Opernhaus

Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner Premiere: Sa, 12. Februar 2022

Mit dem Opernchor, dem Extrachor, der Statisterie und dem Nationaltheater-Orchester

Ein Fluch lastet auf dem Fliegenden Holländer: Bis in alle Ewigkeit muss er die Weltmeere durchsegeln, ohne jemals Ruhe zu finden. Nur alle sieben Jahre darf er an Land, um eine Frau zu suchen, die ihn durch bedingungslose Liebe von seinem Schicksal erlöst. In der verträumten Senta – auch sie eine Ruhelose, die sich in eine von wirtschaftlichen Interessen bestimmte, bürgerliche Welt nicht einfügen will – findet er endlich, was er so lange suchte: Treue bis in den Tod.

Auf die Sage des Fliegenden Holländers war Richard Wagner 1838 durch Heinrich Heines »Memoiren des Herren von Schnabelewopski« gestoßen. Nach einer stürmischen Überfahrt von Riga bis London – Wagner befand sich wieder einmal auf der Flucht vor Gläubigern – wählte er den Stoff für seine nächste Oper und begann die Komposition unter dem noch frischen Eindruck der unberechenbaren Kraft des Meeres. Vor der Folie dieser wilden Natur entfaltet Wagner im »Holländer« die Utopie einer ins Transzendente weisenden Liebe als Gegenentwurf zu dem von Industrialisierung und Ökonomisierung geprägten Zeitgeist des 19. Jahrhunderts – und findet damit zu einem der zentralen Themen seines Opernschaffens.

Mit »Der fliegende Holländer« widmet sich Regisseur Roger Vontobel nach »Fidelio« und »Il trovatore« in Mannheim einem weiteren Meilenstein der Operngeschichte.