Mannheimer Sommer 2022

 

16. – 26. Juni 2022

 

»…five – four – three – two – one – – lift off!« – Der Countdown ist eine Erfindung des kosmischen Zeitalters. Das Herunterzählen weckt freudige Erwartungen, das Neue kündigt sich rückwärts an. Doch auch im Bereich der Klimakrise befinden wir uns im Stadium des Herunterzählens, was hier apokalyptische Ängste weckt. Der Mannheimer Sommer 2022 versucht, beides zusammenzudenken: Krise und Aufbruch. Er versammelt künstlerische Stimmen, die einen Blick auf die Misere werfen und in der Phantasie den ökologischen Neuanfang vorwegnehmen. Denn was kann Theater, was kann Musik besser, als das noch Undenkbare zu denken: eine Welt, in der Mensch und Natur in neuartigem Gleichgewicht stehen? In einem großen Countdown werden wir von Mozarts »Idomeneo« zurückzählen und uns mit Eigenproduktionen, Gastspielen und Konzerten der Gegenwart nähern, bis schließlich sich das Nationaltheater aus seiner Verankerung reißt und als Raumschiff einer besseren Zukunft entgegenfliegt. – Lasst uns starten!

 

 

Für jede reguläre Karte erhalten Sie 2 Karten zu jeweils 9 Euro* in der gleichen Platzkategorie für Vorstellungen Ihrer Wahl! 
*Erhältlich an der Theaterkasse, per Kartentelefon oder E-Mail. Bereits gekaufte Karten bitte vorzeigen.

 

 

Der Mannheimer Sommer 2022 wird ermöglicht und gefördert durch die Stadt Mannheim und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

Weitere Förderer sind die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V., die Heinrich-Vetter-Stiftung, die Stiftung Nationaltheater Mannheim, der Fonds Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder. Ein weiterer Dank gilt Familie Limbourg für die Unterstützung von »NEO DOME I«.

 

Wir danken unseren Sponsoren Baden-Württembergische Bank für die freundliche Unterstützung des Open Air Kino, FUCHS PETROLUB SE für die Unterstützung von »Die Entführung aus dem Serail« sowie Roche und Lotto Baden-Württemberg.

 

Die Veranstaltungsreihe »Countdown« wird gefördert von der Baden-Württemberg-Stiftung.

 

Der Mannheimer Sommer 2022 findet in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg statt.

 

Der »Raumschiff – Erde Kongress« findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg statt.

 

Medienpartner: Mannheimer Morgen

Raumschiff Erde

Essay zum Festival

 

VON DER UNBEHERRSCHBAREN BEHERRSCHUNG DER ERDE

Irgendwann im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung erteilte Gott der Menschheit einen berühmtberüchtigten Arbeitsauftrag. »Seid fruchtbar und mehret euch«, forderte er und ergänzte recht großspurig: Füllet die Erde und machet sie euch untertan. Seinerzeit klang diese Forderung wahrscheinlich recht utopisch. Nur ungefähr 115 Millionen Menschen lebten damals, und die Erde zeigte sich reichlich widerspenstig bei dem Versuch, sie zu füllen. Hungersnöte, Schädlinge, Parasiten, Krankheiten und Seuchen beherrschten das Leben der damaligen Menschen, die durchschnittliche Lebenserwartung lag – auch durch die Kindersterblichkeit – bei unter 40 Jahren. Naturbeherrschung sieht anders aus1.

Seither hat sich das Blatt gewendet.

Unglaubliche 96% der Biomasse aller Säugetiere sind inzwischen Menschen und ihre Nutztiere; auf wildlebende Säuger entfallen gerade einmal 4%. Im Laufe der menschlichen Zivilisationsgeschichte sind ca. 80% der ursprünglich vorhandenen Säugetiere und 50% aller Pflanzen verschwunden. Die gegenwärtig 7,8 Milliarden Menschen haben die Oberfläche und die Atmosphäre der Erde so stark verändert, dass der Begriff Anthropozän2 als geologischer Begriff inzwischen allgemein akzeptiert ist. Der Versuch, die Erde zu beherrschen, hat zu einer unbeherrschbaren Situation geführt; Artensterben und Klimaveränderung sind wahrscheinlich die größten Herausforderungen der Menschheit seit der Sintflut. So wundert es nicht, dass der verantwortliche Gott länger nichts von sich hören lassen hat.

