Opernhaus

Madame Butterfly

Giacomo Puccini Premiere: So, 04. Oktober 2020
White-Wall-Oper 2

Mit dem Opernchor, der Statisterie, dem Bewegungschor und dem Nationaltheater-Orchester

Cio-Cio-San, genannt Butterfly, sehnt sich nach einem neuen Anfang. In der Hochzeit mit F. B. Pinkerton scheint diese Vision Wirklichkeit zu werden, doch bald neigen sich Schatten über das aufkeimende Glück und Butterfly bleibt verlassen zurück. Opfer gegen Täter, naive Illusion gegen brutale Wirklichkeit – die Rollen scheinen klar verteilt. Und doch gelingt es Videokünstler Roland Horvath, der Geschichte überraschende Facetten abzugewinnen, die die Frage nach Identität und Selbstbestimmung ganz neu stellen. So entsteht ein Bilderbogen, der Puccinis Meisterwerk in neuem Licht erstrahlen lässt.

 

Nähere Informationen zur Neuinszenierung und zum Konzept der »White-Wall-Oper« erhalten Sie hier sowie auf dem Alphabet-Blog.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 35 Minuten

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

 

Zu dieser Produktion bieten wir eine IMPULS-Mappe sowie Einführungs- und Nachbereitungsworkshops an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Oliver Riedmüller (E-Mail: oliver.riedmueller@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).

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»Das Nationaltheater Mannheim macht aus den Corona-Bedingungen das beste, was derzeit eben machbar ist. Der 95 Minuten lange Opernabend ist nicht das, was wir vor Corona kannten und liebten. Er wirkt aber dennoch lange nach. Weil er ins Herz schießt. Mehr kann man von der Oper nicht erwarten.« (Die Rheinpfalz, 05.10.2020)

 

»Der Abend gehört ganz der überwältigenden Astrid Kessler. Sie verkörpert Metamorphose, changierende Sexualität und das Liebesbedürfnis anrührend, sowohl in den hintergründigen Videos als auch in der vordergründigen Darstellung. Und sie singt die Cio-Cio San perfekt.« (SWR2, 06.10.2020)

 

»Die Sänger und Sängerinnen sind hervorragend. Das fängt bei Nikola Diskics obertonreichem und kernigem Sharpless an, geht bei Irakli Kakhidzes wieder mal mühelos glühendem Pinkerton und Julia Faylenbogens warm schattiert schimmernder Suzuki weiter und führt zu ihr: Astrid Kessler, die den Hermaphrodit im Dialog mit den eingespielten Videos des mit seinem Geschlecht hadernden Philipp Riehle grandios bewältigt. Sie singt mühelos. Beseelt in jeder Faser der kultiviert gestalteten Phrasen. Nicht weniger als in höchstem Maße authentisch.« (Mannheimer Morgen, 05.10.2020)

 

»Astrid Kessler singt bei ihrem Rollendebüt eine großartige Butterfly. Mehr als das: Sie verkörpert diese leidenschaftliche Frau an der Grenze zur Selbstaufgabe. Man leidet mit ihr, verzweifelt mit ihr – bis zum bitteren Ende.« (Die Rheinpfalz, 05.10.2020)

 

»Irakli Kakhidze ist ein strahlend höhensicherer Pinkerton.« (Die Rheinpfalz, 05.10.2020)

 

»Irakli Kakhidze singt den verführerisch einschmeichelnden, wie skrupellosen Pinkerton mit stählernem Tenor. Nikola Diskic ist ein wunderbar nobler Konsul Sharpless und Julia Faylenbogen als Suzuki eine mütterliche Gefährtin. Uwe Eikötter gibt den Heiratsvermittler Goro als zwiespältige Drag Queen.« (SWR2, 06.10.2020)

 

»Der Abend ist hübsch anzusehen, verteilt atmosphärische Schwarzweißbilder und ist schön verstörend, aber - Dank Puccini, den Interpreten und einer dann doch auch guten und konzentrierten Personenführung - musikalisch auch so gut, dass diese(r) „Madame/Monsieur Butterfly“ musikalische Wucht entfacht und den Spannungsbogen nie einknicken lässt. Auch aus dem Graben und von den Chorrängen lässt es Janis Liepins diesmal trotz reduzierter Version lodern.« (Mannheimer Morgen, 05.10.2020)

 

»Janis Liepins am Pult des Nationaltheater-Orchesters gelingt es recht schnell, die keine Widersprüche duldende Leidenschaftlichkeit dieser Musik zu entfachen. Das ist trotz der kleinen Besetzung große Oper, ist ein Kraftwerk der Gefühle.« (Die Rheinpfalz, 05.10.2020)

 

»Die Regisseurin Maria-Magdalena Kwaschik und ihr Team mit Anna-Sofia Kirsch (Bühne) und Charlotte Werkmeister (Kostüme) finden eine ganz eigene Bildsprache für diese tragische Liebesgeschichte mit tödlichem Ausgang.« (Die Rheinpfalz, 05.10.2020)