für die Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim
Urkunde aus der alten Zeitkapsel von 1954
Am 11. September 2024 förderten Bauarbeiter aus der Tiefe der Baustelle des Nationaltheaters eine Zeitkapsel zu Tage, die neben historischen Zeitungen, Werbebroschüren und einem Adressbuch auch die Urkunde zur Grundsteinlegung vom 18. Juni 1954 enthielt. Nach der kriegsbedingten Zerstörung des alten Hauses in B 3 wurde in der Nachkriegszeit am Goetheplatz ein neuer Bau errichtet. Dieser sollte einerseits die große, seit 1779 bestehende Tradition eines bürgerlichen und identitätsstiftenden Theaters fortsetzen, andererseits mit einem zeitgenössischen Bau in eine moderne und perspektivenreiche Zukunft weisen. All dies wird in der Urkunde von 1954 betont.
Mannheim bekam in der Folge einen vom Frankfurter Architekten Gerhard Weber konzipierten Theaterneubau, der für seinen sachlichen Stil, seine klaren Formen und seine Großzügigkeit weithin auf Anerkennung und Lob stieß. Die Finanzierung gelang mit großzügiger Unterstützung durch lokale Unternehmen, das Land Baden-Württemberg, vor allem aber dank des finanziellen Engagements der Mannheimerinnen und Mannheimer.
Mannheim bekam in der Folge einen vom Frankfurter Architekten Gerhard Weber konzipierten Theaterneubau, der für seinen sachlichen Stil, seine klaren Formen und seine Großzügigkeit weithin auf Anerkennung und Lob stieß. Die Finanzierung gelang mit großzügiger Unterstützung durch lokale Unternehmen, das Land Baden-Württemberg, vor allem aber dank des finanziellen Engagements der Mannheimerinnen und Mannheimer.
Wie in kaum einer anderen Stadt war und ist das Nationaltheater eine Herzensangelegenheit der Bevölkerung. 1779 vom bereits in München residierenden Kurfürsten Karl Theodor gegründet, entwickelt es sich in kurzer Zeit zur Bühne der bürgerlich-aufgeklärten Gesellschaft. Mit der Uraufführung von Friedrich Schillers Drama »Die Räuber« im Jahr 1782 schreibt das Nationaltheater Geschichte. 1839 geht das Haus in die Obhut und damit auch die finanzielle Verantwortung der Stadt Mannheim über. Dies verstärkt die außergewöhnliche Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Nationaltheater. Auch in schwierigen Zeiten wird der Betrieb aufrechterhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das neue Nationaltheater am Goetheplatz erbaut und 1957 mit den Aufführungen von Schillers „Die Räuber“ sowie Carl Maria von Webers »Der Freischütz« eröffnet.
Auch die aktuelle Generalsanierung ist ein immenser Kraftakt. Sie ist die mit Abstand größte Baumaßnahme der Stadt Mannheim. In Zeiten der größten kommunalen Finanzkrise seit Kriegsende stemmt die Stadt Mannheim trotz schwierigster Haushaltssituation den Löwenanteil an dem Projekt und unterstreicht damit den Stellenwert des Nationaltheaters für die Stadtgesellschaft. Die Maßnahme wird aufgrund der Bedeutung des Hauses als besonderes Kulturdenkmal zudem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Land Baden-Württemberg gefördert. Darüber hinaus konnten zahlreiche private Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen werden – von Stiftungen, Unternehmen, Vereinen über engagierte Einzelpersonen bis hin zum Förderverein des Nationaltheaters. Dieser Verein der »Freunde und Förderer des Nationaltheaters e.V.« wurde 1950 zur Unterstützung des Neubaus gegründet und hat seither das Haus in vielerlei Hinsicht unterstützt.
Die 2022 begonnene Generalsanierung beinhaltet eine umfängliche technische Modernisierung und räumliche Erweiterung, um Ansprüche einer modernen Spielstätte zu erfüllen und gleichzeitig aktuellen Bestimmungen des Brandschutzes und der Arbeitssicherheit unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Der Goetheplatz wird in enger Anlehnung an den ursprünglichen Entwurf klimaresilient umgestaltet. Bewusst hat sich die Stadt Mannheim dafür entschieden, das inzwischen traditionsreiche Theatergebäude beizubehalten und zu sanieren und es zugleich derart weiterzuentwickeln, dass es als offener und einladender Ort zum Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft wird. Hierbei soll das Theater auch Nukleus der kulturellen Vernetzung in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar sein.
