Opernhaus

Die Entführung aus dem Serail

Wolfgang Amadeus Mozart Premiere: Sa, 18. Juni 2022
Neue Textfassung von Luk Perceval und Aslı Erdoğan
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Konstanze (gealtert): Tatja Seibt
Blondchen (gealtert): Anna Magdalena Fitzi
Belmonte (gealtert): Joris Bultynck
Osmin (gealtert): Patrice Luc Doumeyrou >>
Mit dem Opernchor, der Statisterie und dem Nationaltheater-Orchester

Nach der coronabedingten Digitalisierung beim Mannheimer Sommer 2020 nun endlich auf der Bühne des Opernhauses: Regielegende Luk Perceval und die Autorin Asli Erdoğan verleihen Mozarts beliebtem Singspiel eine philosophische Dimension jenseits von orientalischen Klischees und ohne humoristische Spielszenen. Perceval und Erdoğan überführen die Geschichte des Edelmanns Belmonte, der auf der Suche nach seiner Frau Konstanze ist, in eine Welt, in der die Gegensätze von Orient und Okzident längst aufgelöst sind. In dieser schnelllebigen, globalisierten Welt sind die Hauptfiguren allesamt allein inmitten einer geschäftigen Menge, die ein absurdes Leben führt. Dabei findet keine*r von ihnen den einen Weg aus diesem »inneren Serail«. Einfühlsam, mit berückend schönen Bildern, neuen Dialogen und Zwischentexten spüren Perceval und Erdoğan so dem Gegensatz von Stille und Betriebsamkeit im brutalen Weltgedränge nach. Ein echtes Kunstwerk inspiriert von Mozarts utopischer Musik. 

 

Eine Koproduktion des Nationaltheater Mannheim mit dem Grand Théâtre de Genève und dem Grand Théâtre de Luxembourg.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von FUCHS PETROLUB SE

Im Rahmen von Jenseits des Serails (Themenschwerpunkt im Festival Mannheimer Sommer 2020) gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes  

 

Foto: Carole Parodi

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»Intimes Kammerspiel über Sehnsüchte und Verlangen.« (Badische Neueste Nachrichten, 20.06.2022)

 

»Luc Percevals Inszenierung ist handwerklich brillant umgesetzt.« (Die Rheinpfalz, 20.06.2022)

 

»Ernst, poetisch, rätselhaft und voller bildhafter und kluger Gedankenkurven.« (Mannheimer Morgen, 20.06.2022)

 

»Joshua Whitener hat für den Belmonte den passenden Mozart-Tenor, sein sprechendes Alter ego Joris Bultynck muss den halb Dementen geben. Und Osmin? Dieser bleibt der Krachsack und Provokateur, ist sprechender und gequälter Anarchist im Rollstuhl (Patrice Luc Doumeyrou) und toll singender Bass (Patrick Zielke). Tanja Seibt gibt der gealterten Konstanze fast überproportionales Gewicht und an ihrem Pendant Estelle Kruger bleibt wenig auszusetzen. Blondchen (Amelia Scicolone/ Anna Magdalena Fitzi) ist tadellos.« (Die Rheinpfalz, 20.06.2022)