Opernhaus

Der Freischütz

Romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber Premiere: Fr, 08. April 2022
Libretto von Johann Friedrich Kind

Mit dem Opernchor, der Statisterie und dem Nationaltheater-Orchester

1821, nach der Uraufführung von Carl Maria von Webers Spukoper »Der Freischütz«, pfiff man in Deutschland auf den Straßen deren eingängige Melodien. Gleichermaßen inspirierte Webers als deutsche Nationaloper gehandeltes Werk Komponisten wie Meyerbeer, Wagner oder Humperdinck in ihrem Schaffen. Die Geschichte um den Jägerburschen Max, der, um seine Agathe heiraten zu dürfen, einen Pakt mit dem Teufel schließt, ist mit jeder Menge Magie, Aberglaube und Schicksalhaftigkeit gewürzt und durch ihre Mischung aus Volkstümlichkeit und romantischer Opulenz eine Herausforderung für alle Theaterschaffenden. Das Musiktheaterkollektiv KOMMANDO HIMMELFAHRT verlegt den »Freischütz« in eine dystopische Zukunft und hinterfragt dabei die Mechanismen von Wissenstransfer, Aberglaube, Ritual und gesellschaftlichen Zwängen. Dirigent Roberto Rizzi Brignoli legt bei dieser Zukunftserzählung die entfesselnde Kraft von Webers Musik frei.

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»Düstere Zukunftsvision.« (Die Rheinpfalz, 11.04.2022)

 

»Ein Opernabend, der bewegt und noch lange nachwirkt.« (Ioco, 17.04.2022)

 

»So darf, so muss man aus dem Theater rausgehen.« (Mannheimer Morgen, 11.04.2022)

 

»Insgesamt funktioniert diese Mannheimer Inszenierung als nahezu klassische Geschichte mit märchenhafter Opulenz, aber auch als Gedankenexperiment mit Science-fiction Einschlag.« (Neue Musikzeitung, 10.04.2022)

 

»Schön aussehender, vorzüglich beleuchteter (von Nicole Berry) und musikalisch guter Abend.« (Frankfurter Rundschau, 13.04.2022)

 

»Das Nationaltheater Orchester bewies einmal mehr die herausragenden solistischen Qualitäten seiner Mitglieder. […] Rizzi Brignoli erwies sich als einfühlsamer Dirigent, dem eine stimmige Balance gelang und der auf die narrative Kraft der Weberschen Partitur vertraute.« (Ioco, 17.04.2022)

 

»Solistisch ist das Niveau gut. Heraus ragt Seunghee Kho (Ännchen), die so geschmeidig phrasiert wie edel klingt. […] und Bartosz Urbanowicz liefert als Kaspar sein Meisterstück ab. […] Sehr gut singen auch Marcel Brunner (Eremit, Kilian) und die vier Brautjungfern (Rebecca Blanz, Katharina Hermanns, Tizia Hilber Maria Polanska).« (Mannheimer Morgen, 11.04.2022)

 

»Bei den Sängern gab Christopher Diffey als Max […] sein Rollendebüt einen überzeugenden Einstand. Sein lyrischer Tenor besticht in erster Linie durch seine Höhe und eine schlanke und helle Tongebung. Die Stimme ist tragfähig und angenehm timbriert […].« (Ioco, 17.04.2022)

 

»Seunghee Kho zeigte als Ännchen eine Interpretation, die keine Wünsche offen ließ. Ihr perfekt fokussierter Sopran strahlte mit silbernem Glanz.« (Ioco, 17.04.2022)

 

»Schauspielerin Astrid Meyerfeldt erfüllte ihre Aufgabe als teuflische Wissenschaftlerin mit einer angenehm zurückhaltenden Souveränität; die denkbar beste Voraussetzung, um sich auf das Gedankenexperiment, für das ihre Texte standen, mit Gewinn einzulassen.« (Neue Musikzeitung, 10.04.2022)

 

»Komponist Jan Dvořák, Regisseur Thomas Fiedler und die Dramaturgin und Produktionsleiterin Julia Warnemünde nehmen das nun schon zweihundert Jahre lang trotz seines mäßigen Librettos von Friedrich Kind erfolgreiche Stück erstaunlich ernst. Sie kriegen es tatsächlich fertig, eine nahezu historische Inszenierung zu zelebrieren. Vor allem dank der kongenialen, das Ganze mit atmosphärischer Dichte zusammenhaltenden Bühne von Heike Vollmer.« (Neue Musikzeitung, 10.04.2022)

 

»Die beeindruckende Bühne von Heike Vollmer erinnert mitunter an die Kulisse von düsteren Sciencefiction-Filmen im Stile der „Mad Max“-Reihe.« (Die Rheinpfalz, 11.04.2022)

 

»Als Relikt einer vergangenen Zeit dominiert die überwucherte Ruine eines Wasserkraftwerks die eindrucksvolle Bühne, für die Heike Vollmer ein Sonderlob verdient. Im Zusammenspiel der Effekte – ob Nebel, Feuer, Wasser oder Licht (Nicole Berry) – sieht die erleuchtete Kulisse, die man auf eine Drehbühne geschraubt hat, einfach hinreißend schauerlich aus.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 11.04.2022)

 

»Es beschäftigt Jan Dvorák, Julia Warnemünde und Thomas Fiedler (wie die Einzelteile des Himmelfahrtskommandos heißen) immer wieder die Aufklärung. Und dieser „Freischütz“ lässt sich als Kritik an ihr lesen, zeigt er doch, dass kalte Wissenschaft über Leichen geht (der Mensch mit Gefühlen und Affekten freilich auch) und all diesen Schrott produziert hat. Plakativ ist die Aussage nicht. Sie wird vielschichtig dadurch, dass auch erzählt wird, wie der Mensch ohne Forschererkenntnis wieder in voraufklärerische Zeiten zurückfällt.« (Mannheimer Morgen, 11.04.2022)