Große Bühne

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Ab Sa, 28.11.2020, 19.00 Uhr

Song-Oper von Hans Thomalla | Songtexte von Joshua Clover

 

Dark Spring ist eine Oper über vier junge Menschen unter extremen Druck: dem Leistungsanspruch in Schule oder Studium, dem Erfolgsdruck im Popularitätsranking des Freundeskreises, und nicht zuletzt dem Druck zu einer perfekten Performance in Sexualität und Intimität. Der Druck ist verinnerlicht. Eltern oder Lehrer treten in der Oper nicht auf, und die Protagonisten stehen den spätkapitalistischen Anforderungen einer ständigen Ich-Optimierung ganz alleine gegenüber. Der Konflikt zwischen Erfolgsdruck einerseits und dem Gefühl von Ohnmacht und unerreichbarer Selbstverwirklichung in einer Zeit permanenter Stagnation andererseits spitzt sich mehr und mehr zu und schlägt schließlich um in Destruktion: in die sexuelle Gewalt von Melchior und den Selbstmord von Moritz.

 

Im Zentrum der Oper steht weniger die Erzählung einer linearen Geschichte jener vier jungen Menschen, sondern vielmehr ihr Versuch die damit verbundenen oft widersprüchlichen Gefühle zu artikulieren und zu verstehen. Gefühle von Entfremdung und Verlorenheit in einer Gesellschaft, die auf Produktivität und Erfolg ausgerichtet ist, und die zugleich deren Erreichen so gut wie unmöglich macht; Gefühle von Schmerz und Leid aber auch vom Verlangen nach Schmerz als sexuelles Erleben; Gefühle von Solidarität und Liebe, die zwischen den vier Protagonisten aufscheinen, aber auch die Angst vor der damit einhergehenden Verletzbarkeit. In einer Welt des alles umfassenden Wettbewerbs erscheinen Gefühle jedoch als Blöße. Die Sehnsucht, zu begegnen, sich zu offenbaren und sich und den Anderen zu spüren, und dafür einen eigenen Ausdruck zu finden, verunsichert.

 

Die vier Protagonisten von Dark Spring singen Songs. Sie artikulieren ihre Gefühle in der Maske des scheinbar distanzierten Formschemas aus Reim, Vers, Strophe und Refrain. Hinter der Formalisierung dieser Songs und ihren Bildern bricht jedoch immer wieder eine rohe, ungeformte Klanglichkeit durch, eine undomestizierte akustische Welt aus Geräusch, Lärm, Schrei und Stille.

 

Hans Thomalla (2020)

 

Musikalische Leitung: Alan Pierson

Regie: Barbora Horáková Joly

Bühne & Kostüme: Annemarie Bulla

Video: Sergio Verde

Choreografische Mitarbeit: Luches Huddleston jr.

Licht: Damian Chmielarz

Dramaturgie: Cordula Demattio

 

Wendla: Shachar Lavi

Ilse: Anna Hybiner

Moritz: Magid El-Bushra

Melchior: Christopher Diffey

mit dem Nationaltheater-Orchester

 

Dauer: ca. 90 Minuten | online verfügbar bis Mo, 07.12.2020

 

 

Die Aufführungsrechte obliegen der Edition Juliane Klein.

 

 

Kompositionsauftrag des Nationaltheaters Mannheim finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

 

Das Streaming von »Dark Spring« wird unterstützt von FEDORA Plattform in Förderung von Creative Europe.

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Kurzeinführungen

Da wir aktuell keine Live-Kurzeinführungen vor den Veranstaltungen durchführen können, haben Sie hier die Möglichkeit, sich digital auf Ihren Vorstellungsbesuch im NTM einzustimmen.

Oper

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Umgraben. Ein Audiowalk durch Mannheim

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Mit Texten von Necati Öziri, Gerhild Steinbuch, Sivan Ben Yishai, Björn Bicker, Lea Langenfelder, Enis Maci und Sascha Hargesheimer.

 

Es sprechen: Tala Al-Deen, Sophie Arbeiter, Rocco Brück, Annemarie Brüntjen, Almut Henkel, Patrick Schnicke, Nicolas Fethi Türksever und Samuel Koch.

 

Sounddesign und Produktion von Friedrich Byusa Blam, Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer, Tontechnik: Erik Laros.

