Opernhaus

Simplicius Simplicissimus

Drei Szenen aus seiner Jugend Premiere: Mai 2021
Musik von Karl Amadeus Hartmann | Libretto von Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann nach dem Barockroman »Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch« von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Tänzerinnen: Jana Riesenacker / Lea Roth / Lena Steininger

Ein kleiner Junge namens Simplicius Simplicissimus begibt sich allein in eine Welt, die von Zerstörung, Gewalt und Misstrauen gezeichnet ist. Er beobachtet und stellt unbequeme Fragen, um Leid und Unmenschlichkeit um ihn herum zu verstehen. Basierend auf dem Barockroman von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen von 1668 schrieb der deutsche Komponist Karl Amadeus Hartmann von 1934 bis 1936 seine Kammeroper »Simplicius Simplicissimus«. Sie spielt mitten im Dreißigjährigen Krieg, deutete aber zum damaligen Zeitpunkt auf die Schrecken der NS-Diktatur voraus und machte Hartmanns antifaschistischen Standpunkt deutlich. Aufgrund von Zensur und Hartmanns Entscheidung zur inneren Emigration konnte »Simplicius Simplicissimus« erst nach Ende des 2. Weltkriegs, 1948, in Deutschland uraufgeführt werden. Die überarbeitete zweite Fassung für großes Orchester erklang zum ersten Mal 1957 am Nationaltheater Mannheim. Regisseur Markus Dietz, der zuletzt am NTM Brittens »Peter Grimes« inszenierte, holt Hartmanns Werk in die Jetztzeit und hinterfragt, was eine zerstörte Welt mit den in ihr lebenden Menschen anrichtet. Unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke erklingt die zweite Fassung von »Simplicius Simplicissimus« in einer Version für Kammerorchester.