Schauspielhaus

Hamlet

nach William Shakespeare in der Fassung von Elmar Goerden Premiere: Fr, 26. Februar 2016

Hamlets Vater ist unerwartet gestorben. Sechs Wochen nach seinem Tod heiratet Hamlets Mutter Gertrud den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Der tote Vater erscheint Hamlet als Geist und behauptet, sein Bruder habe ihn ermordet. Er fordert seinen Sohn auf ihn zu rächen. Ist dieser Erscheinung zu trauen? Was und wem kann Hamlet in diesen Machtspielen überhaupt noch vertrauen? Spionieren seine Freunde Rosencrantz und Guildenstern ihn aus? Ist seine Mutter Teil dieses Komplotts? Etwas ist faul in dieser Familie und allein in Ophelia scheint der in seiner Zerrissenheit verzweifelnde Hamlet eine Vertraute zu haben.

William Shakespeares wohl berühmteste Tragödie, uraufgeführt 1601, zeigt eine Welt, die aus den Fugen gerät, und in der die Grenzen zwischen Realität, Intrigentheater und Verfolgungswahn verwischen.

 

Regie führt Elmar Goerden, der am Nationaltheater bereits Die Wildente sowie Emilia Galotti inszenierte und in seiner neugeschriebenen Fassung die Geschichte von Hamlet nach heute holt.

 

Dauer: 2 Stunden und 40 Minuten, inkl. einer Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

››Julius Forster hat in der Titelrolle (endlich) einen großen Auftritt und kommt hier als gleichwohl zarter wie verschrobener ›angry young man‹ bestens zur Geltung. Als kongeniale Sparringspartnerin jugendlicher Beziehungsdiskussionen steht ihm in altersgemäß anstrengenden Liebesdingen als depressive Ophelia Katharina Hauter glaubwürdig zur Seite, während mit dem fulminant aufspielenden Klaus Rodewald als Geist des ermordeten Vaters vielschichtig über Anerkennung verhandelt.‹‹ (Mannheimer Morgen, 29. Februar 2016)

 

››Die vom Autor Goerden verfasste Spielvorlage ist stark, glänzend mit einer Fülle schöner, szenischer Einfälle in ihrer Umsetzung durch den Regisseur Goerden und hinreißend in ihrer Darstellung durch das höchst inspiriert agierende achtköpfige Ensemble, in das sich – wie oft in Goerdens Inszenierungen – auch Helena Daehler als wieder als Stimmungen aufgreifende Musikantin wirkungsvoll einreiht. […] Julius Forster, erst 23 Jahre alt und hochbegabt, liefert in der Titelrolle eine erstaunlich reife Talentprobe. […] Das machtgierige Mörderpaar in der Chefetage des Familienunternehmens, Hamlets Mutter Gertrud und Onkel Claudius, sind mit der matronenhaft auftrumpfenden Anke Schubert und dem von so viel weiblicher Wucht schier überrollten Stefan Reck kongenial schräg besetzt. […] Als Rosencrantz und Guildenstern sind Matthias Thömmes und Sven Prietz auch am Rande noch eine echte Bereicherung des fast dreistündigen Aufführung, die wie im Flug vergeht.‹‹ (Rhein-Neckar-Zeitung, 29. Februar 2016)

 

››Elmar Goerdens Fassung von Hamlet ist wirklich gelungen – voller Witz, parodierender Elemente und bissigem Humor. Es wimmelt an Details, zahlreichen, gut durchdachten Kleinigkeiten, die den Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln bringen. […] Besonders glänzt das Stück aber durch die tolle Besetzung – Julius Forster ist ein großartiger, moderner Hamlet und wirkt unglaublich authentisch. Vieles scheint leicht, spontan und gar nicht einstudiert – so wie im echten Leben.‹‹ (rheinneckarblog.de,  29. Februar 2016)

 

››Goerdens Kern: das Drama des Erwachsenwerdens, der verzweifelte Versuch, den Einfluss der verfluchten Erzeuger loszuwerden. Sein Hamlet heißt Julius Forster, ist 22 Jahre alt, groß, schlank, schön und von enormer Klugheit. Forster wirkt, bei allem Suchen seiner Figur, gleichermaßen zerrissen und überlegen.‹‹
››[Goerden] erzählt […] eine alte Geschichte ruppig, spannend und psychologisch aufregend neu.‹‹
(Süddeutsche Zeitung, 2. März 2016)