Opernhaus

Der Tod und das Mädchen

Premiere: Sa, 11. November 2017
Tanzstück von Stephan Thoss
Musik von Franz Schubert, Ezio Bosso, Philip Glass und Thomas Larcher

Schwarze Engel: Lorenzo Angelini / Silvia Cassata / Zoulfia Choniiazowa / Juan Ferré Gómez / David Lukas Hemm / Helga Kristín Ingólfsdóttir / Dávid Kristóf / Ayumi Sagawa / Alexandra Chloe Samion / Tenald Zace / Joris Bergmans / Emma Kate Tilson / Julia Headley / Vítek Kořínek

Inspiriert von dem gleichnamigen Streichquartett Franz Schuberts greift Stephan Thoss in seinem abendfüllenden Tanzstück Der Tod und das Mädchen ein bekanntes Motiv auf: das Zusammenspiel von Liebe und Tod. Die Vorstellung eines jungen, unschuldigen Mädchens an der Seite des Todes mag einen kurz erschauern lassen, doch drückt gerade die Ungleichheit dieses ,Liebespaares‘ den Rhythmus des Lebens, die Zusammengehörigkeit von Leben und Tod aus. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Mädchens vom Kind zur jungen Frau, das in der Geborgenheit seiner Familie heranwächst, zwischen erster Liebe und erstem Rausch in einen Sog unterschiedlicher Verlockungen gerät und die schwer einschätzbare Grenze zwischen Leben und Tod erfährt. Musikalisch ist der Abend ebenfalls von Gegensätzen geprägt, wenn Thoss die zarte wie durchdringende Musik Schuberts mit Werken von Philip Glass, Ezio Bosso und Thomas Larcher kombiniert.

 

Dauer: ca. 2 Std. 15 Min.

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

„Eine durch und durch überzeugende Choreografie und Dramaturgie […]Eine Musikauswahl, die sich, abgestimmt in ihren Färbungen, aufs Beste zusammenfügt. […] Das Ensemble tanzt in jedem Moment auf den Punkt. So wie Stephan Thoss seine feinen Tänzerinnen und Tänzer nun bewegt, muss ihn der Stoff […] bewegt haben.

Frankfurter Rundschau, „Aber sie will doch leben“, Sylvia Staude, 14.11.2017

 

„Solche subtilen, existenziell riesigen Momente und komplexen Regungen zu choreographieren, dafür ist Stephan Thoss ein Meister. […] Jubel beim Applaus im Opernhaus bei der zweiten Aufführung.“

Allgemeine Zeitung, „Stephan Thoss bringt mit „Der Tod und das Mädchen“ dem Leben im Mannheimer Nationaltheater ein vielsätziges Ständchen“, Melanie Suchy, 20.11.2017

 

„Thoss erzählt geradlinig, schön und ohne Bruch, dafür motivreich und psychologisch geschult, mit hervorragendem Timing für Abfolge und Längen der einzelnen Szenen. Und aufmerksam der Musik gegenüber. Manchmal ziert jeden Ton, jedes Motiv eine Bewegung. Man muss dem Tanzchef Thoss eine große Virtuosität in der Bewegungsfindung bescheinigen.“

Die Rheinpfalz, „Im Zwischenreich“, Alexandra Karabelas, 13.11.2017

 

„Stephan Thoss scheint mit Beginn seiner zweiten Spielzeit fest am Nationaltheater angekommen zu sein. Sein 16-köpfiges Ensemble entspricht mehr und mehr seiner spezielle Bewegungssprache. Große Zustimmung vom Publikum.“

Rhein-Neckar-Zeitung, „Der Tod präsentiert sich sanft und stark“, Isabelle von Neumann-Cosel, 14.11.2017

 

„Emma Kate Tilson und Joris Bergmans tanzen [die Eltern] hinreißend als sich immer noch auch ausgelassen Liebende. […] Nach der Pause werden die stark präsenten und seelenvoll expressiven Jamal Callender, der Tod, und Chiara Dal Borgo, das Mädchen, herzzerreißende Pas de deux haben.“

Frankfurter Rundschau, „Aber sie will doch leben“, Sylvia Staude, 14.11.2017

 

„Jamal Rashan Callender [verleiht dem Tod] eine Aura von unerbittlicher Zärtlichkeit“

Rhein-Neckar-Zeitung, „Der Tod präsentiert sich sanft und stark“, Isabelle von Neumann-Cosel, 14.11.2017