Als die Götter Menschen waren

von Amir Gudarzi
Uraufführung | Auftragswerk

Dauer 1 Std 30 Min
Alles hat mit allem zu tun: Der vielfach ausgezeichnete Amir Gudarzi verknüpft Geschichte mit Gegenwart, stellt schwindelerregende Zusammenhänge her zwischen Mythen und Alltagserzählungen, zwischen dem Kleinsten und dem ganz Großen. In der Spielzeit 2023.24 ist er Hausautor am Nationaltheater Mannheim und nimmt eine der ältesten Überlieferungen überhaupt zum Ausgangspunkt seines neuen Stücks: Als die Götter Menschen waren, so beginnt ein mesopotamischer Mythos, musste die Erde in harter Arbeit erst noch geformt werden. Den Gottheiten wurde das beschwerlich und sie erschufen die Menschen, damit diese fortan für sie schufteten. Aber ihre Geschöpfe wurden ihnen bald zur Last. Sie waren laut, nervig und raubten ihnen mit ihrem Geschrei den Schlaf, weshalb die Allmächtigen versuchten, sie mit Plagen, Sintflut und Sterblichkeit zum Schweigen zu bringen. Amir Gudarzi verfolgt die Motive dieser alten Erzählung von der Vergangenheit bis in unsere Zeit – und vielleicht bis in eine ferne Zukunft, wo die Erb*innen Elon Musks kopfschüttelnd die Überreste der heutigen Kultur zu entschlüsseln versuchen.

Der Aufenthalt des Hausautors Amir Gudarzi wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V.
Shirin Ali und Larissa Voulgarelis sind Mitglieder des Studiojahrs Schauspiel der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main. Herzlichen Dank für die freundliche Förderung dieser beiden Schauspielerinnen (»Als die Götter Menschen waren«, »Als wäre es gestern gewesen«, »Nathan«) an:

Trailer

Besetzung

 
RegieFX Mayr
BühneAnna Wohlgemuth
KostümeKorbinian Schmidt
MusikMartina Berther
DramaturgieFranziska Betz
Pressestimmen
»Der österreichische Regisseur FX Mayr (…) gibt mit „Als die Götter Menschen waren“ seinen bravourösen, mit viel Applaus bedachten Einstand am Mannheimer Nationaltheater. « (Die Rheinpfalz)

»Die Spielfreude des Ensembles ist groß.« (SWR)

» Das Spiel mit den verschiedenen Entitäten und Identitäten der Spieler*innen und die Reise durch unterschiedliche Ebenen des Textes hat Regisseur FX Mayr sorgsam eingerichtet. Er (…) serviert eine ausgewogene Mischung an Realitätsohrfeigen und Situationskomik. Sehr gelungen ohne Einzelschicksale zu leicht oder die Geschichte der Menschheit zu schwer zu nehmen.« (nachtkritik.de)

Alle Termine

Di, 28.05.2024, 20:00 Uhr
Kurzeinführung um 19.30 Uhr und anschließendes Nachgespräch