Es hilft nichts: Wir Menschen stehen ganz alleine vor einer Herausforderung, die Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Philosophie und Kunst gemeinsam annehmen müssen, um irgendeine Wirkung zu zeigen.3 Denn es reicht sicherlich nicht, einfach nur die eine oder andere Stellschraube zu drehen, es braucht eine veränderte Sicht auf unseren Planeten, ein neues »planetarisches Bewusstsein«.

Erschien die Erde früher als eine schier unendliche Ansammlung von Ressourcen, die nur nutzbar gemacht werden müssen, so mussten wir durch die Fotos aus dem All begreifen, dass es sich bei unserem Heimatplaneten um eine im kosmischen Vergleich sehr kleine, schwebende Kugel4 handelt, ein natürliches »Raumschiff Erde«5, um das herum sich das schiere lebensfeindliche Nichts erstreckt.6

 

ZURÜCK ZUR NATUR!

Das Bewusstsein dafür, dass der Mensch in der Lage sein könnte, diese fragile Heimat zu zerstören, ist noch sehr jung. Üblicherweise wird die alarmierende Studie Die Grenzen des Wachstums von Donella und Dennis Meadows aus dem Jahr 1972 als Beginn der ökologischen Bewegung gesehen. Doch natürlich liegen die Wurzeln dieser Bewegung tiefer.

Wieder einmal ist es die Epoche der Aufklärung, der wir uns dafür nähern müssen. Erst die Naturbegeisterung eines Rousseau mit seinem Ruf Zurück zur Natur, oder des deutschen Sturm und Drang bereitete langfristig die Grundlage dafür, in der Natur etwas anderes zu sehen als eine Ansammlung von nutzbaren Tieren, Pflanzen und Rohstoffen.7 Das  Naturrecht, das natürliche Sittengesetz, die natürliche Würde des Menschen: Im 18.  Jahrhundert war die Natur im intellektuellen Diskurs so gegenwärtig, dass Montesquieu  witzelte, die sei eine Dame, die jeder intim kenne und deren Ruf dadurch zerstört werde.

Und tatsächlich: Unzählige Schäferspiele wie Mozarts Bastien und Bastienne8 verherrlichten seinerzeit das einfache Leben. Der englische Landschaftsgarten stilisierte die Schönheit der natürlichen Landschaft9; in unzähligen empfindsamen Gedichten wurde das Naturschöne besungen und musikalisch eindrucksvoll geschildert wie in Haydns Schöpfung oder später in Beethovens Pastorale.

Gleichzeitig lieferte die Wissenschaft die Mittel dafür, um unvergleichlich effizienter als jemals zuvor die Ausbeutung der Natur betreiben zu können. Es ist paradox: Je rücksichtsloser die Ausbeutung der Natur voranschritt, desto leidenschaftlicher wurde über das 19. Jahrhundert hinweg die Verehrung für sie – in Musik, Dichtung und Malerei. Doch die Verehrung führte zu keinem anderen Umgang. Es fehlte das Verbindungsstück, das Natur und Kultur, das menschliches Handeln und natürliche Umwelten in Beziehung bringen könnte.10

 

DIE ENTSTEHUNG DES ÖKOLOGISCHEN DENKENS

Die Grundlage dafür lieferte der Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859). Auf seinen Weltreisen gewann er die Erkenntnis, dass in der Natur alles mit allem verknüpft ist: Weltall, Geologie, Wetter, Botanik, Tierwelt – und natürlich der Mensch. Kosmos nannte er folgerichtig das Hauptwerk seines langen Lebens, das notwendigerweise unvollendet bleiben musste.

