Opernhaus

Fidelio

Ludwig van Beethoven
Oper in zwei Aufzügen
in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mit dem Opernchor und Extrachor

Beethovens Fidelio entstammt einem blutigen Zeitalter. Eroberungen und Freiheitskämpfe erschütterten Europa. Nach dem Scheitern der Revolution begann ein Zeitalter der Geheimpolizeien und Staatsgefängnisse, von Folter, Verrat und Aufopferung.

Beethoven glühte für die Sache der Aufklärung. Kein Wunder, dass seine einzige Oper Fidelio eine Parabel über den Missbrauch politischer Ideen wurde: Florestan, der grundlos im Gefängnis sitzt, wird vom sadistischen Gouverneur Pizarro dem Hungertod überlassen. Doch seine Frau hat sich als »Fidelio« in den Haushalt eines Gefängniswärters eingeschlichen. Es gelingt ihr, sein Vertrauen zu gewinnen und ins Gefängnis einzudringen, so dass sie schließlich Pizarros mörderische Pläne verhindern kann.

Eine ideale Vorlage für Regisseur Roger Vontobel, dessen Aida in der Spielzeit 2016/17 zum Publikumsrenner in Mannheim wurde. Denn Vontobel ist vom utopischen Potenzial der Oper überzeugt: »Wenn wir zuhören, dann wird es eine andere Welt.« – Beethoven hätte zugestimmt.

 

Dauer: 2 Stunden und 30 Minuten

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

 

English Version

 

Beethoven's »Fidelio« originates from a bloody era. Europe was shaken by conquests and struggles for freedom. After the revolution failed, a period of secret police and state prisons began, a time of torture, treachery, and sacrifice.

Beethoven was passionate about the Enlightenment. It is no wonder that his only opera, »Fidelio«, became a parable about the misuse of political ideas: Florestan, who has been imprisoned without cause, is left to starve to death by the sadistic governor Pizarro. But his wife has tricked her way into the household of a prison warden, disguised as Fidelio. She succeeds at gaining his trust and making her way into the prison, ultimately thwarting Pizzaro's murderous plans.

It is the ideal source material for director Roger Vontobel, whose »Aida« was an audience favorite during the 2016/2017 season. Vontobel himself is convinced that opera has utopian potential: »A new world reveals itself when we listen in.« Beethoven would have agreed.

 

Duration: Approx. 2 hours 30 minutes

The duration given here is an approximation only.

»Roger Vontobel hat für das Mannheimer Nationaltheater Beethovens einzige Oper „Fidelio“ inszeniert und dabei zu einer spannenden, überraschenden, letztlich aber konsequenten und schlüssigen szenischen Umsetzung gefunden.« (Rheinpfalz, 11.12.2017)

 

»[Der Abend wartet] mit starken Bildern auf. Claudia Rohner hat einen schwarzen Riesenkubus auf die Bühne gebaut, der 180 Minuten bedrohlich über der mobilen Spielfläche hängt. Er ist Damoklesschwert, Gefängnis, Raum der Träume.« (Mannheimer Morgen, 11.12.2017)

 

»Der Schauspieler Michael Ransburg trägt als Florestan diese Oper. Ohne einen Ton zu singen. Aber ohne, dass damit Beethovens „Fidelio“ Gewalt angetan würde.« (Rheinpfalz, 11.12.2017)

 

»Andreas Hermann sang die Florestan-Arie fast duftig und mit einem schön fließenden weichen Tenor.« (Der neue Merker, 19.12.2017)

 

»Sängerisch überzeugen können Ji Yoon, die der Automaten-Marzelline lebendige Wärme einhaucht sowie Thomas Jesatko als fies charakterisierender Pizarro. […] Der Star des Abends ist Sebastian Pilgrim, der als Rocco seinen schweren Spielbass mächtig hüpfen, dunkel leuchten oder eben auch zart Emotionen ausstrahlen lässt. Großartig. Chor und Extrachor von Dani Juris: kräftig, kompakt, brillant.« (Mannheimer Morgen, 11.12.2017)

 

»[Elisabeth] Teige hat die emphatische Dramatik, die schöne Blüte und packende Beseeltheit in ihrem Sopran [...]. Und Andreas Hermann - tja, der singt einfach nur richtig gut und lässt seinen eher noch jugendlichen Heldentenor gleich in der Arie "Gott! Welch Dunkel hier!" herrlich leuchten. Sicher und relativ leicht navigiert er seine Stimme auch durch die äußerst unangehnehmen und konstanten Höhen im F-Dur-Teil, wo sich der Tonraum immer mehr auf die Spitzen zwischen hohem F und B konzentriert [...].« (Mannheimer Morgen, 21.12.2017)

 

»Generalmusikdirektor Alexander Soddy am Pult des Nationaltheaterorchesters steht für einen ebenso transparenten wie in mitunter strammen Tempi verwirklichten Beethoven-Klang.« (Rheinpfalz, 11.12.2017)

 

»Was das schmis­sig auf­spie­len­de, im Blech sehr in­to­na­ti­ons­si­che­re und in den Strei­chern straf­fe Mann­hei­mer Or­ches­ter un­ter der mo­ti­vie­ren­den Lei­tung von Alex­an­der Sod­dy ge­mein­sam mit den ein­drucks­vol­len Rol­len­de­bü­tan­ten aus dem ei­ge­nen En­sem­ble, dem kraft­vol­len Chor und den bei­den Gäs­ten An­net­te Seilt­gen (So­pran) als for­schem Fi­de­lio/for­scher Leo­no­re so­wie Se­bas­ti­an Pil­grim (Bass) als ge­müts­se­li­gem Ker­ker­meis­ter Roc­co prä­sen­tier­ten, war ein in­ten­si­ver Blick in die klang­li­che Zu­kunft der Oper.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2017)

 

»Das Ergebnis ist aufwühlendes, bewegendes, berührendes Musiktheater.« (Rheinpfalz, 11.12.2017)