Opernhaus

Jolanthe

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Premiere: Do, 25. Januar 2018
Lyrische Oper in einem Akt. Konzertante Aufführung.
in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein prachtvoller Schlossgarten in der sonnigen Provence, reife Früchte, Mädchenchöre und Lachen: Die Welt von Prinzessin Jolanthe gleicht einem Traum. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass er ein Trugbild ist. Eine dicke Mauer und ein verschlossenes Tor umgeben diesen Garten, zu dem der Zutritt bei Todesstrafe untersagt ist.

Der Einakter Jolanthe entstand 1891 und ist die letzte Oper Tschaikowskys. Im Jahr seines Todes erlebte der Komponist noch die deutsche Erstaufführung in Hamburg, die von Gustav Mahler dirigiert wurde. Seither ist die Liste der szenischen Aufführungen kurz geblieben. An der Musik liegt es nicht, denn diese gehört zu den farbenreichsten in Tschaikowskys Oeuvre: Ein idealer Fall für eine konzertante Aufführung am NTM. Benjamin Reiners ist mit seinem energetischen und sensiblen Dirigat prädestiniert für das Werk.

Vielleicht beruht die Wirkung der Komposition ja auf der Nähe des Komponisten zur Geschichte der Jolanthe, die auf einem Versdrama des Dänen Henrik Hertz fußt. Schließlich war auch Tschaikowskys Leben von einem Geheimnis geprägt – dem um seine Homosexualität. Anders als bei ihm selbst kommt bei Jolanthe am Ende die Wahrheit ans Licht: Ein medizinischer Eingriff schenkt ihr das Augenlicht und die bedrückenden Geheimnisse lösen sich in Liebe auf.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.