Oper

Viktorija Kaminskaite

Viktorija Kaminskaite vor einer weiß-strukturierten Tapete
Die Sopranistin Viktorija Kaminskaite stammt aus Vilnius in Litauen. Sie studierte zunächst Chorleitung an der Litauischen Musikakademie und anschließend Gesang an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig und besuchte verschiedene Meisterkurse u. a. bei Daphne Evangelatos, Grace Bumbry, Edith Wiens und Simon Estes. Bereits während ihres Gesangsstudiums sammelte sie erste Bühnenerfahrungen als Gouvernante in der Hochschulproduktion »The Turn of the Screw«, in der Titelpartie von Händels »Alcina« sowie als Blumenmädchen in Wagners »Parsifal« an der Oper Leipzig.
2006 errang sie den 1. Preis beim Albert-Lortzing-Wettbewerb in Leipzig. Von 2008 bis 2013 war sie Ensemblemitglied der Oper Leipzig, wo sie Partien wie Pamina aus »Die Zauberflöte«, Fiorilla aus »Il turco in Italia« und Ninetta aus »Die Liebe zu den drei Orangen«, Ismene aus »Alceste« übernahm. Im Sommer 2012 konnte sie als Micaëla in »Carmen« bei den Seefestspielen Berlin/Wannsee in einer Inszenierung von Volker Schlöndorff einen besonderen Erfolg feiern. Bei den Bayreuther Festspielen 2013 gab sie ihr Debüt als Dorella in Wagners »Das Liebesverbot« unter Constantin Trinks. Aus ihrem Engagement in Leipzig ergab sich u. a. eine intensive Zusammenarbeit bei zahlreichen Produktionen mit dem Regisseur Peter Konwitschny. An der Semperoper Dresden debütierte Viktorija Kaminskaite 2015/16 als Gretel in »Hänsel und Gretel«.
Die Künstlerin hat sich ein breites Opernrepertoire erarbeitet, darunter sind die schönsten Sopranrollen: Fiordiligi, Donna Anna, Pamina, Micaela, Donna Fiorilla, Mimi, Anne Truelove, Das schlaue Füchslein, Alcina, Governess und viele andere. Viele renommierte Opernhäuser haben sie bereits engagiert, so die Komische Oper Berlin, das Anhaltische Theater Dessau, Staatstheater Kassel, Oper Halle, die Vilnius City Opera, Opera de Lyon, das Gran Teatro Nacional Perú in Lima, Metropolitan Oper und Muza Symphony Hall in Tokyo und andere.
Frau Kaminskaite ist auch als Konzertsängerin sehr aktiv: Auftritte mit mehreren großen Orchestern unter der Leitung von Fabio Luisi, Jonathan Nott, Jun Märkl, Gabriel Feltz u. a. gehören ebenso dazu wie ihre vielbeachteten Konzerte im Gewandhaus und in der Thomaskirche in Leipzig. Als Liedsängerin trat sie mehrmals international mit unterschiedlichsten Programmen auf. Ein Höhepunkt war die Aufführung von Gustav Mahlers »Kindertotenliedern« mit dem Leipziger Streichquartett, zuletzt im Rahmen des Gustav Mahler Festivals in Toblach, Dobbiaco 2015 und beim Musikfestival Weil am Rhein 2016.
Die CD-Aufnahmen mit Viktorija Kaminskaite in Wolf-Ferraris »Le donne curiose« unter Ulf Schirmer mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und in Eugen d’Alberts »Seejungfräulein« mit dem MDR-Symphonieorchester unter Jun Märkl bei Naxos sind bei der Presse auf begeistertes Echo gestoßen.
Viktorija Kaminskaite unterrichtete vier Jahre an einer Privatschule und hatte im Anschluss daran ein Jahr eine Professur in Chengdu (China) inne. Ihre Schüler*innen haben mehrere Preise bei bedeutenden chinesischen Wettbewerben gewonnen. Seit Ihrer Rückkehr unterrichtet sie wieder an der Privatschule, wo sie viele Schüler*innen aus China auf die Teilnahme am Wettbewerb »Golden Bell« vorbereitet und betreut.
Am Nationaltheater Mannheim, wo sie seit dieser Spielzeit Ensemblemitglied ist, feierte sie ihr Debüt bereits in der Saison 2020.21 als Tatjana in »Eugen Onegin«.

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