Opernhaus

Mozart

Tanzstück von Stephan Thoss zu Musik von Wolfgang Amadeus Mozart Premiere: So, 17. Oktober 2021
Uraufführung

Pech: alle Männer des Ensembles

Mütter: alle Frauen des Ensembles

Mannheimer Freunde: Ensemble

 

Mit dem Nationaltheater-Orchester

 

Wunderkind und genialer Schöpfer weltberühmter Werke, tragische Persönlichkeit und leidenschaftlicher Briefeschreiber mit ausgeprägtem Hang zu raffinierten Wortspielereien, die gerne mal ins Derbe abrutschen. Das alles war Mozart – Wolfgang Amadeus Mozart, der bedeutendste Komponist des 18. Jahrhunderts, dem die Welt viele ihrer schönsten Melodien verdankt. Diesem bis heute faszinierenden Ausnahme-Musiker widmet Choreograf Stephan Thoss ein abendfüllendes Tanzstück und nimmt dabei vor allem die Zeit des jungen Komponisten in der damaligen Residenz Mannheim in den Blick. Jene schicksalsreiche erste Reise ohne den Vater, während der Mozart zwischen dem erlösenden Gefühl ungewohnter Freiheit und der Bürde der alleinigen Verantwortung für seine künstlerische Karriere hin und hergerissen ist, in seiner ersten großen Liebe und dem plötzlichen Tod der Mutter große Gefühle durchlebt und allmählich erwachsen wird.

Unter der musikalischen Leitung von Jānis Liepiņš und mit Kai Adomeit als Pianist entführt der Orchester-Tanzabend auf eine Zeitreise und lässt den zwischen Leichtigkeit und Dramatik pendelnden mozartschen Geist aufleben, um dessen verspielt farbenprächtige Musik in tänzerischer Dimension zu entfalten.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten

Die angegebene Dauer ist leediglich ein Richtwert.

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»Stephan Thoss erzählt nichts Beliebig-Biografisches, sondern liefert ein getanztes Narrativ für Mozarts Mannheimer Zeit. (…) Für diesen Konflikt sind Stephan Thoss im ersten, längeren Teil des Abends wunderbare Bilder gelungen, die den jungen Mozart (Lorenzo Angelini) als phantastisches Energiebündel profilieren. Sein fast quirliges Einnehmen der Bühne, sein schwereloses Federn und sein Innehalten quasi in der Luft machen es ihm schlichtweg unmöglich, Gleicher unter Gleichen zu sein.« (tanznetz.de, 18.10.2021)

 

»Sein getanztes Mozart-Portrait verweigert sich jeder Konkretisierung. Es zeigt Bilder der Trauer und des Glücks, des Kampfes und des Triumphs. Wir sehen den Künstler zweifeln und verzweifeln, sehen ihn lieben und aufbegehren. Und wir trauern um ihn am Ende des Abends. Die ganze Welt weint an der Seite Constanzes um das zu früh gegangene Genie. Die stärksten Momente hat der Abend einerseits, wenn Thoss aus seinem Ensemble einen einzigen Organismus formt, der sich in absolut synchron schwingenden Armbewegungen jeden Moment in den Himmel zu verabschieden scheint. Und auch dann, wenn es ums Lieben und Begehren geht, wenn wir Mozart als Mann der Frauen erleben. Denn alle Lust will Ewigkeit. Die des Genies ohnehin.« (Die Rheinpfalz, 19.10.2021)

 

»Die Hauptrolle an diesem Abend spielt das Ensemble, das fast durchweg in großer Besetzung auf der Bühne agiert, mit hoher Musikalität und in starken emotionalen Bildern. Musik beinahe bruchlos in Körperbewegungen umzusetzen, ist überhaupt die große Stärke von Stephan Thoss, der den begeistert applaudierenden Zuschauern 90 fordernde, intensive und durchweg spannende Minuten beschert.« (tanznetz.de, 18.10.2021)

 

»Und es ist schön, wieder da zu sein, eine Arbeit mit regionalem Bezug zu sehen. Mit einem 17-köpfigen Ensemble. Mit Menschen auf, hinter und vor der Bühne. Kurz: „Mensch, Mozart, Monnem!“« (Mannheimer Morgen, 19. Oktober 2021)

 

»Es erübrigt sich fast, zu betonen, dass Thoss für die Auswahl der Musikstücke einen wirkungsvollen dramaturgischen Filter eingesetzt hat. Frühere und unbekanntere Stücke wechseln ab mit Ausschnitten aus bekannten Klavierkonzerten und am Ende dem Lacrimosa aus dem unvollendeten Requiem (…). Den Orchestergraben hat Janis Liepins, der Erste Kapellmeister des Nationaltheaters, sicher im Griff. Mit Thoss weiß er sich darin einig, Mozart an keiner Stelle aufs Liebliche, Gefällige zu reduzieren, und Kai Adomeit interpretiert die Klavierparts mit dramatischer Eindringlichkeit.« (tanznetz.de, 18.10.2021)