zukunft anvertrauen – und von denen wir viel erwarten, ohne sie wirklich zu Wort kommen zu lassen. Regisseurin Leonie Thies, die in der Spielzeit 2019/20 »Warum läuft Herr R. Amok?« nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder inszenierte, zeigt das sprachgewaltige Ergebnis dieser Befragung im Schauspielhaus.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Wir danken dem deutschen Hersteller und Entwickler innovativer Funsport-Gadgets bubble sports Vertriebsgesellschaft UG für die freundliche Unterstützung von »Lehrer*innen«.

 

 

Der Stücktext von Björn Bicker wurde im Rahmen von Neustart Kultur durch den Deutschen Literaturfonds im Programmbereich 200 neue Stücke für ein großes Publikum gefördert. Abrufbar ist der Stücktext hier (PDF).

 

 

Zu dieser Produktion bieten wir einen Workshop explizit für Lehrer*innen an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).

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»Regisseurin Leonie Thies und ihre Ausstatterin Marina Schutte haben das Geschehen in ein Schwimmbecken verlegt. Die Darstellerinnen und Darsteller tragen Badekleidung und Badekappen, einen Großteil des Abends bewegen sie sich in mit Luft aufgepumpten Plastikbällen. Allen steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Halse, und verzweifelt versuchen sie, sich über Wasser zu halten und nicht unterzugehen. Die rein körperliche Leistung der Schauspieler in dieser Bühnenumgebung ist enorm.« (Die Rheinpfalz, 13.10.2020)

 

»Die künstlerische Verarbeitung von Bickers Recherchen im Schulmilieu hat am NTM Leonie Thies zu verantworten. Corona-bedingt reduziert die Regisseurin den als Laienchor angelegten „Chor der glücklichen Lehrer*innen“ auf vier Profis, die so das Mindestabstandsgebot problemlos einhalten können. In 90 Minuten berichten sie, allesamt spielfreudig, von drei typischen Schulstunden im deutschen „Lehrer*innenalltag“.« (Mannheimer Morgen, 13.10.2020)

 

»Die Kulisse von Marina Schutte und, mehr noch, das Licht von Robby Schumann faszinieren.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 15.10.2020)

 

»Großartig dabei die Idee, die drei Unterrichtsstunden ins Schwimmbad zu verlegen. Das von Marina Schutte gestaltete Schwimmbecken gibt Raum für vielerlei groteske Schwimmübungen.« (Mannheimer Morgen, 13.10.2020)

 

»Tala Al-Deen spielt diese Fatma mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Sie, die nur Türkisch zu Hause gesprochen hat, unterrichtet nun deutsche Kinder in Deutsch. Doch der Alltag in der Schule lastet zentnerschwer auf ihr wie auch auf den anderen Lehrern, gespielt von Sophie Arbeiter, Boris Koneczny und Nikolas Fethi Türksever.« (Die Rheinpfalz, 13.10.2020)

 

»„Ich überlege ernsthaft, warum wir dieses System weiter füttern sollten“, sagt sie, und der Chor, den die überzeugende Hauptdarstellerin, die Heidelbergerin Tala Al-Deen, mit ihren Kollegen Boris Koneczny und Nicolas Fethi Türksever sowie Kollegin Sophie Arbeiter formt, stimmt mit ein: „Wir müssen alles neu erfinden.“« (Rhein-Neckar-Zeitung, 15.10.2020)

 

»Tala Al-Deen als Gut-Lehrerin Fatma, Sophie Arbeiter, Nicolas Fethi Türksever und Boris Koneczny, wechselweise als Polizisten, Lehrpersonal und Schulleitung, spielen fast durchgängig in nicht immer sehr stabilen, durchsichtigen Plastikluftballons. Die Bälle in Lebensgröße – ein weiterer, zugleich sehr gelungener wie auch zweckgebundener Einfall, den Corona-Bestimmungen gerecht zu werden – erlauben den Akteuren sogar Berührungen durch die Plastikhaut.« (Mannheimer Morgen, 13.10.2020)