BAUSTELLENFEST AM NATIONALTHEATER:
EIN WIEDERSEHEN MIT DEM GOETHEPLATZ

Nach fast drei Jahren öffnete sich der Goetheplatz wieder für die Stadt. Rund 1.000 Besucher*innen feierten am 5. Juli die Grundsteinlegung für das neue Spielhaus und erlebten die Baustelle als Ort der Begegnung, Erinnerung und Vorfreude.

»Es fühlt sich so schön an, endlich wieder hier zu stehen.« Der Satz einer Besucherin fasste die besondere Atmosphäre des Tages zusammen. Seit August 2022 war der Goetheplatz nicht mehr zugänglich für die Öffentlichkeit. Nun kehrte an diesen vertrauten Ort wieder Leben zurück: Menschen kamen zusammen, tauschten Erinnerungen aus und blickten neugierig auf die Zukunft des Nationaltheaters.

Zwischen Bauzäunen, Kränen und den sichtbaren Spuren des Umbaus wurde spürbar, was diesen Ort ausmacht:
Das Nationaltheater ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Teil der Stadtgeschichte und ein Ort gemeinsamer Erlebnisse.

Ein besonderer Moment war die feierliche Grundsteinlegung. Geschäftsführender Intendant Tilmann Pröllochs, Oberbürgermeister Christian Specht und Marcus Augsburger, Technischer Betriebsleiter der Generalsanierung, setzten gemeinsam eine neue Zeitkapsel in die Grundmauern des zukünftigen Spielhauses ein. Zwischen historischem Hochbunker und den neuen unterirdischen Proberäumen bewahrt sie Erinnerungen an diese besondere Zeit und richtet zugleich den Blick nach vorn.
Foto: Natalie Grebe
Anschließend verwandelte sich der Goetheplatz in einen lebendigen Treffpunkt.
Künstlerische Beiträge, Musik, Gespräche und Mitmachangebote luden Besucher*innen dazu ein, das Nationaltheater in seiner ganzen Vielfalt zu erleben. Mitarbeitende aus allen Bereichen des Hauses kamen mit dem Publikum ins Gespräch und gaben Einblicke in ihre Arbeit während der Generalsanierung.

Besonders groß war das Interesse an den Baustellenführungen. Hinter den Bauzäunen wurde sichtbar, wie aus Plänen und Visionen Schritt für Schritt ein neues Spielhaus entsteht. Wo heute noch gebaut wird, werden künftig wieder Proben
stattfinden, Bühnenbilder entstehen und Geschichten erzählt.

Das Baustellenfest war damit mehr als ein Blick auf eine Baustelle. Es war ein gemeinsamer Moment von Stadt und Theater – geprägt von Neugier, Verbundenheit und Vorfreude. Schön, dass Sie da waren!

Text: Nele Haller
Veröffentlicht im Theatermagazin September/Oktober 2026
Die Generalsanierung des NTM am Goetheplatz ist eine Investitionsmaßnahme der Stadt Mannheim.
Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

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