Schauspielhaus

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Premiere: Sa, 26. September 2020
nach der Erzählung von Thomas Mann

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Als Verwandlungskünstler macht Felix Krull die Lüge und den Betrug zum Lebensprinzip. Er verlässt sein bankrottes Elternhaus und drückt sich vor dem Militärdienst, um in Paris in die Welt der Grandhotels und Luxussuiten einzutauchen. Er verführt Frauen und tauscht mit dem Marquis de Venosta die Identitäten. Durch Schmeichelei und Betrug schafft es Krull, sich vom vermeintlichen Makel seiner Herkunft zu befreien und in eine höhere soziale Schicht aufzusteigen. Und die Welt scheint nur darauf gewartet zu haben, von einem grandiosen Spieler wie ihm betrogen zu werden. Was bedeuten uns heute Identität und Authentizität? Wie geht Echtheit in einem System, das den Erfolg des Einzelnen von Äußerlichkeiten abhängig macht? Sind wir alle Spieler und bauen unsere Ich-Kunstwerke nach den Regeln des Marktes aus? Und wie verführerisch ist die Lüge? Nach ihrer Theaterversion des Filmklassikers »Der Würgeengel« in der Spielzeit 2018/19 bringt Anna-Elisabeth Frick ihre zweite Arbeit am Nationaltheater Mannheim heraus. Ihre Inszenierungen bewegen sich zwischen Sprechtheater, Performance, Tanz und Musik.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

 

Möchten Sie diese Produktion mit einer Schulklasse oder Gruppe besuchen und wünschen sich ein Vermittlungsangebot, dann kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).  

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»So bunt und fröhlich wurde man selten betrogen.« (Mannheimer Morgen, 27.09.2020)

 

»In üppiger Bühnenausstattung ist der Abend eine Revue zwischen Schauspiel, Musik und Performance geworden, die 90 Minuten lang gut unterhält.« (Mannheimer Morgen, 27.09.2020)

 

»Matthias Breitenbach, Annemarie Brüntjen und Eddie Irle formen den Werdegang des schönen Betrügers vom diebischen Liftboy bis zum noblen Weltreisenden mit Verve.« (Mannheimer Morgen, 27.09.2020)

 

»„Ich bin eine Attraktion“, greint Annemarie Brüntjen eindrucksvoll als Akrobatin im Glitzerkostüm am Trapez – und immer mit korrekten 1,5 Metern Abstand zu den Kollegen.« (Mannheimer Morgen, 28.09.2020)

 

»In der Manege kosmopolitischer Fünf-Sterne-Eleganz bricht das Tier aus, etwa in Matthias Breitenbachs grandiosem Auftritt als mit Lustgewinn bestiegene wie bestohlene Klosettschüsselfabrikantengattin.« (Mannheimer Morgen, 28.09.2020)

 

»Thomas Manns unvollendete  Erzählung hatte Regisseurin Anna-Elisabeth Frick einem Schauspiel-Trio als Sprechtext auf den Leib geschnitten. Aus Literatur wurde so im Format eines Dreifach-Monologs eine teils schrille, teils aber auch bewegender Theaterabend.« (Mannheimer Morgen, 27.09.2020)

 

»Felix Krull […] macht sich komplett nackig vor dem Publikum, lässt die Hosen runter, erzählt alles. Wie schon bei Thomas Mann, der sein von 1910 bis 1913 verfasstes Werk, um dessen Fortsetzung er sich jahrzehntelang bemühte, im Ich-Erzähler-Tonfall verfasst hat. Insofern ist Anna-Elisabeth Fricks Inszenierung eine konsequente Interpretation der Mannschen Geschichte.« (Die Rheinpfalz, 28.09.2020)

 

»Mariam Haas und Martha-Marie Pinsker [Bühne und Kostüme] wilderten – vor Caesar Boetius van Everdingens erotisch-ambitioniertem Ölschinken „Bacchus und Ariadne“ – geschmackssicher im Requisiten-Reste-Trash des Fin de siècle zwischen pudrigen Grandhotels, Vaudeville-Bühnen und Zirkusmanegen. Entstanden ist im Verbund mit einer konzise gestrichenen Textfassung eine Revue aus Musik, Schauspiel, Tanz und Performance, die unterhält und einige Höhepunkte bereit hält.« (Mannheimer Morgen, 28.09.2020)

 

»Dieser Abend meint in lauten und prächtigen Bildern uns alle: Selbstgefälligkeit und Narzissmus, die Sehnsucht und auch Gier nach Bewunderung.« (Mannheimer Morgen, 28.09.2020)