 

UMGRABEN. Audiowalk durch Mannheim wird gefördert durch das Programm Kultur Sommer 2020 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

 

HINWEISE: Der Audiowalk beginnt vor dem Haus A3,6 in den Quadraten, gegenüber der Jesuitenkirche. Weitere Stationen sind: Schillerplatz, Friedensengel, Teufelsbrücke, Jungbuschschule in der Werftstraße, Jungbuschbrücke, Kurpfalzbrücke, Collinisteg, Collini-Center, Friedrichsplatz / Augustaanlage, Kunstverein. Die beste Zeit, den Audiowalk zu beginnen, ist zwischen morgens 11 Uhr und nachmittags 17 Uhr, da nicht alle Stationen immer zugänglich sind. Außerdem empfiehlt es sich, den Akku des eigenen Mobiltelefons vollständig zu laden, Kopfhörer dabei zu haben und die kostenlose Soundcloud-App zu installieren. Der Walk dauert ca. 2 Stunden und 45 Minuten. Die Stationen Jesuitenkirche (Track 2), Jungbuschbrücke (Track 6, zweite Hälfte), Collinisteg (Ende Track 7) und Friedrichsplatz (Ende Track 8) sind leider noch nicht barrierefrei zugänglich, an einer barrierefreien Variante wird gearbeitet. Es ist möglich, die Tracks anzuhören, den jeweiligen Weg zu überspringen und sich direkt zum Ort des nächsten Tracks zu begeben.

Podcasts

 

Studio Spielhaus

Willkommen im Studio Spielhaus, einem Podcast des Nationaltheaters Mannheim. Inspiriert von aktuellen Inszenierungen und der aktuellen Situation am Theater sprechen Maik Dessauer und Clara Günther mit ihren Gästen über Fragen des Zusammenlebens und des Menschseins - und finden dabei heraus, was das alles mit Theater zu tun hat.

Folge 1: Klingonen-Tanz und Finger Guns

In der ersten Folge dreht sich alles um Berührung. Warum brauchen wir sie? Was passiert, wenn sie uns fehlt? Was bedeutet die neue Distanz für das Ensemble des Nationaltheaters? Die Mannheimer Tanztherapeutin Natascha Waßerfall kennt die Antworten. ||||||||||| Moderation und Redaktion: Maik Dessauer und Clara Günther | Musik: Arno Krokenberger | Ton: Erik Laros | Grafik: Lena Andres | Foto: Christian Kleiner | Support: Carina Frey und Annalena Küspert | Mit O-Tönen von: Chiara Dal Borgo, Jessica Liu, Andrew Wright, Patricija Katica Bronić und Sebastian Reich

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HÄNDEWASCHEN

 

Der Podcast aus der Corona-Spielpause des Nationaltheaters Mannheim - jeden Donnerstag ab 18 Uhr 🦠 Arash Nayebbandi und László Branko Breiding sprechen in ihrem Podcast (von zu Hause, für zu Hause) mit ihren Gästen über alle Dinge, die jetzt eigentlich passieren würden, aber nicht passieren können; die, die jetzt passieren müssen und die, die jetzt passieren aber nie passieren sollten. Redaktionelle Mitarbeit: Sascha Hargesheimer, Lena Wontorra

HÄNDEWASCHEN FOLGE 8 - Liebhaber*innen-Stück

Der Schock der letzten Folge sitzt noch tief, aber dennoch freuen sich László und Arash auf ihre aktuelle Interview-Partnerin! Zum ersten Mal zeichnen die beiden aus zwei verschiedenen Wohnungen auf, mit Gesichtsmaske und aus dem Kleiderschrank - ob das gut gehen kann? Die Frage der Stunde allerdings ist - Was hat es mit dem mysteriösen Hot Dog auf sich?

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TurmTable

 

TurmTable – Der junge Podcast aus der Corona-Spielpause des Nationaltheaters Mannheim – jeden Sonntag ab 16 Uhr. Von daheim und für Menschen jeden Alters turnt sich das Team des Jungen Nationaltheaters gemeinsam mit seinen Gästen und Freund*innen durch die bunte Welt der Audioformate. Ob klassisches Interview oder abstrakte Klanginstallation – stay tuned. Redaktion: Clara Günther, Annalena Küspert, Sebastian Reich Sounddesign: Franziska Nyblom Artwork: Lena Andres

#9 – »Hinz und Kunz« (5+)

Im dritten und letzten Teil des Mikrohörspiels von Annalena Küspert wartet Hinz auf Kunz. Der hat gesagt er kommt um 3 Uhr. Eine halbe Ewigkeit, in der viel passieren kann… Text: Annalena Küspert | Titelsong: Ralf Wegner | Sprecher*innen: Patricija Bronić, Uwe Topmann, Johannes Bauer, Clara Günther | Regie: Sebastian Reich | Tongestaltung: Franziska Nyblom | Redaktion: Clara Günther, Annalena Küspert, Sebastian Reich | Musik: Kent Coda | Illustration: Margarete Küspert

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#lieblingsstücke & Meisterklassen

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