Opernhaus

Der Barbier von Sevilla / Il barbiere di Siviglia

Gioachino Rossini Premiere: Fr, 03. Dezember 2010

Graf Almaviva hat sich in Rosina verliebt. Mit allerlei Tricks versucht er, in das Haus ihres Onkels Bartolo zu gelangen, der Rosina eingesperrt hält und sie um ihrer Mitgift willen selbst heiraten will. Dabei lässt sich der Graf weder von Bartolo noch von dem intriganten Musiklehrer Basilio abhalten. Der selbstsichere Barbier Figaro steht ihm zur Seite und versucht seinen Teil dazu beizutragen, dass die Geschichte glücklich enden kann.


Il barbiere di Siviglia beruht auf dem ersten Teil von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais’ Komödien-Trilogie, in der die Figur des ebenso gewitzten wie intriganten Barbiers im Zentrum steht. Aus unterschiedlichen Gründen – nicht zuletzt wegen der Sängerbesetzung der Uraufführung – verschoben der Librettist Cesare Sterbini und Gioacchino Rossini allerdings den Fokus von Figaro auf den Grafen Almaviva. Der Barbier wird zu einem sympathischen, aber meist erfolglosen Großmaul.


Das Werk gilt nicht nur als Rossinis Meisterwerk auf dem Gebiet der Opera buffa, sondern seit seiner Uraufführung vom 20. Februar 1816 in Rom als Inbegriff der Gattung überhaupt. Die Musik Rossinis vertieft keine Seelenzustände, sondern zeigt grotesk überdrehte Nummern, die bis an die Grenzen des Absurden reichen. Über allem steht eine entfesselte Vitalität, die dieses Werk unverwechselbar und zu einer der erfolgreichsten Musikkomödien der Operngeschichte macht.

 

Dauer: ca. 3 Stunden, inkl. einer Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

Stimmig – Zu einem beeindruckenden Opernereignis geriet die Premiere. […] Der gewaltige Schlussapplaus, in den sich kein einziger Buhruf mischte, hatte seine volle Berechtigung. Sowohl die Szene als auch die musikalische und gesangliche Leistungen waren überaus ansprechend. […] Die Regisseurin wartete mit sehr deutlichen Charakterisierungen der Gestalten auf, die sie trefflich zu führen verstand. In der Tat war ihre Personenregie ganz grandios. […] Insgesamt eine sehr vergnügliche Produktion, bei der an keiner Stelle Langeweile aufkam. […]

(Der Opernfreund, 6. Dezember 2010)

 

Insgesamt also sehr gute Sänger – Darsteller für die für die italienische gesungene Neuproduktion. Auge und Ohr sind immer lebhaft beschäftigt.

(Die Rheinpfalz, 6. Dezember 2010)

 

Heftig applaudiert wird im Auditorium, wenn Rossinis olympisch prickelnde Musikmotorik zum Stillstand kommt und der Vorhang fällt. [...] wie lange ist es her, das nicht ein Einziger Buh ruft, wenn die Regisseurin samt Team an den Tatort, ergo auf die Bretter, zurückkehrt, die einst die Welt bedeuteten!

(Mannheimer Morgen, 6. Dezember 2010)