Den nächsten Schritt machte Charles Darwin (1809-1882) mit seiner Evolutionstheorie. Was bis dahin eine eher intuitive Erkenntnis von Pantheisten wie Goethe war, nämlich die Entfaltung der Vielfalt des Lebens in vielen winzigen Schritten über gewaltige Zeiträume, wurde nun wissenschaftliche Erkenntnis. Auch in Deutschland fand die neue Lehre bald Anhänger, und 1866 war es dann soweit: Der deutsche Zoologe und Darwinist Ernst Haeckel führte das Wort Ökologie in die Debatte ein; der Gedanke einer engen und notwendigen Verflechtung der Lebewesen untereinander war in der Welt.

Doch bis man verstand, dass auch der Mensch zu diesem Miteinander gehört und es in seiner Macht steht, die diffizile Balance des Lebens empfindlich zu stören, war es noch weit. Im Weg stand und steht dieser Erkenntnis nämlich nicht nur der handfeste Egoismus jedes einzelnen. Im Weg stand auch der bisher als fortschrittlich empfundene Humanismus, der den Menschen zum Maß aller Dinge ernennt und alle anderen Spezies demgegenüber abwertet.11

 

DAS MORALISCHE ABENTEUER DES EINZELNEN

In der Kunst ist dieser Humanismus tief verankert. Das einzige vollgültige hochkulturelle Sujet scheint deshalb seit langem das moralische Abenteuer des Einzelnen, wie es der indische Autor Amitav Ghosh12 in seinem Essay Die große Verblendung nennt. Von ihm handeln der bürgerliche Roman, die Oper oder der Spielfilm.13 Wer sich mit dem Schicksal von Pflanzen, Tieren oder Planeten beschäftigen möchte, ist nach wie vor besser in Trivial-, Experimental- oder Jugendkultur aufgehoben. Vielleicht ist das sogar die entscheidende hochkulturelle Aufgabe der Gegenwart: zu begreifen, dass auch die Natur, das Tier, oder sogar das Wetter Akteure sein können, denen wir auf Augenhöhe begegnen müssen. Doch auf der Suche nach einem kulturellen Paradigma, das uns dabei helfen könnte, diese Lehre besser zu verstehen, müsste man gewohnte Pfade verlassen. Schnell landet man in der Mythologie oder in außereuropäischen Kulturen – die oftmals von einer beseelten Umwelt ausgehen, in die der Mensch eingewoben ist. Doch wie wäre das möglich? Eine Verbindung zwischen aufgeklärtem Denken auf der Höhe der Zeit und einem ganzheitlicheren Weltbild?

 

EIN NEUES BILD DER WELT

Vielleicht ist eine solche neue Verbindung bislang gegensätzlicher Wertsysteme schlecht in Worte zu fassen. Schnell rutscht man in esoterische Klischees von der guten Natur und dem bösen Menschen ab. Dabei spricht die Wissenschaft seit Jahrzehnten eine klare Sprache – nur die Kultur tut sich schwer, darauf zu antworten.

Aber es gibt vielversprechende Ansätze. Philosophinnen wie Donna Haraway oder Rosi Braidotti prägten beispielsweise den Gedanken eines feministischen Posthumanismus, da der männlich geprägte Humanismus die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht habe. Unruhig bleiben, so der Titel von Haraways letzter Veröffentlichung zwischen Essay und Roman, schafft nervös zitternde Bilder einer kommenden Welt, in der die Grenzen zwischen den Spezies, zwischen belebter und unbelebter Natur im Sinne einer gemeinsamen Sorge um das Leben porös geworden sind.14

Die Gaia-Hypothese, die von Lynn Margulis und James Lovelock Mitte der Siebziger aufgestellt wurde und die Erde als einen riesigen, selbstregulierenden Meta-Organismus begreift, ist sogar streng wissenschaftlich fundiert. Denn nur das gemeinsame Zusammenwirken aller Lebensformen der Erde stabilisiert Atmosphäre, Ozeane und Temperatur des Planeten in einer lebensfreundlichen Zone. Wie sähe die Erde ohne funktionierende Gaia aus? Wie verändert die Vorstellung, Teil eines solchen Super-Organismus zu sein, die eigene Subjektivität? Ist es eine Entmündigung? Oder eher eine Sinnstiftung? Ergeben sich neue Formen von Schönheit, von Erhabenheit?

