Elias Corrinth

Assistent des Generalmusikdirektors / Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung

Elias Corrinth

Elias Corrinth wurde 1990 in Karlsruhe geboren. Er ist nach Engagements in Osnabrück und Oldenburg seit 2016 Solorepetitor am Nationaltheater Mannheim.

Er absolvierte sein Musikstudium im Fach Orchesterdirigieren an der Musikhochschule »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. Austauschsemester führten ihn an die Zürcher Hochschule der Künste und ans San Francisco Conservatory of Music. Im Studium dirigierte er zahlreiche Orchester im In- und Ausland, darunter das Leipziger Sinfonieorchester, das Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig, die Philharmonien Jena und Plovdiv, das Musikkollegium Winterthur und die Lucerne Festival Strings. Er besuchte Meisterkurse bei Jorma Panula, Johannes Schlaefli und Bernard Haitink.

Das erste von Elias Corrinth verfasste Orchesterwerk, »Dhyâna oder: Von den weißen Wolken«, ein Auftragswerk der Jeunesses musicales, wurde 2012 vom Landesjugendorchester Baden-Württemberg uraufgeführt.

Elias Corrinth ist Erster Preisträger des Internationalen Richard-Wagner-Wettbewerbs Leipzig 2014 im Fach Korrepetition. In den folgenden Jahren gab er in Leipzig zahlreiche Gesprächskonzerte zu den Musikdramen Richard Wagners, denen er sich seit seiner frühen Jugend besonders verbunden fühlt. Ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbands Leipzig führte ihn 2014 zu den Bayreuther Festspielen.

Nach dem mit Auszeichnung abgeschlossenen Bachelorstudium trat Elias Corrinth 2014 sein Erstengagement als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Osnabrück an, dirigierte dort unter anderem Mozarts »Nozze di Figaro« und leitete die Musicalproduktion »Alice im Wunderland«. 2015 wechselte er als Assistent des Generalmusikdirektors, Kapellmeister und Repetitor ans Oldenburgische Staatstheater, assistierte bei zahlreichen Sinfoniekonzerten und Opernproduktionen, dirigierte unter anderem Vorstellungen von »Hänsel und Gretel« sowie »Trouble in Tahiti«, dazu leitete er selbst die Kammeroper »Das Tagebuch der Anne Frank« und das Ballett »Generation Y«.

Mit Beginn der Spielzeit 2016/17 wechselte Elias Corrinth als Korrepetitor ans Nationaltheater Mannheim, assistierte Generalmusikdirektor Alexander Soddy bei der Neuproduktion von Schumanns »Genoveva« und dirigierte bereits in seiner ersten Mannheimer Spielzeit Händels »Hercules«. Es folgten weitere Assistenzen und Dirigate, u.a. Rossinis »La cenerentola«, die Pop-Oper »Vespertine« sowie zahlreiche Familienkonzerte. Als Pianist war er in Liederabenden und Familienkonzerten zu erleben, außerdem mit Schumanns »Geistervariationen« als Klaviersolist in der Mannheimer »Genoveva«-Produktion. Seit 2017 gibt Elias Corrinth am Nationaltheater Mannheim sehr erfolgreiche musikalische Kurzeinführungen vor den Vorstellungen von Wagner- und Straussopern, bisher u.a. »Elektra«, »Rosenkavalier«, »Salome« und »Parsifal«, sowie größere Einführungsmatineen, bisher zu Wagners Meistersingern und Debussys »Pelleas et Melisande«. In der laufenden Spielzeit folgen Matineen zu Richard Strauss (»Geistesblitze und Großformen«) sowie zu Wagners »Tristan und Isolde«.

In der Spielzeit 2018/19 spielte er als Gastkorrepetitor an der Berliner Staatsoper Unter den Linden Strauss' »Frau ohne Schatten« unter der musikalischen Leitung von Simone Young. Im Sommer 2019 wurde er erstmals als musikalischer Assistent zu den Bayreuther Festspielen eingeladen und arbeitete dort an der von Valery Gergiev dirigierten Neuproduktion des »Tannhäuser«.

Seit September 2019 ist Elias Corrinth der ständige musikalische Assistent von GMD Alexander Soddy, assistiert in dieser Spielzeit neben den Wiederaufnahmen von »Salome«, »Rosenkavalier«, »Frau ohne Schatten«, »Parsifal«, »Siegfried« und »Otello« auch bei den Neuproduktionen von »Peter Grimes« und »Tristan und Isolde«. Daneben dirigiert er selbst Vorstellungen von »Orpheus in der Unterwelt«, »Don Pasquale« und »Dark Spring« sowie mehrere Familienkonzerte.