Opernhaus

Eugen Onegin

Lyrische Szenen in drei Akten (sieben Bildern) von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Premiere: Do, 10. Juni 2021
Libretto von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowsky nach dem gleichnamigen Versroman von Alexander Puschkin | Reduzierte Orchesterfassung von Pjotr Alexandrowitsch Klimow, entstanden im Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz, München
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln | White-Wall-Oper 5

Mit dem Opernchor und dem Nationaltheater-Orchester

»Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt von Umständen, den ich selbst erfahren und gesehen habe, einem Konflikt, der mich wirklich berührt«, so der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowsky an seinen Kollegen Sergei Tanejew 1878. Ausgehend von Puschkins Versen nimmt Tschaikowsky in seiner Oper individuelle Schicksale und intime Dramen in den Fokus, die unter der ständigen Beobachtung ihres argwöhnischen Umfelds stehen. Dabei fasst er stille Sehnsüchte und hoffnungslose Verzweiflung genauso in Töne wie schwungvolle und eingängige Chor- und Tanzszenen.

Im Rahmen dieser White-Wall-Oper wird die namensgebende weiße Wand erneut zur Projektionsfläche – diesmal für unerfüllte Träume und existenzielle Albträume einer Hand voll junger Menschen, die sich im Leben zurechtzufinden versuchen und an den Erwartungshaltungen einer erbarmungslosen Gesellschaft scheitern.

 

Programmheft Eugen Onegin

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»Die Bühne ist kahl. Ein langer Tisch. Fünf Stühle. Ein Stapel Bücher. Eine weiße Wand. Ansonsten: ein nackter Bühnenraum mit Seilzügen, Schaltern und allerlei anderer Technik. […] Thiel braucht auch nicht mehr, um aus Tschaikowskys Meisterwerk ein spannendes Psychodrama zu gestalten, das zwischen sensiblem Seelenröntgen in der projizierten Briefszene und dramatischer Zuspitzung changiert […].« (Mannheimer Morgen, 12.06.2021)

 

»[…] dieser schlichte „Onegin“ steigerte und steigerte sich mit der natürlichen Dramaturgie des Stücks. Es braucht für diese großartige Oper, die universelle Fragen aufwirft, eben nicht viel Beiwerk.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.06.2021)

 

»Dieser Tisch ist mehr als ein Tisch. Für Pjotr Tschaikowskis „Eugen Onegin“ hat die Regisseurin Rahel Thiel eine einfache, aber wirksame Idee mit an das Mannheimer Nationaltheater gebracht.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.06.2021)

 

»Die Regisseurin Rahel Thiel hat die Grundkonflikte ohne großen Schnickschnack herausgearbeitet.« (Die Rheinpfalz, 12.06.2021)

 

»Wie schön, sich vorbehaltlos in eine zum Scheitern verurteilte Emotion hineinwerfend, hat Viktorija Kaminskaite diesen zentralen – weil die Katastrophe mit auslösenden – Moment darstellerisch und singend bewältigt! Am großen Tisch, der auch Ort des Duells ist.« (Die Rheinpfalz, 12.06.2021)

 

»Ein fabelhaft gelungener Endspurt, in dem Nikola Diskic […] stimmlich zu ganz großer Form auflief […].« (Die Rheinpfalz, 12.06.2021)

 

»Viktoria Kaminskaite, Gast in der Produktion, singt diese Tatjana über weite Strecken mit kerniger Substanz und bestem Sitz in der Höhe. Gerade am Ende, wenn ihre sonst nicht allzu hohe Partie beim „Ja, ich liebe Sie“ auch mal zum hohen As steigt, wirkt die Stimme angenehm ausgewogen zwischen Kern und glitzernden Obertönen. Sie wächst über sich hinaus.« (Mannheimer Morgen, 12.06.2021)

 

»Das Ensemble führte der ungemein präsente, erst kühle, dann gebrochene Nikola Diskic in der Titelrolle an. An seiner Seite sang Viktorija Kaminskaite besonders im Finalduett, das als Gänsehaut-Höhepunkt niemanden kalt ließ, eine glänzende Tatjana. Daneben überzeugten der im Duell erlegene Juraj Hollý (Lenski) und Jelena Kordic (Olga). Auch Sung Has Kurzauftritt saß.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.06.2021)

 

»Julia Faylenbogens Larina, vor allem aber auch Jelena Kordics energetisch-sinnliche Olga unterstreichen das Niveau des Ensembles – wie auch Sung Ha, dessen wunderbare Fürst-Gremin-Arie „Die Liebe kennt kein Alter“ auch von faszinierenden Video-Sequenzen begleitet wird, bei denen die Gesichter der Protagonisten und Chorsänger in Metamorphosen ineinander übergehen. « (Mannheimer Morgen, 12.06.2021)

 

»Die im Video verschmelzenden Gesichter auf der White-Wall lieferten einen bildschönen Hintergrund.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.06.2021)

 

»Janis Liepinš führte das Nationaltheater-Orchester mit dynamischer Bewegung, die Kraft der vollen Mannschaft vermisste man für diese Musik „ohne Glanz und ohne Knalleffekt“, wie es der Komponist selbst beschrieb, nicht.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.06.2021)

 

»Dani Juris auf 24 Singende dezimierter Chor singt auf den Punkt.« (Mannheimer Morgen, 12.06.2021)

 

»Das Publikum ist begeistert. Das Erlebnis unterstreicht die These der Monate zuvor: Theater ist Theater ist Theater. Und Theater gehört auf die Bühne […].« (Mannheimer Morgen, 12.06.2021)