Studio Werkhaus

Sex – Die halbe Wahrheit

Männerabend für alle Menschen, insbesondere Männer; aber nicht nur Premiere: April 2022
von Daniel Cremer | Uraufführung

Antike Helden, Weltbezwinger, Kapitäne, Kolonisatoren. Das waren einst die »wahren Männer«, die Beherrscher der Welt. Nach über 2500 Jahren patriarchaler Weltordnung und rund 100 Jahren Feminismus ist das Patriarchat zwar noch nicht abgeschafft, aber die Gleichberechtigung ist in aller Munde. #metoo, Gendersternchen, Gehaltsangleichung, Kinderbetreuung – wie Frauen und Männer in Zukunft zusammenleben sollen und wollen, ist ein umkämpftes Feld. Transsexualität und Queerer Aktivismus stellen zudem die Frage, wer oder was eigentlich eine Frau ist – oder ein Mann oder  vielmehr: wie man zu beidem wird. Und vor allem die Männer, seien sie alt, weiß, heterosexuell oder nicht, suchen nach einer neuen Rolle in einer Welt, in der die alten Helden nur noch im Kino so richtig gewollt sind. Wie lebt, fühlt und liebt der Mann in einer post-patriarchalen Welt? Was hat es mit dem Begriff der »toxischen Männlichkeit« eigentlich auf sich? Was können Männer tun, für sich selbst, um eine neue Männlichkeit zu erfinden, die Leben unterstützt, statt es zu zerstören? U. a. inspiriert von dem Sachbuch-Bestseller »Sex – Die wahre Geschichte« von Christopher Ryan und Cacilda Jethá, aber auch von antiken Mythen, aktuellen Online-Debatten, Männerseminaren und vielem mehr entwickelt der Autor, Performer und Regisseur Daniel Cremer einen »Männerabend« der neuen Art.