Opernhaus

Carmen


Tanzstück von Yuki Mori
Musik von Georges Bizet, Rodion Shchedrin und Joseph Schwantner

Es spielt das Nationaltheater-Orchester

Ob gesungen oder getanzt, Bizets Klassiker »Carmen« nach der Novelle Prosper Merimées bleibt ein Meisterwerk der leidenschaftlichen Extraklasse. Der japanische Gastchoreograf Yuki Mori widmet sich dieser Mischung aus Liebe, Lust und Tod und kreiert eine Neuinterpretation für die Mannheimer Compagnie. Der Abend entführt in die Hitze Spaniens und erzählt von der Begegnung des baskischen Soldaten Don José mit der verführerischen Zigeunerin Carmen, wie er der stolzen und freiheitsliebenden Frau verfällt, zum Räuber und Mörder aus Eifersucht wird und schließlich auch Carmen tötet. Die feurigen Melodien von Rodion Shchedrins Carmen Suite nach Georges Bizet spiegeln das Temperament der Charaktere und sind – live gespielt vom Nationaltheater-Orchester – ein mitreißender Hörgenuss. Der verhängnisvollen Liebesgeschichte Josés und Carmens stellt Mori einen abstrakten Teil voran und untersucht, was es bedeutet, Teil einer Gruppe zu sein, sich anzupassen oder aus ihr auszubrechen. Für dieses Spiel um Zugehörigkeit, Freiheit und Identität schafft die Musik des zeitgenössischen Komponisten Joseph Schwantner die ideale Atmosphäre.

Der ehemalige Thoss-Tänzer Yuki Mori ist seit der Spielzeit 2012/13 Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf der Sparte Tanz am Theater Regensburg. Seine Arbeiten wurden international mehrfach ausgezeichnet und seine Choreografie The House erst 2016 für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.

 

Dauer: ca. 2 Stunde, inkl. einer Pause.

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

 

English Version

 

Whether sung or danced, Bizet's classic »Carmen«, based on Prosper Merimee's novella, remains a masterpiece in a class of its own. Japanese guest choreographer Yuki Mori has focused his efforts on this blend of love, lust, and death, and has created a new interpretation for the Mannheim company. The evening whisks the audience away to the hot climate of Spain and tells the story of the Basque soldier Don Jose and the alluring gypsy Carmen. It recounts how Don Jose falls for the proud and independent woman, how his jealousy drives him to robbery and murder, and how he kills Carmen in the end. The spirited melodies of Rodion Shchedrin's »Carmen Suite«, based on the music of George Bizet and performed live by the National Theater Orchestra, reflect the characters' temperament and are a thrilling joy to listen to. Mori adds an abstract section to the beginning of Jose and Carmen's ill-fated love story, in which he explores what it means to belong to a group, to blend in or to break free. The music of contemporary composer Joseph Schwantner creates the ideal atmosphere for this game of belonging, freedom, and identity. Former Thoss dancer Yuki Mori has been the Artistic Director and Head of Choreography for the Regensburg Theater's Dance department since the 2012/2013 season. His works have repeatedly received international distinction, and his choreography for »The House« was nominated for the German theater prize »DER FAUST« in 2016.

 

Duration: Approx. 2 hours, including an intermission.

The duration given here is an approximation only.

»Moris Tanz – besonders in den berauschenden Ensembles der drei Frauen – ist geprägt von Ausdruckswille und starker Emotionalität. […] Es ist ein Abend der Bewegung und Rastlosigkeit, faszinierend durch die tänzerische Spannung und Kreativität der Schritte. […] Großen Jubel ist das […] wert.«

Mannheimer Morgen, 17.03.2018

 

»Weich im Bewegungsfluss, von einer glanzvollen Geschmeidigkeit und Präzision, setzen die Tänzerinnen und Tänzer das von Mori gehörte Bewegungsereignis in Gang.«

Die Rheinpfalz, 17.03.2018

 

»Julia Headley (Carmen) stirbt den Bühnentod so elegant, erotisch, kunstvoll und dynamisch, dass nicht die Seele aus ihr zu weichen, sondern Leben aus einer anderen Sphäre durch ihren Körper hindurch zu ziehen scheint.«

Mannheimer Morgen, 17.03.2018

 

»Beschenkt wird der Zuschauer schließlich mit einer derart außergewöhnlich elektrisierenden Begegnung zwischen Carmen und dem Picador, getanzt von Jamal Rashann Callender, dass man sich wähnt, Zeuge bei der Geburt eines neuen Traumpaares im Tanz zu sein.«

Die Rheinpfalz, 17.03.2018

 

»Wolfgang Wengenroth am Pult lockte beim Nationaltheater-Orchester hörbare Freude an der dramatischen, von viel Schlagzeug geprägten Musik hervor, in der die bekannten Motive aus Bizets Oper immer wieder leitmotivisch aufblitzen.«

Rhein-Neckar-Zeitung, 19.03.2018