Schnawwl

Die Königin der Farben (UA)

Premiere: Sa, 07. November 2015
Musiktheater von Markus Reyhani nach dem Bilderbuch von Jutta Bauer

ab 5 Jahren

Die Königin der Farben Malwida ruft ihre Untertanen herbei. »Blau«, ruft Malwida und das Blau kommt. Es ist sanft und erfüllt freundlich den Himmel. »Rot«, ruft Malwida und das Rot kommt und sie reiten zusammen wild und gefährlich durchs Land. Dann kommt das warme Gelb. Doch Vorsicht! Das Gelb kann auch ganz schön zickig sein. Na, das kann Malwida auch. Und es wird gestritten, was das Zeug hält. Alle schreien und zanken miteinander. Das Blau, das Rot, das Gelb und natürlich auch Malwida, die sich nichts sagen lassen will. Plötzlich ist alles grau, farblos und traurig. Malwida muss weinen. Aber was ist das: Ihre Tränen sind blau, rot und gelb. Bald sind alle Farben wieder vereint und im Zusammenspiel mit Malwida wird die Welt bunt und fröhlich.

Erzählt wird eine einfache Geschichte mit Bildern, Worten und natürlich ganz viel Musik. Durch die Komposition von Markus Reyhani wird die „Königin der Farben“ in der Jungen Oper zu einer „Königin der Klänge“. Die bekannten Mannheimer Jazzmusiker Matthias Debus am Bass, Claus Kiesselbach am Vibrafon und Olaf Schönborn am Saxofon übernehmen dabei die Rollen der Farben. In unterschiedlichen Konstellationen treffen sie immer wieder mit ihrer Königin, verkörpert durch die Tänzerin Julie Pécard, aufeinander.

 

Die Illustratorin und Autorin Jutta Bauer wurde 2009 für ihr Gesamtwerk mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. In der Spielzeit 2014 / 2015 feierte die Adaption ihres Bilderbuches Schreimutter als Figurentheaterstück am Schnawwl Premiere.

 

Die Junge Oper wird präsentiert von MVV
 

In Kooperation mit Enjoy Jazz

[…] Julie Pécard gibt ihr [der Königin] bezaubernden Ausdruck, denn die Tänzerin, die sich die Choreographie selbst auf den geschmeidigen Leib geschrieben hat, haucht der Figur märchenhafte Gestalt ein.

 

Bewundernswert dabei, wie Julie Pécard eine differenzierte Gefühlswelt offenbart.

 

Eine feine Uraufführung mit vielen poetischen Momenten, die entsprechend bejubelt wurde.

(Mannheimer Morgen, 9. November 2015)

 

Andrea Gronemeyer inszeniert die Bilderbuchvorlage von Jutta Bauer sinnlich und unterhaltsam. Es macht Freude, die einzelnen Gefühlsregungen der Königin im Mienenspiel und Tanz von Julie Pécard gespiegelt zu sehen.

 

[…] Die Darstellung der Musiker, die sich in dieser bewegten und bewegenden Inszenierung nicht hinter ihren Instrumenten verstecken, sondern zu Figuren werden, ist inspirierend.

 

Die von Markus Reyhani komponierte Bühnenmusik liefert […] eine verspielte Grundlage. So kommt die Vorstellung fast ohne Worte aus und stellt doch den menschlichen Wunsch nach Selbstdarstellung und Überheblichkeit anrührend und komisch in Frage.

 

[…] In der Hybris der Königin nach Herrschaft über die Mitspieler […] können sich Große wie Kleine selbst erkennen.

(Die Rheinpfalz, 12. November 2015)

 

Sie [Julie Pécard] verzaubert und verhext, assistiert von der Ausstattung […], die mit Licht ebenso viel Poesie hineinbringt wie die Akteure.

(Rhein-Neckar-Zeitung, 14. November 2015)