DER »GARTEN DER KÜNSTE«

von Annette Boegl
Reden wir doch mal übers Wetter. Das ist in der heißesten Stadt Deutschlands im Juni wie überall grundsätzlich eines, nämlich heiß, viel zu heiß. So heiß, dass in unserem schönen Garten der Künste das Publikum dankbar und etappenweise ermattet in die Liegestühle sinkt, zwischen Kaltgetränken und Fächerwedeln schnelle Erholung sucht. Es ist ein angenehmes Durchatmen, Innehalten unterm Sonnenschirm, barfuß mit Freunden plaudern, bevor es auf zur nächsten Vorstellung geht.
Annik Lazar malt unermüdlich ihre riesigen Slime-Studies an der Fassade, den bunten Blumenkonstruktionen aus Holz, die die Gartenlandschaft beleben, kann die Hitze zum Glück nichts anhaben, die großen Bäume in den Pflanzbehältern halten durch, damit sie später einmal den Goetheplatz begrünen und kühlen können. Und natürlich findet im Garten der Künste auch Kunst statt – Konzerte, Parties und Mozart hat dort Schwarzenegger und Hitler getroffen. In einem virtuosen Monolog von Vidina Popov vereint…
Was vor fünf Wochen noch schlicht »der Platz vor dem OPAL« hieß und den Charme eines Supermarkt-Parkplatzes verströmte, hat sich gewandelt und belebt. Mag der erhitzte Mannheimer Sommer sich auch im Moment wie eine Expedition in die Sub-Sahara anfühlen, wir sind total begeistert, dass dieser Ort nicht nur so schön geworden ist, sondern auch so gut von unserem Publikum angenommen wird. Denn er ist ja zum bevölkern gemacht und gedacht!
Foto: Christian Kleiner
Foto: Christian Kleiner
Foto: Natalie Grebe
Foto: Christian Kleiner
Foto: Natalie Grebe