 

EIN FESTIVAL DER FRAGEN

Um all diese Fragen produktiv werden zu lassen, müssten wir zunächst aus einem menschlich-allzumenschlichen Freiheitsdogma aussteigen, das jede Einschränkung der individuellen Entfaltungsmöglichkeiten als reaktionär geißelt. Die alte lateinische Unterscheidung von Libertas als verantwortungsvoller und Licentia als rücksichtsloser Freiheit führt hier weiter: Es ist die menschliche Licentia, die im Zweifelsfall zu immer noch etwas mehr Konsum, Reisen und CO2-Ausstoß führt. Unsere Libertas hingegen könnte sogar wachsen, wenn der räuberische Anteil unserer Lebensführung zurückginge. War das nicht sogar eine der eindrücklichsten Lehren der Corona-Krise: Dass weniger nicht immer weniger heißen muss, sondern manchmal auch eine neue Unabhängigkeit bringen kann?15

Der Mannheimer Sommer 2022 will sich mit künstlerischen Mitteln diesen gedanklichen und lebenspraktischen Herausforderungen stellen. Genauer: mit musikalischen Mitteln von Mozart bis heute. Das Festival sucht gezielt künstlerische Ansätze und Strategien, die den Menschen aus dem Mittelpunkt des Universums rücken – und ihn zugleich mitnehmen auf die Reise in eine spekulative Zukunft, in der die ökologische Krise schon hinter uns liegt.16 Vielleicht haben es gerade die Musik und das Musiktheater leichter als die übrigen Künste, an solche archaischen und zugleich futuristischen Visionen anzudocken. Stehen sie doch mit geheimen, nonverbalen Kräften in Verbindung, mit Mythos, Verbundenheit und Sinnenrausch.

Mythos, Verbundenheit und Sinnenrausch? – Das wären immerhin gute Begleiter beim Übergang in die ökologische Epoche. Wir sind die Besatzung des Raumschiffs Erde. Lasst uns endlich abheben.17

 

Jan Dvořák

Künstlerischer Leiter »Mannheimer Sommer«

 

 

Fußnoten

 

1 So kann in Mozarts Idomeneo nur Opfer und Buse Kreta vor der Rache des Meeresgottes retten. Ausgangspunkt für Ariel Ashbels und Ethan Brauns spektakuläre Neufassung NEO DOME I

 

2 Im Live-Trickfilm Post Paradise der Gruppe sputnic wird die Gewalt des Anthropozäns sinnlich erfahrbar. Sie werfen aber auch einen Blick darüber hinaus!

 

3 Wir werden uns in unserem musikalischen Umweltkongress Utopie und Krise damit beschäftigen.

 

4 Eine fixe Idee seit Jules Vernes Von der Erde zum Mond, der Grundlage für Voyage dans la lune der Band Air.

 

5 Diese Idee von Buckminster Fuller findet sich in der Rahmeninszenierung von Kommando Himmelfahrt wieder: Roll Out und Lift Off markieren Anfang und Ende des Starts in eine neue, hoffentlich bessere Welt.

 

6 Liebe zum ganzen Weltall durchpulst auch Cosmic Drama, das emphatisch-skurrile Bildertheater von Philippe Quesne.

 

7 Was für eine Ironie, dass Erdöl aus den Überresten von Tieren und Pflanzen entsteht! Black Marrow – das schwarze Mark der Erde – nennt es die Iceland Dance Company.

