Saal Junges NTM

Die Konferenz der Vögel

Nach Farid ud-Din Attar Premiere: Fr, 20. Oktober 2017

ab 10 Jahren

Die Vögel aller Welt haben sich in einer Konferenz versammelt: Seht, in dieser unserer Zeit gibt es kein Land ohne Herrscher. Warum hat unser Land keinen König? Wir müssen unbedingt einen König haben! Wo es keinen König gibt, herrscht Unordnung und Unzucht! Diesen Wunsch hörend, tritt der Wiedehopf hervor und berichtet von dem König aller Vögel, dem Simurgh, der auf dem entfernten Berg Oaf  im Kaf Gebirge lebt. 

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Doch der Weg zum Simurgh ist beschwerlich und die Vögel bringen zahlreiche Ausreden hervor, warum sie vor der anstrengenden Reise durch die sieben Täler nicht antreten können. Mit skurrilen Anekdoten und bildreichen Argumenten treiben die Vögel dem Simurgh entgegen, doch am Ende der Reise erblicken sie nicht den Simurgh ...

Die Konferenz der Vögel ist ein persisches Versepos aus dem 12. Jahrhundert von Farid ud-Din Attar. Heute ist die Frage nach Machtführern und Entscheidungsträgern ohne Zweifel aktuell und der Wiedehopf erscheint als umstrittener Aktivist. Die Inszenierung lädt die Zuschauer*innen ein Teil der Konferenz zu werden und macht die Diskussionen, die keine Lösung bringen, unmittelbar spürbar. Das Ende bringt Optimismus: Es gibt keinen Erlöser, die Verantwortung für eine bessere Welt liegt bei jedem einzelnen. »Wir müssen etwas tun!«

 

Dauer: 70 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

Voller Spielwitz, Agilität, körperlicher Präsenz und wirbelnder Zuwendung; [...]. (Mannheimer Morgen, 23.10.2017

 

Die Konferenz der Vögel von Carlos Manuel (Regie) und Fred Pommerehn (Bühne und Kostüme) ist ein ganz großer Wurf. Er zeigt nichts weniger als ein Welterbe der Kulturen, dessen tiefen philosophischen Gehalt schon Zehnjährige ästhetisch erleben können. […]
Bei jeder Geschichte gelingt der Regie ein bewundernswerter Schwenk von der hohen archaischen Sprache des Epos in die Niederungen gegenwärtiger Befindlichkeit.
(Die Rheinpfalz, 25.10.2017)