Opernhaus

Hippolyte et Aricie

Jean-Philippe Rameau
Libretto von Simon-Joseph Pellgrin nach Jean Racines »Phèdre«
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mit Chor, Statisterie und Bewegungschor

 

Filmproduktion: klangmalerei.tv

Frankreich auf dem Höhepunkt absolutistischer Prachtentfaltung: Der Hof ergeht sich in rauschenden Festen, spektakuläre Ballett- und Opernaufführungen sind an der Tagesordnung, als 1733 der bereits fünfzigjährige Jean-Philippe Rameau mit seiner ersten Oper an die Öffentlichkeit tritt. Als Vorlage für sein Erstlingswerk »Hippolyte et Aricie« hat er Racines berühmte »Phädra«-Tragödie gewählt. Expressive Dissonanzen und eine ins Extreme gesteigerte Ausdruckskraft prägen Rameaus musikalische Sprache. Den damaligen Zuhörern muss es in den Ohren geklungen haben, als sie miterlebten, wie Phädras zerstörerische Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyte eine ganze Familie in den Abgrund zu reißen droht. Doch im Frankreich des 18. Jahrhunderts gibt es eine Instanz, die den Untergang abwendet: Jupiter, der im rechten Moment eingreift und Hippolyte seiner »rechtmäßigen« Geliebten Aricie zuführt. Das Happy End bleibt jedoch zwiespältig.

Lorenzo Fioroni, der bereits mit Monteverdis »Poppea« sein Talent für spektakuläre Theaterbilder unter Beweis gestellt hat, spürt dem revolutionären Genie Rameaus nach und verhilft »Hippolyte et Aricie« gemeinsam mit dem Barockspezialisten Bernhard Forck zur (nachgeholten) Mannheimer Erstaufführung.

 

Programmheft Hippolyte et Aricie

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»Welch ein grandioses Ensemble!« (Concerti, 03.05.2021)

 

»Bravi tutti!« (Neue Musikzeitung, 02.05.2021)

 

 »Diese Inszenierung ist in vieler Hinsicht großartig!« (Rhein-Neckar-Zeitung, 04.05.2021)

 

»Regisseur Lorenzo Fioroni und Dirigent Bernhard Forck entzünden mit Rameaus Meisterwerk ein fantastisches Feuerwerk der Fantasie und bescheren dem digitalen Publikum eine selten gewordene Musiktheater-Erfüllung.« (Concerti, 03.05.2021)

 

»Gegen diesen Film stinkt jede noch so geile digitale Premierenfeier ab – und die Verführungsszene gehört zu den aufregendsten Minuten des gesamten Corona-Streaming-Jahres.« (Neue Musikzeitung, 02.05.2021)

 

»Man meint, diese Produktion könnte fast nur als Film existieren, und doch bleibt zu wünschen, dass man ihr einmal live teilhaben kann.« (Die Deutsche Bühne, 02.05.2021)

 

»Eine Welt in Rage zeigt uns Regisseur Lorenzo Fiorini […], die hier zwar auf 90 mal 51 Zentimeter Bildschirmgröße geschrumpft ist, aber doch riesig ist in dem, was sie sein will, aussagt, propagiert.« (Mannheimer Morgen, 03.05.2021)

 

»Die Gelbwesten der aktuellen Protestbewegungen treffen auf Gestalten des 18. Jahrhunderts in den Kulissen von Versailles. Es ist ein barockes Fest, ein Totalkunstwerk, an dem wir vor dem heimischen Computer teilhaben.« (Die Rheinpfalz, 03.05.2021)

 

»Regisseur Fioroni und sein Team um die einmal mehr in ihrer sprudelnden Kreativität preisverdächtige Kostümbildnerin Katharina Gault und Bühnenbildner Paul Zoller pendeln nicht nur dieses durchweg hoch politische Spannungsfeld lustvoll aus. Denn die spektakelnde Opulenz der Inszenierung ist niemals Selbstzweck oder bloß affirmatives Bebildern barocker Üppigkeit.« (Concerti, 03.05.2021)

 

»Paul Zoller und Loriana Casagrande haben mit wenigen Elementen eine Bühne geschaffen, in der alle nötigen Anspielungen vorhanden sind, die Fassade von Schloss Versailles als Projektion, der Billardtisch Ludwigs XIV., aber auch ein Schminktisch heutiger Theatergarderoben. Große Liebe als theatralische Improvisation.« (bachtrack, 04.05.2021)

 

