Studio Werkhaus

Keine Stille außer der des Windes

Kammeroper von Sidney Corbett Premiere: So, 06. März 2022
Libretto: Simone Homem de Mello nach Fernando Pessoa

Mit dem Nationaltheater-Orchester

Von dem Kampf um die eigene Identität, dem Unbehagen, der Unruhe erzählt der portugiesische Dichter Fernando Pessoa. Mit bestürzender Klarheit und untrüglichem Gespür zeichnet er Zwischenwelten, die sich in den Lücken einer nur scheinbar festgefügten Realität auftun. Es sind die Reisenden, die Unscheinbaren, diejenigen, die sich an der Schwelle befinden, die Pessoa in seinem 1982 erstmals postum erschienenen Hauptwerk, dem »Buch der Unruhe«, erzählend verfolgt. Die Dichterin Simone Homem de Mello hat daraus ein Libretto gemacht, das der in Mannheim lehrende Komponist Sidney Corbett in eine ebenso elektrisierende wie fragil zerbrechlich wirkende Musik gesetzt hat. Die polnische Regisseurin Pia Partum spürt der Intensität von Klang und Stille in kraftvollen Bildern nach und gibt mit »Keine Stille außer der des Windes« ihr Debüt am Nationaltheater Mannheim.

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»Ideenreich und spannungsvoll.« (Die Rheinpfalz, 08.03.2022)

 

»Corbett setzt das fabelhaft in Klang und Rhythmus. Dass sein Denken dabei selbst ebenfalls immer um einen wie auch immer gearteten spirituellen Raum kreist, macht diesen Abend rund – und exklusiv. Dieser exklusive Kreis aber ist im Studio Werkhaus vom Ausflug in die Freiheit der Gedanken begeistert.« (Mannheimer Morgen, 08.03.2022)

 

»Das klein besetzte Nationaltheater-Orchester spielt unter der Leitung von Elias Corrinth wohl aus Platzgründen hinter der Bühne, was das Atmosphärische der Musik unterstreicht.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 08.03.2022)

 

»Die Sänger machen das exzellent: Unter Haesu Kim (Beobachter), Martiniana Antonie (Reisende), Rebecca Blanz (Braut), Maria Polanska (Zwitter) sowie Sprecher Michael Ransburg sticht da noch der reine Countertenor Tobias Hechlers hervor.« (Mannheimer Morgen, 08.03.2022)

 

»Vorne auf der Bühne setzt Regisseurin Pia Partum der abstrakten Kunst glücklicherweise etwas Fassliches entgegen: ein sommerliches, etwas dekadentes Abendessen mit Wein und Meeresfrüchten.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 08.03.2022)

 

»Auf große dramatische, in traditionellem Sinne opernhafte Ausbrüche und Verdichtungen vollends verzichtend, setzte sie stattdessen vorwiegend auf verhaltene, fein ausgehörte Klanggesten. Dabei beeindruckten besonders die sensiblen Farbnuancen von Corbetts Partitur, die Vielfalt der Zwischentöne seines mit Streichquintett, Bläserquartett, Perkussion und Klavier besetzten Kammerorchesters.« (Die Rheinpfalz, 08.03.2022)