Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus
nach den Romanen von Édouard Louis
in den Übersetzungen von Hinrich Schmidt-Henkel und Sonja Finck
Der französische Star-Autor Édouard Louis portraitiert seine Mutter: die prekären Verhältnisse ihrer Klasse, wie viel sie vom Leben will, wie wenig sie bekommt und wie es ihr endlich gelingt, sich aus Abhängigkeit und männlicher Gewalt zu befreien.
Aufgewachsen im französischen Norden, wo die Leute in Fabriken arbeiteten, bis diese vor 20 Jahren schlossen, scheint Moniques Lebensweg vorgezeichnet: abgebrochene Ausbildung der Kinder wegen, Abhängigkeit von ihrem Mann, politisch gewollte Armut. Ihr Sohn, Édouard Louis, begann aus Rache mit dem Schreiben – als Protest gegen Klassenunterschiede und Unsichtbarkeit. Doch sein Weg zum Schriftsteller und sein Klassenwechsel waren ebenso eine Flucht vor seiner Herkunft, dem rauen Ton des Dorfes und nicht zuletzt vor seiner Familie. In seinen Erzählungen »Die Freiheit einer Frau« und »Monique bricht aus« schlägt der Autor jedoch ungewöhnlich zärtliche Töne an. Er beschreibt, wie seine Mutter Monique sich aus Abhängigkeiten und gewaltvollen Beziehungen befreit, in welche sie die Verhältnisse immer wieder drängten. Dabei befragt Louis‘ auch sich selbst, seine Erinnerungen und die eigene Rolle im Leben seiner Mutter: die Scham und Wut in der Kindheit, die Sprachlosigkeit über Jahre hinweg und die Hilfe, die er ihr schließlich anbieten kann. Was kostet die Freiheit einer Frau? Und welche Rolle spielt ein Sohn in der Befreiung oder Unterdrückung seiner Mutter?
Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat. Erstmals kombiniert er beide Texte Louis‘ zu einem dichten Abend über die komplexe Beziehung eines Sohnes und seiner Mutter.
Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat. Erstmals kombiniert er beide Texte Louis‘ zu einem dichten Abend über die komplexe Beziehung eines Sohnes und seiner Mutter.
Besetzung
Regie & KostümJan Friedrich
VideoNico Parisius
BühneLouisa Robin
LichtRobby Schumann
MusikFriedrich Byusa Blam
DramaturgieMascha Luttmann
Fr, 27.03.2026, 19:00 Uhr
Do, 02.04.2026, 19:30 Uhr
So, 19.04.2026, 19:30 Uhr
Kurzeinführung um 19.00 Uhr
Fr, 08.05.2026, 19:30 Uhr
Mi, 27.05.2026, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen sind in Planung. Termine werden jeweils am Ende des Vorvormonats bekannt gegeben.







