Schauspielhaus

The Damned and the Saved

Komposition: Malin Bång | Libretto: Pat To Yan
Uraufführung | Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion von Oper und Schauspiel des NTM und der Münchener Biennale

Mit Nationaltheater-Orchester

In »The Damned and the Saved« stellen die Komponistin Malin Bång und Pat To Yan, Hausautor am NTM in der Spielzeit 2021/22, die Freundschaft zweier Frauen in den Fokus ihrer gemeinsamen Arbeit. In einem nicht näher benannten repressiven System herrscht eine Maschine als König, die mit nach Demonstrationen liegengebliebenem Müll gefüttert wird. Dieser dient zur minutiösen Nachverfolgung und gibt Rückschlüsse auf ganze Biografien, die anschließend ausgeschaltet werden können. Die Freundinnen versuchen sich gegen diese totalitäre Gewalt zu behaupten und wählen dafür unterschiedliche Wege des Widerstands. Dadurch wird ihre Beziehung schonungslos auf die Probe gestellt, denn Dana konfrontiert sich und ihre Umwelt auf radikale Weise mit der Unrechtsherrschaft, während Sara eine leisere Revolution verfolgt.

Metaphorisch-gleichnishaft und zugleich brutal konkret verhandelt Pat To Yan in seinem ersten Libretto die Frage, wie bedingungslos Widerstand sein muss. In seinem Text verschieben sich Realitäts- und Traumebenen, die durch die Musik kongenial verschmelzen.

Die Musik der schwedischen Komponistin Malin Bång erschafft einen Kosmos voll überraschender und kontrastierender Klänge, der von verhaltener Intimität bis hin zu eigensinniger Schärfe reicht. Ihre Komposition führt Rhythmik und Melodie von Pat To Yans Libretto fort und schafft sowohl Verbindungen als auch Grenzen zwischen den Erfahrungswelten der beiden Protagonistinnen.

 

Koproduktion von Oper und Schauspiel des NTM und der Münchener Biennale

 

Der Aufenthalt des Hausautors Pat To Yan wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V.

Gesamtaufnahme von »The Damned and the Saved« bei BR-KLASSIK – Opernabend | Sendetermin: 11. Juni 2022 | 19.05 Uhr


 

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»Eine der besten Darstellungen politischer Gewalt, die es je auf der Opernbühne gab.« (Süddeutsche Zeitung, 17.05.2022)

 

»Kurzweilig, unterhaltsam und kick-ass.« (BR-Klassik, 16.05.2022)

 

»Dieser Abend tut unheimlich gut wegen seiner sehr bewusst gehandhabten Mittel und der deshalb gelungenen Crescendi aus Bewegungen und Geräuschen. Vor allem aber, weil physische Körper expressiv und mimisch etwas wagen. […] Die Mitwirkenden dieser starken Opera Horror Show laufen in der Verbindung von Katastrophe und Entertainment mit sattem Können und intensiver Spiellust zur Höchstform auf.« (Die Deutsche Bühne, 16.05.2022)

 

»Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang generieren hier ein Kraftfeld, das sich vielen Menschen öffnet – egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Kultur und Bildung. München und Mannheim proben hier gattungsspezifische Diversität. Das ist relevante Kunstproduktion, die Tiefe mit Breite verbindet. Gut so!« (Mannheimer Morgen, 17.05.2022)

 

»Ingeniöses Bühnenkonzept von Regisseurin Sandra Strunz und ihrer Ausstatterin Sabine Kohlstedt.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»In jeder Phase szenisch-musikalisch zwingender Abend.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»Großen Anteil daran hat auch Rei Munakata, der mit rhythmisch präzisen, dabei immer sprechenden Gesten die multiplen Klangerzeugungen der Mitglieder des Orchesters des Nationaltheaters Mannheim mit dem Geschehen auf der direkt angrenzenden Bühne koordiniert, in das diese bisweilen auch selbst eingreifen.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»Stimmlich wie darstellerisch hervorragend: Johanna Greulich und Eva Resch.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»„Die Verdammten und die Geretteten“ irritieren und schockieren mit expressiven Impressionen aus einer harten Welt, einer Welt von Verfolgung, Folter und Sühne – all das mit exzessivem Einsatz perkussiver Elemente und Extrem-Darstellungen von erlebter Gewalt, gezwungener Sexualität und todesnahem Schmerz, was gewissermaßen die musiklos getanzte Ouvertüre dieses Abends schon aufzeigt: Die NTM-Miminnen Maria Munkert (Dana) und Jessica Higgins (Sara) setzen das in einer zehnminütigen Sequenz mehr und mehr blutüberströmt, zuckend und sich in höllischem Leid verbiegend sensationell und ausdrucksstark um.« (Mannheimer Morgen, 17.05.2022)

 

»Die Darstellerinnen spielen durchweg großartig, vor allem wie sie Schmerz verkörpern, ist beeindruckend.« (BR-Klassik, 16.05.2022)

 

»Regisseurin Sandra Strunz setzt die Geschichte in nebelwabernde wirkungsmächtige Mystik nah am Sci-Fi, in der weitere NTM-Kräfte überzeugen: Schauspieler Matthias Breitenbach als Alice-Cooper-artiger Daten(schrott)sammler etwa oder Ilya Lapich als singender und exzellent tanzender Traumdeuter – ein Multitalent, das hier bisweilen in die Region von Christopher Nolans Bewusstseinsreisefilm „Inception“ vordringt.« (Mannheimer Morgen, 17.05.2022)

 

»Sängerisch und in den anspruchsvollen Tanzelementen gleichermaßen bewundernswert: Ilya Lapich.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»Die Komponistin widersteht klug der Versuchung, diese Allegorie auf das Potenzial von Kunst und Kultur, durch Bewusstseinsbildung radikale politische Veränderungen herbeizuführen, hymnisch zu überhöhen.« (NMZonline, 16.05.2022)

 

»Der Komponistin ist eine kontrastreiche Partitur gelungen, die von Rei Munakata am Pult rhythmisch präzise umgesetzt wird.« (KlassikInfo.de, 15.05.2022)

 

»Malin Bång und Pat To Yan haben mit ihrem Werk voller gesprochener Sprache – teils auch sehr nah und plakativ an der Grenze zur Naivität – gezeigt, dass zeitgenössisches Musiktheater auch jenseits des Exklusiven, des Zirkels immergleicher Experten möglich ist, ohne sich und seine Ansprüche ganz zu verraten.« (Mannheimer Morgen, 17.05.2022)

 

»Diese Biennale-Uraufführung wird in der Muffathalle üppig bejubelt und gerät zum riesigen Erfolg. Wahrscheinlich auch deshalb, weil man keine Moralappelle absitzen musste.« (Die Deutsche Bühne, 16.05.2022)