 

8 Bei uns zu sehen als entfesselte Inszenierung des Opernstudios im Festivalzentrum.

 

9 Womit sich Anna-Elisabeth Frick in ihrer inszenierten Parkmusik in Schwetzingen beschäftigen wird.

 

10 Diese Beziehung zu stiften haben sich Orchester des Wandels und Tanja Tetzlaff vorgenommen!

 

11 Einen posthumanistischen Blick auf den Menschen wirft die Künstlerin Moran Sanderovich in ihren monströsen Performances.

 

12 Der zur Eröffnung des Festivals auch bei uns für Denkanstöße sorgen wird!

 

13 So wie auch Die Entführung aus dem Serail, die von Regisseur Luk Perceval aber radikal ins Gesellschaftliche geweitet wird.

 

14 Wie in unserer Uraufführung The Damned and the Saved, wo eine tyrannische künstliche Intelligenz am Ende der Heldin nur die Flucht ins Meer übriglässt.

 

15 Andererseits auch eine neue, technologische Vereinzelung, wie sie in der Performance Bunker // 34 oder Felix Kubins Type 76 – Maschinenmonologen beschrieben wird. Das düstere Bild eines denaturierten Menschen!

 

16 Auf heitere Weise 1791 schon vorweggenommen im Wimmelbild von Mozarts Die Zauberflöte.

 

17 Wozu Sie speziell am 25.6. bei unserem Raketenstart Lift Off herzlich eingeladen sind!

16. - 26. Juni 2022

Vorplatz des Nationaltheaters und Theatercafé

 

Öffnungszeiten draußen:
16.–17.06., 17.00–23.00 Uhr
18.–19.06., 13.00–22.00 Uhr
20.06., Ruhetag
21.–24.06., 17.00–22.00 Uhr
25.06., 10.00–23.00 Uhr
26.06., 11.00–22.00 Uhr

 

Im gesamten Festivalzeitraum verwandelt sich der Goetheplatz in ein futuristisches Startgelände, das noch entfernt an die herrlichen Gärten des Barockzeitalters erinnert. Publikum und Beteiligte sonnen sich hier auf den terrassierten Hügeln oder suchen Schatten unter merkwürdigen Gewächsen. Wechselnde Küchen sorgen für das leibliche Wohl; man lauscht Musik aus unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte. Dies ist der Ort, an dem die Flucht ins 23. Jahrhundert beginnt! Jener  utopischen Zeit, in der alle Probleme der Klimakrise gelöst sind und der Mensch in Einklang mit Natur und Technik lebt. Um dorthin zu gelangen, muss das Nationaltheater zum Raumschiff werden, das zu Beginn des Festivals von drei feierlichen Paraden aufs Rollfeld gebracht wird (siehe »Roll Out« S.22), um sich am Ende der Festivalzeit aus  seiner Verankerung zu reißen und abzuheben (siehe »Lift Off« S.62). Die Basisstation ist der »Salon des lumières« im alten Theatercafé. Das Arbeits- und Sterbezimmer des radikalen Aufklärers Julien Offray de LaMettrie wird zur utopischen Schnapsbar, wo bis in die Nacht diskutiert und Musik gehört werden kann. An ausgewählten Abenden wird der Salon zur Bühne für unsere Bandkonzerte und Partys. Die exquisite Auswahl zwischen Indie, Jazz und Percussion folgt dieses Jahr dem Motto »Female Bandleader«.


The Goetheplatz will be transformed into a futuristic landscape for the duration of the festival, one that is vaguely reminiscent of the magnificent gardens of the Baroque period. Audience members and artists can bask in the sun on the terraced grounds or seek shade under remarkable greenery.

This is the place where the  escape into the 23rd century begins! The utopian era, in which all of the problems of the climate crisis have been solved and humans live in harmony with nature once  again. In order to get there, the National Theater must transform into a spaceship that is led to the runway at the beginning of the festival (»Roll Out« p.22) so that it can blast into space as the festival concludes (»Lift Off« p.62).

