Studio Werkhaus

Brennstoff

Performance und Diskussion | Uraufführung Premiere: Do, 26. Mai 2022
Ein neues Stück von und mit dem Mannheimer Stadtensemble & Antigone Akgün

30 Jahre nach den rassistischen Angriffen auf ein Wohnheim für Geflüchtete in Mannheim Schönau stellt das Stadtensemble brennende Fragen an die damaligen Ereignisse, um eigentlich unsere Gegenwart und Erinnerungskultur in den Blick zu nehmen. Wie erinnern wir uns, wer spricht und wem wird zugehört? Die Performance macht den Anfang eines lebendigen Erinnerungsarchivs, bringt die Recherche ebenso auf die Bühne des Studio Werkhauses wie neue Texte der Autorin Antigone Agkün. Im Gespräch mit Zuschauer*innen und Gästen geht es darum, Haltung zu beziehen und Solidarität zu praktizieren.

 

 

Wir möchten auf zwei weitere Veranstaltungen zum Thema Mannheim Schönau 92 hinweisen:

 

Am Donnerstag, 26. Mai 22. bereits um 15.00 Uhr, veranstaltet der KulturbrückenJungbusch e.V. den Spaziergang Mannheim Schönau - Asyl und Pogrom im Stadtteil Schönau.

Treffpunkt: Lidl-Parkplatz, Lilienthalstr. 301-309.

 

Der Spaziergang wird noch einmal wiederholt, am 28. Mai 22, um 19.00 Uhr.

 

Alle Informationen dazu hier: https://fb.me/e/2CGWUMqMQ und hier https://fb.me/e/3ecdJP6cj

 

 

Am 11. Juni 22 von 14.00 bis 21.00 Uhr findet im Naturfreundehaus Mannheim ein ganzer Tag unter der Überschrift Schönau '92 - Nicht vergessen statt. Mit Workshops und einer Zeitzeug*innen-Diskussionsrunde sollen die Ereignisse von 92 gemeinsam aufgearbeitet und Raum für Austausch zu dem Themenkomplex Rassismus geschaffen werden.

 

Veranstaltende sind:

DIDF Mannheim
Bermuda Funk
Offenes Antifaschistisches Treffen Mannheim
Infoladen JUZ
Stadtjugendring Mannheim e.V.
Mannheim gegen Rechts
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg
...und weitere Einzelpersonen

 

Alle Informationen dazu hier: www.schoenau92-nichtvergessen.de

»Leidenschaftliche Performance gegen Rassismus mit klarem Statement, das einen dazu veranlasst, aufzustehen und sich mit dem Ensemble zu solidarisieren.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 02.06.2022)

 

»Es ist dem Stadtensemble zu verdanken, dass über das Pogrom, das nicht stattgefunden hat, nicht voll und ganz Gras gewachsen ist.« (Die Rheinpfalz, 28.05.2022)

 

»Vielleicht nicht unbedingt selbstkritisch, aber zumindest selbstironisch heißt es am Ende: „So ein Gedächtnistheater. Ein Gottesdienst der Bestürzung, (…) Theater, Tempeln aus Mitleid und Furcht, wo Geschichten nur Projektionen unserer Ängste sind.“ Leider hatten diese Projektionen 1992 auf der Schönau reale Folgen, denen man sich nun stellt. Dass darüber kein Gras mehr wächst und Erinnerungskultur Einzug hält, ist ein Verdienst dieser Produktion.« (Mannheimer Morgen, 28.05.2022)

 

»Auf Barbara Lennartz klug-greller Bühne ruht ein Berg aus selektiven Bruch- und Fundstücken.« (Mannheimer Morgen, 28.05.2022)