Das Haymatministerium

Stigmatisierung von Geflüchteten und ihre Folgen - mit solidarischer Tauschaktion!

Seit dem Anschlag von Hanau 2020 gedenken wir alljährlich im Februar den Betroffenen rassistischer Gewalt. Stigmatisierung rassifizierter Menschen beginnt lange vor offener Gewalt – in Sprache, Behörden und Alltag. Deshalb richten wir in dieser Ausgabe den Blick auf jene, die dieser Stigmatisierung besonders stark ausgesetzt sind und deren Rechte besonders häufig eingeschränkt werden: Geflüchtete Menschen.

Der Alltag von Geflüchteten ist durch Regelungen wie die Bezahlkarte erschwert, die den Bargeldbesitz für Geflüchtete limitiert, außerhalb von Supermärkten kaum nutzbar ist und damit deren Alltag enorm erschwert. Doch auch andere Regelungen wie die Residenzpflicht setzen vor allem auf Kontrolle und Abschreckung im Bereich des Asyls.
Mit Beiträgen von Betroffenen und Initiativen aus Mannheim werfen wir einen Blick auf die Situation vor Ort und fragen im Gespräch: Was bedeutet das konkret für die Menschen, die von diesen Reglungen betroffen sind? Wie geht es geflüchteten Menschen in Deutschland und Mannheim? Womit sind sie und ihre Unterstützer*innen konfrontiert? Wie kann man sich solidarisch zeigen?

Den Auftakt bildet ein Impuls von Dr. Onur Suzan Nobrega. Sie verbindet den rassistischen und antiziganistischen Anschlag in Hanau mit den aktuellen Erfahrungen von Geflüchteten und würdigt die Kämpfe für Gerechtigkeit, die von Betroffenen, Initiativen und Aktivist*innen getragen werden.

Mit:
Prof. Dr. Onur Suzan Nobrega ist Professorin für Migration, Transkulturalität und Internationalisierung im Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt. Seit 2008 ist Onur Suzan Nobrega international in der Lehre und Forschung tätig und arbeitet transdisziplinär zu den Themen Rassismus, Kolonialismus und Intersektionalität. 2021 erschien der von ihr gemeinsam mit Jonas Zipf und Matthias Quent herausgegebene Sammelband »Rassismus.Macht.Vergessen. Von München über den NSU bis Hanau. Symbolische und materielle Kämpfe entlang rechten Terrors« beim transcript Verlag.

Louisa von der Initiative »Bezahlkarte stoppen Mannheim« ist ebenfalls bei der »Seebrücke Mannheim« aktiv und engagiert sich gegen die Diskriminierung von Schutzsuchenden.

Jochen Winter ist Flüchtlingsseelsorger in Mannheim und Heidelberg.

Was ist eine Tauschaktion?
Sie können Einkaufsgutscheine gegen Bargeld tauschen und unterstützen damit die Bereitstellung von Bargeld für Menschen, die es für den Alltag brauchen, weil die Bezahlkarte den Zugang limitiert. Bei Interesse, bitte Bargeld mitbringen!

Alle Termine

Mi, 04.02.2026, 20:00 Uhr