Opernhaus

Jakob Lenz

Kammeroper von Wolfgang Rihm Premiere: Sa, 11. Dezember 2021
Text von Michael Fröhling | frei nach Georg Büchners Novelle »Lenz«

Jakob Lenz hört Stimmen. Sie treiben ihn hinaus in den Wald, sie quälen ihn mit Bildern aus der Vergangenheit, die ihre Schatten über die Gegenwart werfen. Ruhe findet Lenz im Haus des Pfarrers Oberlin, doch auch sie ist von kurzer Dauer. In den 1830er-Jahren stößt Georg Büchner auf die Geschichte des Dichters Lenz, der von Goethe zunächst hoch geschätzt, dann verstoßen, nach und nach dem Wahnsinn verfällt. Aus Büchners »Lenz«-Novelle macht Wolfgang Rihm schließlich eine Oper, die mit verstörender Wucht vom Schicksal des jungen Dichters berichtet. Ein Kampf zwischen Wahnsinn und Kontrolle, von Calixto Bieito in packende Bilder gesetzt.

 


Ein Hörfunkmitschnitt dieser Produktion wurde am 13. März 2022 auf SWR2 Oper gesendet. 

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»Ein künstlerischer Volltreffer.« (Die Rheinpfalz, 14.12.2021)

 

»Überwältigend inszeniert.« (Die Rheinpfalz, 14.12.2021)

 

»Calixto Bieito zeigt am Nationaltheater Mannheim einen magischen Abend.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Ein in Bildern und Deutung, in Intensität, Dichte und Konsequenz faszinierender Musiktheaterabend.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.12.2021)

 

»[Ein] Abend, den Bieito, als Skandalregisseur apostrophiert, alles andere als skandalisierend auf die Bühne bringt, sondern konzentriert intelligent.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Vielmehr eine tiefsinnige Persönlichkeitsstudie des dem Wahnsinn verfallenden Helden als eine Gewaltschau.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.12.2021)

 

»Wie immer zieht der katalanische Regisseur die Daumenschrauben an. Blut und Erde werden verschmiert, sich tot stellende Kinder von Kaufmann mit Klebeband an die weiße Wand fixiert.« (Neue Musikzeitung, 13.12.2021)

 

»[Eine] faszinierende Produktion, die erneut zeigt, in welch fabelhafter Verfassung Mannheims Oper ist.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Am Pult […] steht mit Franck Ollu ein ausgewiesener Experte für zeitgenössische Musik, was man den ganzen Abend über merkt. Mit präziser Zeichengebung macht er Strukturen hörbar und liefert die Klänge in akkurater Arbeit genau auf den Punkt.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.12.2021)

 

»Rihms Partitur zeugt von einem Höchstmaß an kompositorischer Virtuosität. Sie erfuhr eine in jeder Beziehung vorzügliche Wiedergabe unter der umsichtigen, sehr gezielten Stabführung des französischen Gastdirigenten Franck Ollu […].« (Die Rheinpfalz, 14.12.2021)

 

»Franck Ollu bringt das NTM-Kammerensemble zu plastischen Großtaten und schafft mit den Solisten einen vibrierenden Klangraum.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Eine Musik, die von Null auf Hundert durchstartet.« (Badische Zeitung, 13.12.2021)

 

»Joachim Goltz’ Lenz ist nicht weniger als sensationell.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Jede noch so überschwängliche Anerkennung verdient freilich in diesem Zusammenhang die sowohl sängerisch als schauspielerisch hinreißende, durch letzte bedingungslose Hingabe gekennzeichnete Glanzleistung des Titeldarstellers Joachim Goltz.« (Die Rheinpfalz, 14.12.2021)

 

»Joachim Goltz opfert sich in der Rolle des Titelhelden auf, singt kopfüber, wenn es sein muss, und überhaupt mit beeindruckender Stimmkontrolle und Ausdrucksvielfalt.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.12.2021)

 

»Patrick Zielkes Oberlin steht dem stimmlich in nichts nach. Immer wieder beeindruckend ist seine voluminöse, schwarze Tiefe. Auch Raphael Wittmer setzt als Kaufmann sämtliche tenoralen Farben frei. Die Stimmen von Josefin Feiler, Rebecca Blanz, Marie-Belle Sandis, Maria Polanska, Serhii Moskalchuk, Marcel Brunner sowie dem Kinderchor von Anke-Christine Kober leuchten.« (Mannheimer Morgen, 13.12.2021)

 

»Mit imponierender vokaler und szenischer Präsenz verkörperte Patrick Zielke den Oberlin; einwandfrei agierte Raphael Wittmer als Kaufmann, ebenso überzeugten die sechs Stimmen, die Lenz' Gedanken und Visionen beschworen.« (Die Rheinpfalz, 14.12.2021)

 

»Herzstück der Inszenierung ist die phänomenale Bühne von Anna-Sofia Kirsch, in der die Musik und das Bühnengeschehen ganz nah beieinander sind, was für Rihms Werk – eigentlich ist die Musik die Handlung – genau richtig ist.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.12.2021)