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Nichts.Was im Leben wichtig ist

Janne Teller Premiere: Fr, 05. April 2013
Junge Bürgerbühne Mannheim

ab 14 Jahren

"NICHTS. Was im Leben wichtig ist" ist für die Mannheimer Bürgerbühne zum 1. Bürgerbühnenfestival (17. bis 21. Mai 2014) am Staatsschauspiel Dresden eingeladen!'

Vorstellung am 20. Mai 2014

Das Festivalprogramm zum Download.

 

Die erste Inszenierung der Jungen Bürgerbühne Mannheim mit Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren basiert auf dem heiß diskutierten Bestsellerroman NICHTS. Was im Leben wichtig ist der dänischen Autorin Janne Teller.

Acht Jugendliche spielen und erzählen den dramatischen Kampf ihrer Schulklasse um den Sinn des Lebens. In der temporeichen Inszenierung von Kristo Šagor stapeln die Jugendlichen ihren Berg aus Bedeutung, um den nihilistischen Aussteiger Pierre Anthon vom Gegenteil zu überzeugen. Ist Lebenssinn steigerbar?

 

Das NICHTS-Ensemble:

Denis Bode, Schauspiel
Aylin Hardtke, Schauspiel
Janine Kleiber, Schauspiel
Carolin Mackert, Schauspiel
Steffen Recks, Schauspiel
Katharina Rösch, Schauspiel
Tim Weckenbrock, Schauspiel
Mirijam Zuck, Schauspiel

 

Zum Stück:

Nichts bedeutet irgendetwas.
Das weiß ich schon lange.
Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.
Das habe ich gerade herausgefunden.

Mit diesen Worten verlässt Pierre Anthon den Unterricht und zieht in der Baumkrone eines Pflaumenbaums vor der Schule ein. Seine Mitschüler beschließen, ihrem nihilistischen Klassenkameraden das Gegenteil zu beweisen: In einem alten Sägewerk sammeln sie alles, was Bedeutung hat. Was harmlos beginnt, droht bald zu eskalieren, denn je größer das Opfer für den Spender, desto größer seine Bedeutung.

Janne Teller, geboren 1964 in Kopenhagen, hat mit ihrem ersten Jugendbuch heftige Diskussionen entfacht. Nachdem es zunächst an dänischen Schulen verboten war, wurde es 2001 mit dem Kinderbuchpreis des dänischen Kulturministeriums und 2008 in Frankreich mit dem Prix Libbylit als bester Jugendroman ausgezeichnet. 2011 war es für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert und beschäftigte auch die deutschen Feuilletons und Lehrerzimmer. Die jungen Leser reichen Nichts. Was im Leben wichtig ist nach der Lektüre einfach begeistert weiter.

"Fünf Monate lang haben Regisseur Kristo Šagor und sein von weiteren Profis unterstütztes Team jugendlicher Amateure daran gearbeitet, dass aus Nichts. Was im Leben wichtig ist [...] ein Etwas geworden ist, das formal fasziniert und inhaltlich unter die Haut geht. [...] Kein professioneller Schauspieler könnte das so glaubhaft darstellen wie die drei Jungen und fünf Mädchen, die nur wenig älter sind als die Schüler der 7. Klasse in einer langweiligen dänischen Kleinstadt. Das Sprechen und Tun der Gruppe wird zu einem Wir, das sich in chorischen Passagen zusätzlich verstärkt. Und es wird zu einem Jetzt, dem der Zuschauer atemlos beiwohnt.
[...] Die Spirale der Erpressung ist herausragend anschaulich gelungen. Die grauslichen Bilder entstehen nur im Kopf aus angedeuteten Gesten von brutaler Drastik und der in kindlich krasser und naiver Argumentation beschworene Solidarität."
Die Rheinpfalz, 8.April 2013

 

"[...] Temporeich und mit präzisem Gespür für den sogenannten pointierten Text, führt der geübte Theaterdichter Kristo Šagor sein junges [...] Ensemble zu Höchstform. [...] In der Sprache findet Šagor den passenden Rhythmus. [...] Den Begriff „Laientheater“ will [für ein durchweg stark agierendes Laien-Ensemble] hier gewiss niemand mehr über die Lippen kommen."
Mannheimer Morgen, 8. April 2013