Saal Junges NTM

Die Konferenz der Vögel

Nach Farid ud-Din Attar Premiere: Fr, 20. Oktober 2017

ab 10 Jahren

Eine Konferenz wird einberufen, ein König wird verlangt. Der Wiedehopf ist ihr Vorsitzender und unter ihm beschließen sie den König der Vögel auf dem Berg Oaf aufzusuchen. So nimmt die Geschichte seinen Lauf und die Konferenz treibt mit zahlreichen Ausreden und religiösen und skurrilen Anekdoten und Gleichnissen auf den Aufbruch und die Reise zu. Der Weg ist beschwerlich und auf der Reise durch die sieben Täler schaffen nur 30 von ihnen. Doch als sie den Berg Oaf erreichen, sehen sie sich selbst. 

 

»Die Konferenz der Vögel« ist ein persisches Versepos aus dem 12. Jahrhundert von Farid du-Din Attar. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke der islamischen Mystik, da Attar es gelingt sowohl poetisch narrativ, als auch philosophisch religiös die Lehre des Sufismus zu beschreiben.

Heute ist die Frage nach Machtführern und Entscheidungsträgern ohne Zweifel aktuell. »Die Konferenz der Vögel« ermöglicht über Wünsche, Weichen, Entscheidungen und Konsequenzen nachzudenken und zu diskutieren. Der Wiedehopf erscheint in heutiger Zeit als Aktivist. Und die Gespräche der Konferenz als endlose Diskussionen, die keine Lösungen bringen. Eine Konferenz der Verzweiflung und Unzufriedenheit, die nicht durch Weisheit, sondern durch das Enttarnen der Ausreden besticht. Doch das Ende hat Potential: Es gibt keinen Erlöser, die Verantwortung für eine bessere Welt liegt bei jedem einzelnen. »Wir müssen etwas tun!«

 

Carlos Manuel studierte Philosophie in Curitiba, Brasilien und Theaterwissenschaften an der Sorbonne Nouvelle in Paris. Heute lebt Carlos Manuel in Berlin. Als Regisseur war er unter anderem am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Thalia Theater Halle, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Staatstheater Karlsruhe und am Moskauer Dramatischen Theater tätig. Carlos Manuel und Ulrike Stöck verbindet eine langjährige Zusammenarbeit.

 

Im Rahmen der »einander. Aktionstage 2017: 113 Veranstaltungen für ein Zusammenleben in Vielfalt«