Studio Werkhaus

Liebe / Eine argumentative Übung

Sivan Ben Yishai Premiere: Do, 26. September 2019
aus dem Englischen von Maren Kames
Uraufführung

Popeye liebt Spinat, Tätowierungen und Olivia Öl. Das neue Stück der diesjährigen Hausautorin Sivan Ben Yishai macht den Comic-Mythos zur Kulisse eines Beziehungsdramas – und die weibliche Nebenrolle zur Hauptfigur: Aus ihrer Perspektive erzählt sie die intime Geschichte eines Liebespaares, dessen feministisch aufgeklärtes Weltbild viele blinde Flecken hat. Auf virtuose und höchst komische Weise macht Sivan Ben Yishai das Private zum Politischen. Die beiden Comicfiguren werden zur Reflexionsfläche für Jedermann und Jedefrau.

 

#hausautorin2019/20 #theateristbegegnung #identitätssuche #neuedramatik

 

Dauer: 1 Stunde und 50 Minuten; keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Ermöglicht wird der Aufenthalt der Hausautorin durch die freundliche Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V.

 

Die Veranstaltung ist rollstuhlgerecht.

Early Boarding (Früher Einlass)

 

 

Möchten Sie diese Produktion mit einer Schulklasse oder Gruppe besuchen und wünschen sich ein Vermittlungsangebot, dann kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).  

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»Alles in allem eine überaus gelungene Uraufführung des von Maren Kames aus dem Englischen übersetzten Stücks. Keineswegs eine blutleere »argumentative Übung«, wie der Untertitel verheißt. Vielmehr ein echter Wort- und Sinnenrausch. Eine innovative, kunstvolle und rasante Sprache, die Tabus offensiv angeht. Super Schauspieler. Facettenreichtum der Perspektiven. Tolles Timing. Pointen in Serie. - Begeisterter Applaus.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 28.09.2019)

 

»Die neue Hausautorin des Nationaltheater Sivan Ben Yishai hat sich mit ihrem ersten Stück für Mannheim als streitbare und humorvolle Feministin eingeführt.« (SWR2, 27.09.2019)

 

»Ben Yishais durchaus auch komisches Diskurstheater macht sich die Sache nicht leicht, geht nicht bloß auf die in selbstgefälliger Bequemlichkeit verharrenden Männer los, sondern attackiert auch die Frauen, die sich allzu leicht in die Rolle der harmoniebedachten Partnerin fügen, nur weil sie Angst davor haben, ungeliebt, verlassen und einsam zu sein. […] Regisseur und Bühnenbildner Jakob Weiss macht erst gar nicht den Versuch, diese »argumentative Übung« durch viel Action aufzulockern. Nur eine Art Tunnel aus rosarot glimmenden Leuchtstoffherzen hat er geschaffen, eine Harmoniehölle, in der die fünf Olivias mit ihren zwischen widerständiger Wut und milder Selbstaufgabe changierenden Gefühlslagen ringen. (Die Rheinpfalz, 28.09.2019)

 

»Hier handelt es sich um ein Sprachexerzitium. Die Schauspieler sind großartig: Sie machen das vom Flüstern bis zum aggressiven Acting toll […].« (Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2019)

 

»[…] so endet »Liebe«, das eher eine auf fünf exzellente Spieler verteilte Leseperformance als ein Theaterstück ist, textlich mit einer gut halbstündigen wilden Jagd der erwachsenen Tigerin nach männlichen Zungen, einer sexuell ausschweifenden, schambefreiten, fiebrigen Phantasmagorie sehr konkreten erotischen Verlangens […].Mann, hat die Frau Probleme, denkt man – und die Autorin fängt diese Zuschauer-Bedenken in klugen Schachzügen ab und verhandelt sie auf Jakob Weiss‘ genial-herziger Bühne.« (Mannheimer Morgen, 28.09.2019)