Opernhaus

Eugen Onegin

Lyrische Szenen in drei Akten (sieben Bildern) von Peter Tschaikowski Premiere: Juni 2021
Libretto von Peter Tschaikowski und Konstantin Schilowski nach dem gleichnamigen Versroman von Alexander Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt von Umständen, den ich selbst erfahren und gesehen habe, einem Konflikt, der mich wirklich berührt«, so der russische Komponist Peter Tschaikowski an seinen Kollegen Sergei Tanejew 1878. Ausgehend von Puschkins Versen nimmt Tschaikowski in seiner Oper individuelle Schicksale und intime Dramen in den Fokus, die unter der ständigen Beobachtung ihres argwöhnischen Umfelds stehen. Dabei fasst er stille Sehnsüchte und hoffnungslose Verzweiflung genauso in Töne wie schwungvolle und eingängige Chor- und Tanzszenen.

Im Rahmen dieser White-Wall-Oper wird die namensgebende weiße Wand erneut zur Projektionsfläche – diesmal für unerfüllte Träume und existenzielle Albträume einer Hand voll junger Menschen, die sich im Leben zurechtzufinden versuchen und an den Erwartungshaltungen einer erbarmungslosen Gesellschaft scheitern.