 

Gestaltung des Festivalzentrums: Eylien König

Kurator Festivalzentrum und »Salon des lumières«: Thomas Fiedler

 

 

 
 
 

SPIELSTÄTTEN

NATIONALTHEATER MANNHEIM
Opernhaus, Schauspielhaus, Festivalzentrum, Bunker, Oberes Foyer, Unteres Foyer
Adresse: Am Goetheplatz, 68161 Mannheim


STUDIO WERKHAUS, CASINO WERKHAUS, INNENHOF WERKHAUS
Adresse: Mozartstraße 9-11, 68161 Mannheim


SCHLOSS UND SCHLOSSPARK SCHWETZINGEN
Adresse: Schloss Mittelbau, 68723 Schwetzingen
Parken: Am alten Messplatz, in 300m Entfernung, sind 150 kostenpflichtige Parkplätze für PKW vorhanden und fünf kostenlose Parkplätze für Reisebusse.

Eintrittspreise Schlossgarten Schwetzingen: Erwachsene 8 €, Ermäßigt 4 €, Familienkarte 20 €, Gruppen (ab 20 Personen) pro Person 7,20 €

 

KUNSTHALLE MANNHEIM

Adresse: Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim

 

 

VORVERKAUF & ABENDKASSE
>> ÖFFNUNGSZEITEN THEATERKASSE AM GOETHEPLATZ, ABENDKASSE STUDIO WERKHAUS, KUNDENFOREN DES MANNHEIMER MORGEN

 

ERMÄSSIGUNGEN IM NTM UND IM ROKOKOTHEATER SCHWETZINGEN
Schüler*innen und Studierende, Wehr- und Bundesfreiwilligendienstleistende bis 27 Jahre und Sozialpassinhaber*innen: 25%
Abonnent*innen des Nationaltheaters Mannheim: 15%

 

ÜBERNACHTUNG
Das 4-Sterne-Superior Dorint Kongresshotel Mannheim, nur wenige Gehminuten vom NTM entfernt, bietet für die Gäste des Festivals eine Sonderrate an:

Gültig Freitag, Samstag und Sonntag: € 90,00 Einzelzimmer oder Doppelzimmer Standard
Gültig von Montag bis Donnerstag: € 120,00 Einzelzimmer Standard / € 149,00 Doppelzimmer Standard
Alle Preise verstehen sich auf Anfrage und nach Verfügbarkeit und beinhalten die MwSt., das reichhaltige Frühstücksbüffet sowie gratis WLAN.
Die Raten sind buchbar unter Tel. 0621/ 1251-922 oder 923 oder info.mannheim@dorint.com, jeweils unter dem Buchungscode: Mannheimer Sommer 2022.

 


FESTIVAL-SHUTTLE
Es fährt ein Festival-Shuttle zwischen NTM und Schwetzingen. 

 

19.06.22, 14.00 Uhr
NTM → Schloss Schwetzingen
19.06.22, 22.30 Uhr
Schloss Schwetzingen → NTM
23.06.22, 19.00 Uhr
NTM → Schloss Schwetzingen
23.06.22, 23.00 Uhr
Schloss Schwetzingen → NTM
24.06.22 19.00 Uhr
NTM → Schloss Schwetzingen

24.06.22 23.00h
Schloss Schwetzingen → NTM
26.06.22 16.00
NTM → Schloss Schwetzingen
26.06.22 19.00h
Schloss Schwetzingen → NTM


Treffpunkt: NTM Bühneneingang, Hebelstraße 2-4
Begrenzte Plätze, Anmeldung unter: ntm.mannheimersommer@mannheim.de

Roll out
Verschiedene Spielorte
Roll out
Drei musikalische Paraden von KOMMANDO HIMMELFAHRT

Termine und Karten

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Eröffnung Festivalzentrum
Festivalzentrum
Eröffnung Festivalzentrum
im Rahmen der Produktion »Roll out«

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Die ökologische Musterwohnung
Unteres Foyer
Die ökologische Musterwohnung
Daueraustellung vom 16. bis 26. Juni 2022

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Impulse von Amitav Ghosh
Opernhaus