»Bernhard Forck, der den Abend musikalisch leitet, kombiniert Gambe, Laute, Cembalo und (eine nachgebaute) Musette mit modernen Instrumenten und kitzelt eine Farbigkeit und Lebendigkeit aus den Musiker*innen des Nationaltheaterorchesters heraus, die sich jeglicher Erlahmung verweigert.« (Die Deutsche Bühne, 02.05.2021)

 

»Vielleicht erdreisten sich einige kritische Geister, die mutig griffigen Exaltationen für die erste Tragédie-lyrique Jean-Philippe Rameaus nicht zu wertschätzen, sondern als musikalischen Vandalismus zu brandmarken. Aber der am Pult diese Schwelfeuer und Flächenbrände ermöglichende Bernhard Forck und die von ihm angetriebenen Ensembles machen in diesem spätbarocken Ultra-Verismo alles goldrichtig.« (Neue Musikzeitung, 02.05.2021)

 

»Dirigent Bernhard Forck gelang eine wunderbar lebendige Realisierung der Partitur, die auch heute noch jede emotionale Regung nachvollziehbar macht.« (bachtrack, 04.05.2021)

 

»Die Barocktruppe des Nationaltheater-Orchesters – dirigiert von Bernhard Forck von der Akademie für Alte Musik Berlin – bringt als heimlicher Star der Aufführung Rameaus lebendige, überhaupt nicht manierierte oder aus der Zeit gefallene Musik federnd zum Schweben.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 04.05.2021)

 

»So, wie die Revolution an sich ein work in progress ist, ist es auch dieser Abend. Er beginnt offen mit experimentellem Prolog und dauert fast 17 Minuten, bis auch nur eine Note Jean-Philippe Rameau erklingt: seine französische Ouvertüre mit ihren federnden Punktierungen, den anrollenden oder um sich selbst kreisenden Schnörkeln in d-Moll anhebt, was dem mit Spezialisten verstärkten Orchester unter Bernhard Forck in beeindruckender Eleganz und Luftigkeit gelingt.« (Mannheimer Morgen, 03.05.2021)

 

»Sängerdarsteller von nachgerade exibizionistischer Freude am Rollenspiel machen möglich, dass Lorenzo Fioroni in seiner handwerklich grandiosen, perfekt ausgefeilten Personenregie kaum wahrnehmbare pandemiebedingte Einschränkungen hinnehmen muss.« (Concerti, 03.05.2021)

 

»Patrick Zielke als Pluton (auch Jupiter) gewinnt seinem Stimmapparat mit Raunen und einem geschickten Einsatz der Register eine Geräuschhaftigkeit ab, die sich in das grotesk-morbide Setting der Unterwelt im zweiten Akt einfügt.« (Die Deutsche Bühne, 02.05.2021)

 

»Die permanente emotionale Überspanntheit der Figuren ist Symptom eines zu lange währenden Systems. So wird die intrigante Phèdre von einem Extremzustand in einen anderen katapultiert, den Sophie Rennert szenisch wie musikalisch eindrucksvoll nachzuempfinden vermag.« (Die Deutsche Bühne, 02.05.2021)

 

»Sophie Rennert (Phèdre), Charles Sy (Hippolyte) und Nikola Diskić (Thésée) sind die ‚étoiles‘ in einem packenden Ensemble, das voll aufdreht von zart bis hart.« (Neue Musikzeitung, 02.05.2021)

 

»Charles Sy als Hippolyte kommt in der zweiten Hälfte des Abends so richtig in Hochform, als sein runder, warmer Ton im Duett mit Phèdre plötzlich in einen emotionalen Ausbruch umschlägt.« (Die Deutsche Bühne, 02.05.2021)

 

»Soprangeschmeidig keck ist Amelia Scicolone eine aufreizend verführerische Arikia (Aricie). Ihrem tenoralen Liebhaber Hippolytos (Hippolyte) schenkt Charles Sy seine mit üppigen Kopfstimmenresonanzen geadelte, mühelos überströmende, ja betörende Stimme.« (Concerti, 03.05.2021)

 

»Da sind auch in allen kleineren Partien definitive Könner*innen am Werk wie Estelle Kruger (Diane), Marie-Belle Sandis (Oenone), Uwe Eikötter (Tisiphone) und Patrick Zielke (Jupiter/Pluton). Demzufolge wird die zahme Aricie durch Amelia Scicolone eine kalt glühende Sensation, für die man durchs Feuer gehen könnte, was Hippolyte denn sogar beabsichtigt.« (Neue Musikzeitung, 02.05.2021)