Opernhaus

Amor & Psyche?

Jeroen Verbruggen Premiere: Sa, 07. Mai 2022
Uraufführung
Musik von Charles Ives, Ralph Vaughan Williams, Thomas Adès, Gabriel Fauré, Lukas Foss, Jimmy Lopez, Johann Paul von Westhoff und Alkistis Protopsalti

Mit dem Orchester-Tanzabend »Amor & Psyche?« stellt sich der belgische Choreograf Jeroen Verbruggen in Mannheim vor und denkt für seine Uraufführung das Märchen aus den Metamorphosen des Apuleius neu – jene von Verlangen, Eifersucht, Verrat und Vergebung durchzogene Liebesgeschichte zwischen dem Gott Amor und der menschlichen, doch göttlich schönen Königstochter Psyche. Mit viel Liebe zum Detail und einem feinen Gespür für Humor schafft Verbruggen in seiner Uraufführung eine poetisch-symbolische Auseinandersetzung mit dem Märchen und dessen zentralem, so universellen Thema der Liebe. Um Liebe in einem reflektierten Sinne, um Selbstliebe als Voraussetzung für die Liebe zu einer anderen Person geht es dem Choreografen in seiner Interpretation. Er konzentriert sich dabei auf eine Perspektive, auf die Figur der Psyche und wie sie Liebe, ihren Amor, endlich findet und begreift, wer sie ist, dass sie selbst Psyche, und damit ein Teil des mythenumwobenen Liebespaares Amor und Psyche, sein kann.

 

Als vielschichtige musikalische Entsprechung für diese emotionale Reise dienen Werke von Charles Ives, Ralph Vaughan Williams, Thomas Adès, Gabriel Fauré, Lukas Foss, Jimmy Lopez, Johann Paul von Westhoff sowie ein griechischer Schlager von Alkistis Protopsalti. Gemeinsam bilden sie unter der Leitung von Dirigentin Yura Yang einen sinnlichen Wechsel aus intimen Duetten, Kammermusik und großen Orchesterstücken, der schließlich in Charles Ives‘ »The Unanswered Question« mündet. Ein musikalisches Finale, das das Neugier weckende Fragezeichen vom Titel einlöst und die ewig unlösbare Frage in der Luft schweben lässt, weshalb dieser wilde Strudel der Empfindungen wieder und wieder zu durchleben ist, um wahre Liebe finden und eine erfüllte Partnerschaft voller Genuss, Freude und Lust – wofür der Name Voluptas des gemeinsamen Kindes von Amor & Psyche steht –  erfahren zu können.

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»Standing Ovations belohnen einen Abend, der Tiefgründigkeit und Leichtigkeit auf vielen Ebenen vereint.« (Mannheimer Morgen, 09.05.2022)

 

»Am Nationaltheater wartete der belgische Choreograf Jeroen Verbruggen mit einem fulminanten neuen Tanzstück auf „Amor & Psyche?“. (…) Dass Verbruggen dabei als Choreograf und Künstler ein überzeigender und stilistisch vielfältiger Wurf gelungen ist, liegt an einer ganzen Fülle an Überraschungen, mit denen er aufwartet. (…) Die klare Erzählstruktur in fünf Kapiteln, das sich nur wenig verändernde Raumbild (…), eine von Yura Yang überzeugend dirigierte Musikauswahl sowie ein spannender Umgang mit Zeit, verwandeln Verbruggens „Amor & Psyche“ schließlich in ein brillantes Gesamtkunstwerk.« (Die Rheinpfalz, 10.05.2022)

 

»Verbruggen liefert kein Handlungsballett im engeren Sinne, und doch nimmt sein Stück die Zuschauer auf verblüffend eindrückliche Weise mit in eine recht konkrete Erzählung: Im Fokus des Stückes steht die Figur der Psyche (beeindruckend und facettenreich getanzt von Paloma Galiana Moscardó), die im Laufe des Stückes immer mehr zu ihrem wahren Selbst, zu ihrer Seele und der Liebe findet. (…) Genau zugeschnitten auf den Moment fügen sich die so konträren Szenen und Musikstücke dennoch zu einem harmonischen Ganzen. Nicht zuletzt ist dies das Verdienst der jungen koreanischen Dirigentin Yura Yang und des Nationaltheater-Orchesters, das hier mit kammermusikalischen Besetzungen, großen Soli und anspruchsvollsten zeitgenössischen Werken außerordentliche Flexibilität und hohes Niveau beweist.« (Mannheimer Morgen, 09.05.2022)

 

»Was Choreograf Jeroen Verbruggen und sein Team mit dem Tanzstück „Amor & Psyche?“ für das Nationaltheater geschaffen haben, entzieht sich auf reizvolle Weise allen eindeutigen Zuordnungen. (…) Paloma Galiana Moscardó tanzt und spielt die Psyche großartig. (…) Das Mannheimer Tanzensemble ist in dem rund 70-minütigen Stück fast ununterbrochen auf der Bühne und tanzt mit großer Intensität. (…) Natürlich ist schon zu Beginn klar, dass aus dem verklemmten jungen Ding am Ende eine sinnliche Frau wird. Aber die tänzerische Umsetzung ist spannend. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die raffinierte Beleuchtung – Psyches Liebeserwachen wird im wahrsten Sinne des Wortes zur Erleuchtung.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 10.05.2022)