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Voyage dans la lune
Opernhaus
Voyage dans la lune
Musiksalon // COUNTDOWN
Late-Night-Konzert mit dem Ensemble Musiksalon, Christian Dellacher

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Bunker // 34
Bunker
Bunker // 34
Performative Klang-Installation
Alexander R. Schweiß

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Post Paradise
Studio Werkhaus
Post Paradise
Eine Live-Animation-Cinema-Anthologie zum Klimawandel
Sputnic

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

Die Zauberflöte
Opernhaus
Die Zauberflöte
White-Wall-Oper 1
mit deutschen und türkischen Übertiteln
Wolfgang Amadeus Mozart

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Derzeit gibt es keine Termine.

Ground Control
Theatercafé
Ground Control
Bar, Konzerte und Partys im »Salon des Lumières«

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Familientag
Verschiedene Spielorte

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Bastien und Bastienne
Festivalzentrum
Bastien und Bastienne
Singspiel von W. A. Mozart

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Anastatica
Kunsthalle Mannheim
Anastatica
Performance
Moran Sanderovich

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Black Marrow
Schauspielhaus
Black Marrow
Tanz
Erna Ómarsdóttir, Damien Jalet, Ben Frost, Iceland Dance Company

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Raumschiff-Erde-Party
Theatercafé

Termine und Karten

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Klimakonzert
Opernhaus
Klimakonzert
Benefizkonzert und Lesung
Tanja Tetzlaff, Bernhard Forck, Orchester des Wandels

Termine und Karten

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Landschaftsmusik
Schlossgarten Schwetzingen
Landschaftsmusik
Eine Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde
Anna-Elisabeth Frick

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Plant Session 3
Schlossgarten Schwetzingen
Plant Session 3
Konzertperformance
Annemarie Brüntjen, Matthias Breitenbach

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Open Air Kino
Festivalzentrum

Termine und Karten

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Cosmic Drama
Opernhaus
Cosmic Drama
A Postapocalyptic Space Opera
Vivarium Studio / Philippe Quesne

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Type 76 - Maschinenmonologe
Studio Werkhaus

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NEO DOME I
Schlosstheater Schwetzingen
NEO DOME I
In den Tiefenströmungen von Mozarts »Idomeneo«
Ariel Efraim Ashbel and friends
  • Musikalische Leitung: : Clemens Heil
  • Inszenierung: Ariel Efraim Ashbel
  • Musikalische Neufassung: : Ethan Braun (Gast)
  • Licht & Video: Joseph Wegmann (Gast) / Elliott Cennetoglu (Gast)
  • Bühnenbild: Alona Rodeh (Gast)
  • Kostüme: Marquet Lee (Gast)
  • Chordirektor: Dani Juris
  • Dramaturgie und Produktion: Anna von Glasenapp (Gast)

Termine und Karten

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Orchesterkaraoke
Opernhaus
Orchesterkaraoke
Interaktives Konzert
mit der Akademischen Philharmonie Heidelberg, Mitgliedern des NTO und dem Alphabet-Chor

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Fête au Salon
Theatercafé

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Derzeit gibt es keine Termine.

»Utopie und Krise« - Ein musikalischer Umweltkongress

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

[Workshop] Von wegen Verzicht: Mit mehr Nachhaltigkeit auf dem Teller zu mehr Lebensqualität

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

[Workshop] Jasmonate – Von Pflanzen, Klima und Musik

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

[Workshop] Tipps und Tricks zur Energiewende in den eigenen 4 Wänden

Termine und Karten

Derzeit gibt es keine Termine.

[Workshop] Damit ist nun Schluss. Wir räumen auf mit Abfallmythen und falschem Halbwissen

Termine und Karten

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Lift off
Opernhaus
Lift off
Flucht ins 23. Jahrhundert
Felix Kubin, KOMMANDO HIMMELFAHRT, Katrin Bethge u.vm.

Termine und Karten

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Schloss in Flammen
Schloss Schwetzingen
Schloss in Flammen
Festliche Operngala mit Synchronfeuerwerk

Termine und Karten

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