Studio Werkhaus

X (DSE)

Alistair McDowall Premiere: Mai 2018
Deutschsprachige Erstaufführung

Irgendwann in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Besatzung einer Raumstation befindet sich für eine Forschungsmission auf Pluto, am äußersten Rand unseres Sonnensystems, als plötzlich der Kontakt zur Erde abbricht. Da die Lebenserhaltungssysteme an Bord auf Jahrzehnte angelegt sind, bleibt der Crew nur eines: Warten. Dann spielt auf einmal die Uhr verrückt, und keiner weiß mehr, wie lange sie eigentlich schon warten: Wochen, Monate oder gar Jahre? Konfrontiert mit der Ewigkeit, beginnen sich Realität und Rationalität nach und nach aufzulösen, Angst macht sich breit. Woher kommt die Kinderstimme? Wer hat das blutrote X an die Wand gemalt? Wer bin ich angesichts des großen Nichts? Das existenzielle Vakuum an Bord entwickelt sich zu einem kafkaesken Science Fiction-Albtraum. Über die Uraufführung 2016 in London schrieb die britische Financial Times: »Gewohnte Bezugspunkte werden außer Kraft gesetzt. Der Verlust des Zeitgefühls führt zum Kollaps kohärenter Erzählmuster, der Persönlichkeit und schließlich sogar der Sprache. Lässt man sich darauf ein, kann man sich der beklemmenden Wirkung von X kaum entziehen.«


Alistair McDowall, 1987 in Nordengland geboren, gilt als eine der bedeutendsten und spannendsten britischen Stimmen seiner Generation. Am Nationaltheater waren bereits die deutschsprachigen Erstaufführungen seiner Stücke Brilliant Adventures und Pomona zu sehen. Zino Wey inszenierte u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Zürich, der Kaserne Basel und dem Ballhaus Ost in Berlin. Am Nationaltheater brachte er in der Spielzeit 2014/2015 Noah Haidles Götterspeise zur Uraufführung.