Friedrich Meyer-Oertel

Friedrich Meyer-Oertel stammt aus Leipzig und studierte Komposition und Oboe an der Musikakademie sowie Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Wien. 1968 bis 1972 war er Opernspielleiter der Oper in Mainz, 1974 bis 1979 in gleicher Position am Nationaltheater Mannheim. Von 1979 bis 1996 war Friedrich Meyer-Oertel Operndirektor der Wuppertaler Bühnen. In seiner Zeit als Opernspielleiter in Mannheim übernahm er u.a. Produktionen wie Lohengrin, L’elisir d’amore, L’Incoronazione di Poppea, Die Liebe zu den drei Orangen, Die Zauberflöte, Idomeneo, Arabella, Don Carlos, La Traviata, Der Teufel von Loudon (Penderecki), Bluthochzeit (Fortner), Cardillac (Hindemith) und Lear (Reimann), später u.a. Moses und Aron (1984) und die Uraufführung von Wolfgang Rihms Hamletmaschine (1987).
Zu seinen bekanntesten Produktionen gehören Der Ring des Nibelungen in Mannheim (1978/1979) und Wuppertal, Don Giovanni und Boris Godunow in Helsinki, Verdis Don Carlo in Stockholm, Otello und Die sizilianische Vesper in Darmstadt, außerdem Tannhäuser in Göteborg, Der Freischütz an der Oper Köln, Elektra an der Opéra Royal de Wallonie, Eine Nacht in Venedig an der Komischen Oper Berlin, in Barcelona The Rake's Progress. Sein besonderes Interesse an Leoš Janáček führte zu Inszenierungen der Jenůfa in Montpellier, Lüttich, Monte Carlo und Bordeaux, der Katja Kabanowa in Wuppertal und der Sache Makropoulos in Darmstadt.