Montagehalle Werkhaus

Musiksalon // Lied: Gesänge des Wahnsinns


Von Schumann bis Rihm: Liederabend mit Marcel Brunner und Gábor Bartinai

»Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.« Georg Büchner beschreibt den Protagonisten seiner »Lenz«- Novelle, den Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz, als einen Menschen, dem sich die Welt anders darstellt als den Menschen seiner Umgebung: Sie steht Kopf. Seit jeher ist der Wahnsinn als ein Zustand übersteigerter Sensibilität, in dem die Wahrnehmung der Realität außer Kontrolle gerät, Schreckbild und Faszinosum zugleich. Wie ein roter Faden zieht sich das Motiv des Wahnsinns durch Literatur, Kunst und Musik und stellt dabei immer wieder aufs Neue die Frage, welche Kräfte unseren Geist und unser Handeln bestimmen. Gemeinsam mit Studienleiter Gábor Bartinai gestaltet Bassbariton Marcel Brunner im Kontext der Opernpremiere »Jakob Lenz« einen Liederabend auf der Spur des Wahnsinns – von Robert Schumann bis Wolfgang Rihm.

 

Mit: Marcel Brunner (Bassbariton), Gábor Bartinai (Klavier)