Anik Lazar über ihre Serie SLIME STUDIES
Interview mit Festival-Scout Annika Werner
Foto: Christian Kleiner
In ihrem Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg hat Anik Lazar aufgehört zu malen. Zu vermint und zu heikel sei dieses älteste Feld in der Kunst dort gewesen. Erst das Schrauben an Autos und später Installationen aus Schrott brachten sie wieder zurück zur Malerei, mit der sich ihre Faszination für Maschinen, Blech und Schmierfett am besten übersetzen lasse.
Inzwischen malt sie im Großformat — aktuell auf einer großen Mesh-Leinwand an der Fassade des OPAL in Mannheim – Bilder weicher Massen: SLIME STUDIES.
Verschiedenste Slime-Variationen sind seit einigen Jahren vor allem bei Kindern und in den sozialen Netzwerken beliebt: neugierig und ohne Berührungsängste »studieren« die Kleinen dieses eigenartige Material. Als Materialstudien lassen sich auch Lazars SLIME STUDIES lesen.
Was früher noch mit Ekel assoziiert war, gibt es jetzt in glitzernd, regenbogenfarben oder in der Wolken-Version: Schleim. Als so eine kleine Dose Schleim Lazar zufällig in einer Spielzeugabteilung in die Hände gefallen ist, sah sie darin ein Symbol für Schmieröl aus den Autowerkstätten.
Mit derselben Hingabe sogenannter »alter Meister« an ihre Faltenwürfe in Mariengewändern widmet sich Lazar jede Falte der kleinen Klumpen malerisch.
Inzwischen malt sie im Großformat — aktuell auf einer großen Mesh-Leinwand an der Fassade des OPAL in Mannheim – Bilder weicher Massen: SLIME STUDIES.
Verschiedenste Slime-Variationen sind seit einigen Jahren vor allem bei Kindern und in den sozialen Netzwerken beliebt: neugierig und ohne Berührungsängste »studieren« die Kleinen dieses eigenartige Material. Als Materialstudien lassen sich auch Lazars SLIME STUDIES lesen.
Was früher noch mit Ekel assoziiert war, gibt es jetzt in glitzernd, regenbogenfarben oder in der Wolken-Version: Schleim. Als so eine kleine Dose Schleim Lazar zufällig in einer Spielzeugabteilung in die Hände gefallen ist, sah sie darin ein Symbol für Schmieröl aus den Autowerkstätten.
Mit derselben Hingabe sogenannter »alter Meister« an ihre Faltenwürfe in Mariengewändern widmet sich Lazar jede Falte der kleinen Klumpen malerisch.
Was zunächst banal wirkt, verfügt also über eine Vielzahl an künstlerischen und metaphorischen Facetten. »Etwas vollkommen antimonumentalem ein Monument malen«, so beschreibt Lazar ihre Arbeit. Ihre Malweise weist Parallelen zum Fotorealismus auf, auf eine persönliche Handschrift wird aber nicht verzichtet: zuerst wird der passende Schleim ausgewählt (je ausgefallener der Produktname, desto besser! Dieser bildet nämlich später auch den Titel des Werks) und um sich herum verschlungen, dann schießt sie ein Foto und hält das Material in einer Form fest, die schon im Entstehen wieder zerfließt. Mit diesem Foto auf ihrem Handy in der Hand malt Anik dann ab, was sie sieht - nicht nach Quadratzentimetern eines Rasters, sondern als Ganzes.
Ihr aktuelles Werk heißt »MAGIC HEAT REACTIVE COLOR CHANGING VIOLET TO PINK NOT YOUR ORDINARY GOT‘A HAVE IT OUT‘A THIS WORLD LAB PUTTY« und dabei handelt es sich um eine besondere Herausforderung: Zeitdruck, Sommerhitze, hochgiftige Farben und ein schwieriger Untergrund.
Wer ihr dabei zuschauen will, kann sie noch bis zum So, 28. Juni live beim Malen an der Wand des OPAL in der Theodor-Heuss-Anlage 10 beobachten.
Ihr aktuelles Werk heißt »MAGIC HEAT REACTIVE COLOR CHANGING VIOLET TO PINK NOT YOUR ORDINARY GOT‘A HAVE IT OUT‘A THIS WORLD LAB PUTTY« und dabei handelt es sich um eine besondere Herausforderung: Zeitdruck, Sommerhitze, hochgiftige Farben und ein schwieriger Untergrund.
Wer ihr dabei zuschauen will, kann sie noch bis zum So, 28. Juni live beim Malen an der Wand des OPAL in der Theodor-Heuss-Anlage 10 beobachten.