Nora oder Ein Puppenheim

von Henrik Ibsen

Premiere
Do, 24.09.2026
Sprache In deutscher Sprache
Luxuriöses Haus, schöne Kinder, glänzende Zukunft – ein (Alb-)Traum. Nora hat Freiheit gegen Status eingetauscht und lebt als hübsches Spielzeug ihres Gatten im titelgebenden Puppenheim. Henrik Ibsens bewegende Emanzipationsgeschichte neu erzählt von Julia Gudi.
Das bürgerliche Lebensmodell als Theater, die Rolle der Frau: schön sein, lustig sein, harmlos sein. Nora spielt sie glänzend, erntet gesellschaftliche Privilegien und bezahlt mit dem Verlust ihrer Mündigkeit. Sie lebt in der Scheinwelt eines Hauses voller belangloser Dinge. Im Laufe der Handlung treten die harten Fakten seines Fundaments zu Tage: patriarchale Strukturen, Wohlstand auf Kosten weniger Privilegierter, Kreditbetrug. Henrik Ibsens Nora ist eine schillernde Figur, changierend zwischen aufopfernder Selbstaufgabe und Luxusgirl, zwischen feministischer Ikone und privilegierter Lügnerin. Unzählige Male wurde das Stück überschrieben und neu gedeutet. 147 Jahre nach seinem Erscheinen eignet es sich hervorragend für einen Kassensturz zum Thema weiblicher Emanzipation. Es ist Zeit, über Gehen und Bleiben nachzudenken; Nora muss sich entscheiden.
Julia Gudi inszeniert das Drama als modernes Kammerspiel, in dem romantische Beziehungen als politischer Raum sichtbar werden und zeigt, wie Liebe, Macht und ökonomische Abhängigkeit bis heute verstrickt sind.

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Do, 24.09.2026, 20:00 Uhr