Opernhaus

Carmen

Premiere: Do, 15. März 2018
Tanzstück von Yuki Mori
Musik von Georges Bizet, Rodion Shchedrin und Joseph Schwantner

Es spielt das Nationaltheater-Orchester

Ob gesungen oder getanzt, Bizets Klassiker »Carmen« nach der Novelle Prosper Merimées bleibt ein Meisterwerk der leidenschaftlichen Extraklasse. Der japanische Gastchoreograf Yuki Mori widmet sich dieser Mischung aus Liebe, Lust und Tod und kreiert eine Neuinterpretation für die Mannheimer Compagnie. Der Abend entführt in die Hitze Spaniens und erzählt von der Begegnung des baskischen Soldaten Don José mit der verführerischen Zigeunerin Carmen, wie er der stolzen und freiheitsliebenden Frau verfällt, zum Räuber und Mörder aus Eifersucht wird und schließlich auch Carmen tötet. Die feurigen Melodien von Rodion Shchedrins Carmen Suite nach Georges Bizet spiegeln das Temperament der Charaktere und sind – live gespielt vom Nationaltheater-Orchester – ein mitreißender Hörgenuss. Der verhängnisvollen Liebesgeschichte Josés und Carmens stellt Mori einen abstrakten Teil voran und untersucht, was es bedeutet, Teil einer Gruppe zu sein, sich anzupassen oder aus ihr auszubrechen. Für dieses Spiel um Zugehörigkeit, Freiheit und Identität schafft die Musik des zeitgenössischen Komponisten Joseph Schwantner die ideale Atmosphäre.

 

Dauer: ca. 2 Stunde, inkl. einer Pause.

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

 

Der ehemalige Thoss-Tänzer Yuki Mori ist seit der Spielzeit 2012/13 Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf der Sparte Tanz am Theater Regensburg. Seine Arbeiten wurden international mehrfach ausgezeichnet und seine Choreografie The House erst 2016 für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.

 

»Moris Tanz – besonders in den berauschenden Ensembles der drei Frauen – ist geprägt von Ausdruckswille und starker Emotionalität. […] Es ist ein Abend der Bewegung und Rastlosigkeit, faszinierend durch die tänzerische Spannung und Kreativität der Schritte. […] Großen Jubel ist das […] wert.«

Mannheimer Morgen, 17.03.2018

 

»Weich im Bewegungsfluss, von einer glanzvollen Geschmeidigkeit und Präzision, setzen die Tänzerinnen und Tänzer das von Mori gehörte Bewegungsereignis in Gang.«

Die Rheinpfalz, 17.03.2018

 

»Julia Headley (Carmen) stirbt den Bühnentod so elegant, erotisch, kunstvoll und dynamisch, dass nicht die Seele aus ihr zu weichen, sondern Leben aus einer anderen Sphäre durch ihren Körper hindurch zu ziehen scheint.«

Mannheimer Morgen, 17.03.2018

 

»Beschenkt wird der Zuschauer schließlich mit einer derart außergewöhnlich elektrisierenden Begegnung zwischen Carmen und dem Picador, getanzt von Jamal Rashann Callender, dass man sich wähnt, Zeuge bei der Geburt eines neuen Traumpaares im Tanz zu sein.«

Die Rheinpfalz, 17.03.2018

 

»Wolfgang Wengenroth am Pult lockte beim Nationaltheater-Orchester hörbare Freude an der dramatischen, von viel Schlagzeug geprägten Musik hervor, in der die bekannten Motive aus Bizets Oper immer wieder leitmotivisch aufblitzen.«

Rhein-Neckar-Zeitung, 19.03.2018