Mannheim hat sich seit 1954 sehr verändert. Die einst kriegszerstörte Stadt ist längst wiederaufgebaut und ist heute ein wirtschaftlich potentes und modernes, vielfältiges und weltoffenes Oberzentrum - das Herz der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar mit einem ausgesprochen starken kulturellen Angebot. Die Generalsanierung des Nationaltheaters als größter Kulturinstitution der Metropolregion unterstreicht diesen Anspruch und ist zugleich ein zukunftsweisendes Bekenntnis zur identitätsstiftenden Rolle von Kunst und Kultur. Gleichzeitig knüpft sie an die große Vergangenheit Mannheims als kulturelles Zentrum mit europäischem Ruf im 18. Jahrhundert an. Aufs Eindrücklichste verbindet das Nationaltheater damit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Mannheim, den 05. Juli 2026
Christian Specht
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Tilmann Pröllochs
Geschäftsführender Intendant des Nationaltheaters Mannheim
Auch die aktuelle Generalsanierung ist ein immenser Kraftakt. Sie ist die mit Abstand größte Baumaßnahme der Stadt Mannheim. In Zeiten der größten kommunalen Finanzkrise seit Kriegsende stemmt die Stadt Mannheim trotz schwierigster Haushaltssituation den Löwenanteil an dem Projekt und unterstreicht damit den Stellenwert des Nationaltheaters für die Stadtgesellschaft. Die Maßnahme wird aufgrund der Bedeutung des Hauses als besonderes Kulturdenkmal zudem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Land Baden-Württemberg gefördert. Darüber hinaus konnten zahlreiche private Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen werden – von Stiftungen, Unternehmen, Vereinen über engagierte Einzelpersonen bis hin zum Förderverein des Nationaltheaters. Dieser Verein der »Freunde und Förderer des Nationaltheaters e.V.« wurde 1950 zur Unterstützung des Neubaus gegründet und hat seither das Haus in vielerlei Hinsicht unterstützt.
Die 2022 begonnene Generalsanierung beinhaltet eine umfängliche technische Modernisierung und räumliche Erweiterung, um Ansprüche einer modernen Spielstätte zu erfüllen und gleichzeitig aktuellen Bestimmungen des Brandschutzes und der Arbeitssicherheit unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Der Goetheplatz wird in enger Anlehnung an den ursprünglichen Entwurf klimaresilient umgestaltet. Bewusst hat sich die Stadt Mannheim dafür entschieden, das inzwischen traditionsreiche Theatergebäude beizubehalten und zu sanieren und es zugleich derart weiterzuentwickeln, dass es als offener und einladender Ort zum Treffpunkt für die gesamte Stadtgesellschaft wird. Hierbei soll das Theater auch Nukleus der kulturellen Vernetzung in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar sein.
Mannheim hat sich seit 1954 sehr verändert. Die einst kriegszerstörte Stadt ist längst wiederaufgebaut und ist heute ein wirtschaftlich potentes und modernes, vielfältiges und weltoffenes Oberzentrum - das Herz der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar mit einem ausgesprochen starken kulturellen Angebot. Die Generalsanierung des Nationaltheaters als größter Kulturinstitution der Metropolregion unterstreicht diesen Anspruch und ist zugleich ein zukunftsweisendes Bekenntnis zur identitätsstiftenden Rolle von Kunst und Kultur. Gleichzeitig knüpft sie an die große Vergangenheit Mannheims als kulturelles Zentrum mit europäischem Ruf im 18. Jahrhundert an. Aufs Eindrücklichste verbindet das Nationaltheater damit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Mannheim, den 05. Juli 2026
Christian Specht
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Tilmann Pröllochs
Geschäftsführender Intendant des Nationaltheaters Mannheim