Online-Vorstellung

Qingdao – a messy archive

Deutsche Kolonialvergangenheit in China - Onlinevorstellung
Uraufführung

ab 16 Jahren

Herzlich Willkommen bei »Qingdao - a messy archive« – der ersten Online-Produktion des Jungen Nationaltheaters!

Mit digitalen Live-Performances, Live-Gesprächssrunden und einer „messy Website“ mit Videos, Texten und Objekttheater, wird ein Teil der kolonialen Geschichte Deutschlands und Chinas erlebbar gemacht. Das internationale Künstler*innenteam lädt zu einer Begegnung mit Recherche-Material und den veränderten Probenbedingungen in Zeiten einer Pandemie ein.

 

Anhand aktueller Technologien wird ein neuartiges Theatererlebnis generiert, das verschiedene Perspektiven auf die deutsche Kolonialvergangenheit in China ermöglicht. Notwendig für die Teilnahme ist ein PC oder Laptop mit Internetzugang. Die Live-Performances erfolgen über Zoom.us.

 

Digitale Nachgespräche zum Stück auf Anfrage bei: annika.mayer@mannheim.de

 

 

Über das Projekt:

Seit den 1880er Jahren bis 1919 besetzte und verwaltete das Deutsche Reich zahlreiche Kolonien. Das koloniale Denken bestand aber bis weit nach 1945 und die bewusste und kritische Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit beginnt erst im 21. Jahrhundert und wird noch andauern.

 

Die deutsche Kolonialvergangenheit in China ist ein Teil deutscher Geschichte, der kaum besprochen und reflektiert ist.

 

Von 1898 bis 1914 gehörte ein Teil der heutigen Provinz Shandong im Nord-Osten Chinas als Kolonie zum Deutschen Reich. Das Gebiet wurde unter Widerstand der chinesischen Bevölkerung eingenommen und die Besetzung durch einen behauptet einvernehmlichen Pachtvertrag besiegelt. Zur gleichen Zeit beginnt der sogenannte Boxeraufstand, der chinesische Widerstand gegen den Westen.

 

Qingdao ist heute eine Stadt mit rund 9 Millionen Einwohner*innen in dem damals besetzen Gebiet und die heutige Partnerstadt von Mannheim. Neben der wachsenden Millionenstadt mit Hochhäusern und Wirtschaftsparks, finden sich noch viele architektonische und auch kulturelle Spuren der Besatzung in Qingdao: Kirchen, Wohnblocks mit roten Ziegeln, die Häuser der deutschen Besatzer als heutige Museen und auch die Tsingtao-Bierbrauerei. Die Vergangenheit prägt hier immer noch die Gegenwart.

 

Warum findet Deutschlands koloniale Vergangenheit mit China kaum Erwähnung? Wer wollte und will bis heute hier das Gesicht nicht verlieren? Warum wird die koloniale Vergangenheit in der Städtepartnerschaft nicht thematisiert? Und wenn doch: Wessen Perspektive wird geschildert, wer erinnert sich und wie und welche Geschichten werden nicht erzählt?

 

 #deutschekolonialvergangenheit #figurentheater #internationalesrechercheprojekt

 

Dauer: 90 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Projektförderung Kinder- und Jugendtheater

 

Leichte Sprache:

Herzlich Willkommen bei Qingdao – a messy archive. Das ist Englisch und bedeutet:
Qingdao – ein unordentliches Archiv. In einem Archiv hebt man alte Sachen auf.

Qingdao ist unser erstes Theater-Stück fürs Internet. Es gibt kleine Theater-Stücke. Gesprächs-Runden. Und eine Internet-Seite mit Videos, Texten und Figuren-Theater.

Es geht um die Geschichte von Deutschland und China. Die Künstlerinnen und Künstler zeigen Euch: Wo kommen die Informationen über die Geschichte her. Und wie kann man bei Corona für ein Theater-Stück üben.

Wenn Ihr Qingdao anschauen wollt, müsst Ihr Euch anmelden.
Schickt einfach eine E-Mail an: gerd.pranschke@mannheim.de

 

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E

Welcome to "Qingdao - a messy archive" - the first ever online production at Junges Nationaltheater!

 

By means of digital live performances, live round table discussions and a "messy website", which includes videos, texts and object theatre, you will be able to experience some of the colonial history shared by Germany and China. Our international team of artists would like to invite you to join them in an encounter with research materials and rehearsal conditions adapted to these pandemic times.

 

A novel theatre experience will be generated, using contemporary technology, and this will facilitate a variety of perspectives on Germany’s colonial past in China.

To be able to participate you will need a PC or laptop with internet access. Live performances will take place via Zoom.us.

 

Premiere: May 2nd 2020 at 7pm (19:00 hrs) - free of charge. 

 

Register with: gerd.pranschke@mannheim.de

 

About the project:

From the 1880s until 1945, the German Empire (Deutsches Reich) occupied and governed several colonies, but it wasn't until the 21st century that conscious and critical reappraisal of colonial history emerged and this is an ongoing process. Germany’s colonial past in China is a part of German history which is hardly ever discussed or reflected upon. From 1898 till 1914 part of what is known today as Shandong province in north-eastern China was a colony of the German Empire. Despite the resistance of the Chinese population the region was taken over and the occupation was sealed by a lease agreement which was claimed to be consensual.

 

Situated in this formerly occupied region, Qingdao - a city with a population of approximately 9 million - is today a twin city of Mannheim. Many architectural and cultural traces of the German occupation can still be found in Qingdao today. 

 

Why is Germany’s colonial past in China hardly ever talked about?

 

Why is this colonial past not a subject of discussion in the context of the town twinning?

 

And if it were, whose perspective would be portrayed?

 

Funded by Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (the Ministry of Science, Research and the Arts of Baden-Württemberg),  project funding Kinder- und Jugendtheater (children and youth theatre) 

 

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