Verschiedene Spielorte

Romeo und Julia

nach William Shakespeare Premiere: 2021

Romeo und Julia lieben sich. Und ihre Liebe ist ein Problem – zwischen ihren Familien herrscht seit Generationen erbitterter Streit. Gewalt erzeugt neue Gewalt und auch die politischen Instanzen können keinen Frieden stiften. Julia und Romeo ahnen, dass ihre verbotene Beziehung ihr Leben in Gefahr bringt – aber die Liebe wird umso stärker, je unmöglicher sie wird. Und schließlich droht den Liebenden noch eine Zwangsehe, die sie auseinanderbringen könnte. Eine heimliche Heirat und die Flucht sollen Rettung bringen, aber eine unglückliche Verkettung treibt die Liebenden in den Selbstmord.

Regisseurin Selen Kara spielt in ihrer Inszenierung mit der herkömmlichen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau in Shakespeares Vorlage: Warum kann eigentlich nicht Julia die sein, die Romeo erobert und Romeo derjenige sein, dem eine politische Heirat aufgezwungen werden soll? Vier Schauspieler*innen schlüpfen in alle Rollen und erzählen auf dem »Theatertruck« gemeinsam die berühmte Liebesgeschichte von einem jungen Paar, das unbeirrt aneinander festhält. Romeo und Julia ist Selen Karas dritte Regiearbeit am Nationaltheater Mannheim. Mit großem Erfolg brachte sie zuletzt »Istanbul« und »Ellbogen« nach dem Roman von Fatma Aydemir auf die Bühne des NTM.

 

Für den NTM Theatertruck hat die Kostümbildnerin Paula Wellmann ein ästhetisches Gesamtkonzept entworfen, das von der LKW-Plane bis hin zu Programmheften und Plakaten wiedererkennbar ist.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 15 Minuten

 

 

Der Theatertruck ist die neue mobile Freiluft-Spielstätte des NTM. Ab Juni 2021 wird unsere Bühne auf vier Rädern überall dort in Mannheim und der Region unterwegs sein, wo es der Platz erlaubt – vielleicht bald schon in Ihrer Nachbarschaft. In diesem Sommer zeigen wir drei Stücke von William Shakespeare unter freiem Himmel: »Romeo und Julia«, »Ein Sommernachtstraum« und »Macbeth«. Die jeweiligen Spielorte finden Sie hier auf unserer Homepage.

 

Was passiert, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt?

Falls der Theatertruck aufgrund des Wetters nicht spielen kann, bemühen wir uns um eine frühzeitige Kommunikation der Vorstellungsabsage über unsere Homepage. Wir müssen uns außerdem vorbehalten, witterungsbedingt den Beginn einer Vorstellung zu verschieben oder zu unterbrechen. Bei Abbruch der Vorstellung später als 30 Minuten nach Vorstellungsbeginn besteht – wie bei Freilichtaufführungen üblich – kein Anspruch auf Erstattung des Eintrittsgeldes. Bei Abbruch der Vorstellung früher als 30 Minuten nach Vorstellungsbeginn oder kompletter Absage werden bereits gekaufte Karten automatisch storniert und das Geld bis zwei Wochen nach Vorstellung rückerstattet.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

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»Unbedingt sehenswert.« (Rheinpfalz, 16.06.2021)

 

»So geht weibliches Empowerment heute. Und Shakespeare ist allemal der Dramatiker, der sowas am besten abkann.« (Darmstädter Echo, 16.06.2021)

 

»Die Regisseurin Selen Kara, die am Nationaltheater schon das äußerst beliebte Stück „Istanbul“ inszeniert hat, hat mit ihrem Team eine spritzige, einfallsreiche Inszenierung mit Akrobatik, Pantomime, Seifenblasen und Drehorgelmusik entwickelt.« (Rheinpfalz, 16.06.2021)

 

»In der Inszenierung von Selen Kara – nach „Istanbul“ und „Ellbogen“ ihre dritte Regiearbeit am NTM – agieren ein melancholischer Max Haase als Romeo und eine – wie immer – schwungvolle Tala Al-Deen in Harlekinkostümen. Genau wie ihre beiden Mitspieler Nicolas Fethi Türksever und Eddie Irle scheinen sie, weiß geschminkt, mit Clownsgesichtern und in Flickenkaros, direkt der Commedia dell’ arte entsprungen.« (Mannheimer Morgen, 16.06.2021)

 

»[…] die Regie macht verwegen kurzen Prozess, die Schauspieler geben den tödlichen Dreikampf als musikalisches Gefecht mit Gitarre, Leierkasten und Miniaturakkordeon. Da wird man mitgerissen, ob man folgen kann, will oder nicht.« (Darmstädter Echo, 16.06.2021)

 

»Zwischendurch ergänzen den Rollentausch Wortspiele, in denen Sprichwörter und Redewendungen vermischt und durcheinandergewirbelt werden, dass es eine Freude ist.« (Rheinpfalz, 16.06.2021)

 

»Spätestens als Romeos Freund Mercutio im jugendlichen Überschwang mit einem stuntreifen Salto direkt im Müllcontainer des Parkplatzes landet – verdienter Zwischenapplaus für Nicolas Fethi Türksever –, hat Karas’ Julia die Nase voll von den unreifen Jungmännern Mantuas. Die junge, aufgeklärte Adlige, die gerne auch Mal Judith Butler zitiert, übernimmt die Führung in dem bislang von Männern dominierten System.« (Mannheimer Morgen, 16.06.2021)